Citroen Saxo mit Gero BMS System lädt nicht mehr! - Elektroauto Forum

Citroen Saxo mit Gero BMS System lädt nicht mehr!

Siegi

Neues Mitglied
30.07.2026
4
Hallo Leute,
mein Vater hat einen Citroen Saxo original Elektro. Dieser wurde von Nickel Cadmium auf LiFePo4 Akku umgebaut. Die Steuerung ist nun Gero BMS, auch ein zu diesem System passendes Ladegerät wurde dazu verbaut. Das Auto hat einige Zeit gut funktioniert. (Umgebaut von Herrn Hubert Kuhn)

Nun lädt das Auto nicht mehr und die auch zusätzlich eingebaute Ladestandsanzeige funktioniert nicht richtig, die Ladestandsanzeige funktioniert schon länger nicht richtig!
Spannungsmessung funktioniert, allerdings zeigt er 100% Ladestand obwohl weniger Spannung (nur 129V Soll: 147V).

Kann mir jemand helfen und sagen wo das Problem liegt?

Ein paar Fotos sind im Anhang!
 

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matzetronics

Aktives Mitglied
08.07.2020
1.794
Berlin, DE
Wenn die Anzeige da richtig ist, sind die Zellen mit 3,59V nahe dem erlaubten Maximum und bis zum Stehkragen voll.
Wieviele Zellen sind denn da verbaut?
 

Werni

Bekanntes Mitglied
19.02.2019
2.552
Heidenrod
Ich bin mit den Autos nicht vertraut, würde aber mal mit folgenden zwei Prüfungen anfangen:

Hat die 12V Autobatterie ihre korrekte Spannung? Leere 12V Akkus provozieren immer mal wieder merkwürdige Verhaltensweisen...

Was für Zellen (Zellchemie?) sind das? Weil laut Aufschrift 147V durch 36 Zellen ergibt 4,08 Volt pro Zelle, das sind keine LiFePo...

Gruß,

Werner
 

matzetronics

Aktives Mitglied
08.07.2020
1.794
Berlin, DE
Weil laut Aufschrift 147V durch 36 Zellen ergibt 4,08 Volt pro Zelle, das sind keine LiFePo...
So ist das. Allerdings steht im Eröffnungspost eindeutig LiFePO4, was bedeutet, das man sich beim Umrüster erstmal erkundigen sollte, was denn nun wirklich verbaut ist. Evtl. steht das auch in der Konfiguration des BMS oder der Rechnung des Umbaus.
Wenn das nun doch Li-Ion ist und das BMS auf LFP konfiguriert ist, erklärt sich evtl. das Problem.
 

Siegi

Neues Mitglied
30.07.2026
4
Es sind auf jeden Fall Lithium Ionen Akku verbaut worden!

Wie würde man des das BMS umkonfigurieren wenn dies wirklich das Problem ist?
 

matzetronics

Aktives Mitglied
08.07.2020
1.794
Berlin, DE
Es sind auf jeden Fall Lithium Ionen Akku verbaut worden!
Aha, das klingt schon anders.
Wie würde man des das BMS umkonfigurieren wenn dies wirklich das Problem ist?
Mit Hilfe der Anleitung zum Gero BMS. Wenn das BMS tatsächlich eine Abart des Citycom/Boostech BMS ist (kleine Einzelplatinen auf den Zellen), dann passt evtl. diese Intro ab Seite 415:
Der Witz ist, das man den Drehknopf am unteren Display lange drückt, bis es piepst. dann soll man mit dem Knopf durch die Parameter drehen können.

Hier ist noch ein Manual von Boostech:
 

Martin Heinrich

Aktives Mitglied
21.08.2008
1.828
Shunt Spannung sollte man dann mal kontrollieren wenn man im Menü ist, bei NMC Akkus ist das bei 36s und der angepeilten U max von 147 Volt konservative 4.08 Volt, würde passen.

Je nachdem wie das System konfiguriert ist sperrt es die Ladung bei fehlerhaften Zellinfos, dabei macht es aber in der Regel ziemliches Gepiepse - außer der Piezo gibt auf:-(
Sieht aber nach dem oberen Display alles gut aus, sowohl Spannung als auch Temp.

Kann auch ganz profan der Lader einen Schlag haben oder fehlende AC Versorgung/gestörte Kommunikation, von den TC Dingern hab ich auch schon Hitzetote aussondern müssen...

Ev. mal den Umrüster anfragen ?
 

Siegi

Neues Mitglied
30.07.2026
4
Shunt Spannung sollte man dann mal kontrollieren wenn man im Menü ist, bei NMC Akkus ist das bei 36s und der angepeilten U max von 147 Volt konservative 4.08 Volt, würde passen.

Je nachdem wie das System konfiguriert ist sperrt es die Ladung bei fehlerhaften Zellinfos, dabei macht es aber in der Regel ziemliches Gepiepse - außer der Piezo gibt auf:-(
Sieht aber nach dem oberen Display alles gut aus, sowohl Spannung als auch Temp.

Kann auch ganz profan der Lader einen Schlag haben oder fehlende AC Versorgung/gestörte Kommunikation, von den TC Dingern hab ich auch schon Hitzetote aussondern müssen...

Ev. mal den Umrüster anfragen ?
Der Umrüster weilt leider nicht mehr unter uns 🫣, ansonsten hätte er uns das bestimmt schon repariert... 🛠️
 

L.S.

Aktives Mitglied
05.05.2021
711
Mühldorf am Inn
Hallo Siegi,
bin mir nicht sicher, wie tief Du mit der Materie vertraut bist, daher möchte ich das vorsichtshalber kurz hier anmerken:

Li-Ion ist nicht gleich Li-Ion, es gibt viele verschiedene Varianten.
Auch ein LFP-Akku (= LiFePo4 = Lithium-Eisenphosphat) ist ein "Lithium Ionen Akku", genau wie ein NMC-Akku (gemeinhin der "Standard Li-Ion Akku", das sind die die so gern brennen) oder andere (z.B. LiFeYPo oder LTO).

Weil der Umbau schon einige Jahre alt zu sein scheint, könnten es z.B. Winston Thundersky (gelb mit riffeln) sein? Die wurden/werden gerne verbaut und haben eine Ladeendspannung von 3,8V oder 4,0V wenn mich nicht alles täuscht (selber nachprüfen!).
4,08V klingt zwar minimal zu hoch für die Winstons aber man weiß ja nie...

Einfach die Ladeendspannung zu ändern würde ich nicht riskieren, wenn nicht eindeutig klar ist, welches Zellenmodell von welchem Hersteller verbaut ist (am besten mit Datenblatt). Der Umrüster wird sich damals schon etwas dabei gedacht haben (hoffentlich) und ein willkürliches Ändern kann schlimme Folgen nach sich ziehen, über komplett defekte Zellen bis hin zur thermischen Reaktion (=Feuer).
Sei dir zuerst sicher, welche Zellen tatsächlich verbaut sind, welche Grenzwerte einzuhalten sind und überschreite die keinesfalls!

Bei LFP-Zellen (LiFePo4) ist übrigens gar keine volle Ladeendspannung von maximal 3,65V nötig, die Zellen werden auch mit 3,50V Ladeendspannung bis 100% voll. Die letzten paar Prozent dauern dann etwas länger, dafür ist es wesentlich schonender für den Akku und hilft beim sog. passiven Balancing. Das gilt so aber nur für LFP.
Für die Thundersky (LiFeYPo) gilt das gleiche auch, aber mit anderen Werten.

Hoffe ich konnte helfen, viel Erfolg!
Viele Grüße, Leon
 

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