CCS Carbon Capture and Storage



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saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
962
All unser Sauerstoff ist mittels Algen, in grauer Vorzeit, vor allem den für uns giftigen Blaualgen entstanden. Inzwischen meist von ungiftigen Chlorophyllalgen ersetzt (mit Zellkern, also keine Eukarioten). Diese brauchen Licht und vertragen nicht das Zuviel an Kohlendioxyd. Folge: sie verlieren das Chlorophyll, nennt sich Korallenbleiche Die Tiefsee hat keinerlei Licht, dort gibt es keine Sauerstoffproduktion.
Da die Tiefsee durch eine obenauf schwimmende Warmwasserschicht vom Kohlendioxydzutritt abgeschirmt ist, könnte diese noch für ca 1000 Jahre, vermutlich ganz problemlos das Zuviel an Kohlemdioxyd aufnehmen, dass die Kohlendioxydfresser tötet. Wir könnten , allerdings nur 1000 Jahre lang, die Natur an der Meeresoberfläche in Ordnung bringen. Dann ist alles voll von CO2 und wir müssen uns etwas Neues überlegt haben.
Auch das nenne ich CCS.
Wer hochseesegelt, weiß, dass die Meeresströme an der Meeresoberfläche chaotisch sind. Unberechenbar, man weiß nicht, wo man eingreifen soll.
Ich zerbreche mir den Kopf darüber, wie es trotzdem gelingen könnte. Bisher keine Lösung. Der TEUFELSKREIS LÄUFT WEITER.
Wir Grünen habens endlich kapiert, das Gesetz steht jetzt. Heute die gegenteilige Politik von all den Jahren davor.
Unwissend habe auch ich damals gegen die Verklappung des in Ürdingen erzeugten CO2 demonstriert. Hier sollte die weltweit erste CO2-Pipline ins tiefe Skagerak entstehen.
Stattdessen haben wir jetzt in Krefeld eine Kohlenmonoxyd-Pipeline nach Dormagen, keine Fernwärme , und, eben kein CCS.
Sollten diese Vorhaben auf Graichen-Ideen beruht haben, schlage ich vor: Nobelpreis für die Trauzeugen.
 

saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
962
Wer sein Cityel klimaneutral betrieben möchte, pflanze bitte eine Douglasie. Die werden ca 100 Meter hoch und atmen gerne Kohlendioxyd ein und Sauerstoff aus. 47 kg im Jahr.
Mit deutschem Strommix stößt ein Cityel auf 100km etwa 6kWh/100km mal 440 Gramm, also 27 Gramm/km CO2 aus. Wenn Du sie schön gießt, erlaubt sie Dir, ca 1750 km im Jahr zu fahren. Für meinen Maserati reicht ein ganzer Wald nicht aus, um nur die allmorgentliche Fahrt zum Bäcker klimaneutral zu gestalten.
Wer die Natur liebt, der schiebt.
Der Mensch atmet am Tag ca 1kg CO2 aus. Im Jahr 365 kg. Beim Schieben des Cityels: 5kg/Tag. Es empfiehlt sich also, Pausen einzulegen. Zum Beispiel, wenn es regnet oder dunkel wird.
Cityel gegen Douglasie
Lohnt Cityel schieben wirklich?
 

Sascha Meyer

Bekanntes Mitglied
18.05.2007
5.237
Hi Bernd,
ich pflanz meine Douglasie bei dir im Garten, bei mir is schon alles voll.
Da ich im Schieben meines ELs bereits leidliche Erfahrung sammeln durfte (Gottseidank lange her), kann ich berichten, dass der Koerper ganz von alleine auf die Idee kommt, zu pausieren. Kleinste Steigungen sind schon stramm. Mein Rekord liegt bei etwa 8 Kilometer, und danach is man ziemlich im Sack. Is bestimmt mehr als 5kg/Tag.
Ich dachte es gibt schon Testanlagen zum Abfiltern von CO2 aus der Luft? Wie waers damit? Geht auch im naechtlichen Regen..

Bei uns wird allerorts versucht, Suempfe und Moore wieder zu reaktivieren. Soll ja auch was helfen. Und bei 1kg/Tag koennt ich ja mal die Luft anhalten. Man will sich ja beteiligen bei sowas.

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha
 
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saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
962
100 bis1000kg Trockenmasse produziert ein Hochmoor jährlich pro Hektar, also viel weniger als ein Wald. Regenwald, nur der , der regelmäßig abgeerntet wird liegt bei 20 Tonnen/ha, Douglasien reichen bei uns fast daran. Bei den Mooren geht es nicht um die Bindung von CO2, sondern, dass man durch Bewässern verhindert, dass die gewonnene Biosubstanz in wenigen Jahren wieder völlig zerfällt.
Carlo hat in seinen Cityel-Karossen im Garten Moore angelegt. Reich ist er damit nicht geworden.
Es geht kein Weg herum, dass wir zukünftig keine fossilen Brennstoffe mehr verwenden. Ich habe aus diesem Grund Physik studiert.
Theoretisch funktioniert ja schon der schnelle Brüter mit Spallationsergänzung und Unschädlichmachen des Mülls. Nur die Kosten für die Beschleuniger von der Stange sind noch viel zu hoch. Die Dinger wären tatsächlich sicher.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Douglasie auf mein Elektroauto fällt, ist da schon höher..

Mein Bekannter, Chemiker, ist ein eiskalter Rechner. 1 bis 2 % der Sonnenenergie, die auf den Wald fällt, binden CO2, meist noch viel weniger. Streichen wir den Wald weiß an,werden direkt 70% der Sonenstrahlung weniger in Wärme umgesetzt. Insofern ist eine helle Sandwüste oder auch ein trockenes Feld klimafreundlicher als ein Wald. Auf längere Sicht jedenfalls.
Das schlimmste Vergehen, dass wir dem Klima antun können, ist jedenfalls die Begrünung der Städte. Nichts absorbiert Sonnenstrahlung so sehr , wie dunkles Grün.
Nicht nur die Umwandlung in fast 100% Wärme, sondern zusätzlich wird auch noch der kühlende Wind durch das grüne Gestrüpp behindert. Aber wir lieben ja die Wärme...Es ist einfach nur eine dumme Idee, unsere Äcker zu bepflanzen und die Baumschädlinge daran zu hindern, ihre für das Klima nützliche Arbeit zu verrichten. Mit agent orange könnten wir die Temperatur auf der Erde um ein Vielfaches von 1,5 Grad verringern, sofort.
Die Versuche mit Chemtrails sind keineswegs eine klimaschädliche Spielerei. Blödsinn iat allerdings das Gerücht, dass die angeblich enthaltenen Aluminiumflitter, die todbringende harp-Strahlung unserer amerikanischen Freunde uns ins Gras beißen lassen. Chemtrails sind hochwirksam, wenn sie angenehm schattenspendende Wolken bilden.
Was meint Ihr, warum Flugbenzin meist überhaupt nicht besteuert wird? Die stillgelegten und ausgetrockneten Brunkohlenlöcher hier in der Gegend haben eine sehr helle, reflektierende, Farbe , im Gegensatz zu den begrünten. Statt nach Greta zu rufen, sollten wir alles Grün ausmerzen und unsere Erde in einen von weißem Staub oder mit Kondensstreifen bedeckten Planeten verwandeln.
Roundup ist trocken nicht nur weiß, sondern beseitigt auch das schädliche Grün das Schwarz kaum in seiner aufheizenden Wirkung nachsteht.

Aber bitte, verwechselt bei der nächsten Wahl nicht unsere Schwarzen mit den Grünen, die dem klimaheilenden Glyphosat den Kampf angesagt haben. Wir werden uns bald um die schattigen Plätze unter den Wasserdampffahnen unserer Braunkohlenkraftwerke streiten.
 

Sascha Meyer

Bekanntes Mitglied
18.05.2007
5.237
Hmm,
ich hab heut Probleme, die Satire zu erkennen. Hilf mir, weshalb ist die Temperatur in begruenten Innenstaedten geringer als in reinen Betonwuesten mit hellerem, reflektierendem Grau? Und waere der Erwaermungsprozess einer dunklen Oberflaeche nicht besser mit Adsorption denn mit Absorption bezeichnet?

Was sagst du eigentlich zur Habeck´schen CO2-Speicherung im Meeresgrund? Was verhindert das Wiederaufsteigen?

Kann es eigentlich sein, dass du dir den Rest des Tages nen Ast lachst, weil jeder, der den Beitrag liest, ueberlegt, ob das ernst gemeint ist oder nicht? Zumindest sind wir zum Ueberlegen gezwungen. Oder heisst das Uebergeben? Manger retour, wie der Franzose sagt.

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha
 
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saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
962
Was ich hier oben schreibe, entspricht den Tatsachen.. Das heißt nicht, dass ich solch eine mit Glyphosat weiß gepuderte und mit weißen Chemtrails bedeckte Erde wünsche. Ich hätte gerne unsere gute, alte Erde wieder. Klimaänderung auf andere Weise. Am besten, gar nicht. Das Anpflanzen von Wäldern reicht vorne und hinten nicht. Wir wissen, was zu tun ist. Die Aufgaben, die vor uns liegen, sind überhaupt nicht einfach.

Den Gedanken an verantwortbare Kernenergie habe ich nicht aufgegeben, ebensowenig an die Begrünung der Sahara. Ehe ich unsere Erde in eine Sauna verwandle, müsste aber geklärt werden, ob die sich dann über der Sahara bildenden Wolken die aufheizende Wirkung des wärmeabsorbierenden Grüns zumindest kompensieren.
Oder doch chemtrails?
 

Sascha Meyer

Bekanntes Mitglied
18.05.2007
5.237
Ja aber mooooment,
wenn ueber aeh der begruenten Sahara ne Wolkendecken haengt, dann kommt doch weniger Sonne durch und aeh das Gruen heizt sich doch dann weniger auf! Hab ich dich!

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha
 
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saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
962
Ich bin ja Optimist und denke, dass die beschattende Wirkung der Wolkendecke überwiegt. Nur die sandigen Gebiete der Sahara haben eine hohe Albedo. Eine dichte Wolkenschicht reflektiert viel stärker.
Schwarze Ziegeldächer heizen allerdings noch stärker als städtisches Grün. Griechen und Südspanier haben das längst erkannt.
Auf jeden Fall, die Berechnungen meines Bekannten, die aus größeren Industriekreisen stammen, finde ich sehr erschreckend. Eines ist sicher: CCS ist nur vorrübergehend anwendbar. Die Pflanzen auf dem Land müssen auf Dauer das ganze CO2 binden. Die Blaualgen im Wasser sind zwar produktiver, aber flächenmäßig viel zu wenig. CCS kann uns immerhin nicht unerhebliche Zeit vor der Klimakatastrophe bewahren, in der wir in Ruhe forschen.

Das Aufkonzentrieren des CO2 ist vielleicht die Archillesferse von CCS:
Einige Geschenke liefert uns die Natur: die gesamte Zementindustrie liefert reines CO2, das sich zu vertretbaren Kosten verflüssigen und per pipeline verfrachten lässt.
Aus der Luft müssen die 99,96% Stickstoff von den 0,04% CO2 abgetrennt werden, weil diese nicht durch die pipelines passen.
In den Verbrennungsabgasen sind immerhin 20% CO2 statt 0,04% enthalten.
Aminwäsche heißt das Verfahren. Die Amoniakderivate, die Amine, binden bei Umgebungstemperatur das CO2 und geben dieses konzentriert bei Erhitzung auf ca 100 Grad Celsius wieder ab, worauf es verflüssigt und in nördliche Gefilde versandt werden kann. Das Erhitzen auf 100° kostet meiner Meinung viel Energie und ich denke über andere Verfahren nach. Ja, ich denke an die Meeresströmungen...Noch ist man ratlos. Wenn ich mich noch ordentlich im Sudoku-Raten übe, finde ich spätestens in ein paar Jahren Rat. Da bin ich mir ziemlich sicher...
Die Seefahrt in der Arktis und Antarktis ist nicht lustig...
und böse Eisberge...
aktuell
Der "Erfinder" der Vit-Amine, Casimir Funk, lag damals noch ziemlich falsch
In letzter Zeit habt Ihr ja viel von Aminosäuren gehört. Deren Bindungsvermögen ist bekanntlich sehr vielseitig und austauschbar.
Genug in diesem Zusammenhang.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kamikaze

Bekanntes Mitglied
Ich halte CCS für Augenwischerei.
Wen kümmert es schon, wenn in 20 Jahren ein volles "Endlager" plötzlich leckt?
Wen kümmert es, wenn sich ferne Länder "um unseren Sondermüll kümmern"? (IdR. bedeutet das, dass das Zeug vor Ort in der Atemluft verklappt wird - sieht man aktuell bei Elektronik- und Plastikmüll sehr gut. Stört auch fast niemanden. Ist ja weit weg. :sick:)

CCS macht da Sinn, wo das CO2 VERWENDET werden kann - in der chemischen Industrie z.B.
Da wird aktuell oft extra Erdgas verbrannt, nur um das CO2 danach nutzen zu können, während gleichzeitig an Anderer Stelle Unmengen CO2 frei wird, das niemand haben will.
Gefragt sind mMn. also Kooperationen an dieser Stelle.
Was spricht denn z.B. dagegen, ein Zementwerk in der Nähe von CO2-nutzenden Chemiestandorten zu platzieren? (Angemischt kann das Zeug ja überall werden.)
Oder anders herum Zementöfen via Pipeline an Chemiestandorte an zu binden?
Oder noch besser - die entsprechende CO2-Abscheidung direkt vor Ort zu machen und nur das "Edukt" (reines CO2) via Rohrpost zu den Nutzern zu bringen?

Dass das alleine nicht ausreichen wird ist auch klar, aber hier KÖNNTE unser Land mal wieder eine Vorreiterrolle einnehmen und entsprechende Technologien zur Marktreife bringen, die sich dann gewinnbringend verkaufen lassen.
Man bedenke: Deutschland lebte seit den 1900ern von den Hirnwindungen der Tüftler und Ingenieure.
In letzter Zeit geben wir das zunehmend aus der Hand - mit allen negativen Konsequenzen daraus.

PV - in Deutschland entwickelt und zur Marktreife gebracht (und dann wegen "der vielen Braunkohlekumpels" nach Fernost verhökert)
Windkraft - in D zur Marktreife gebracht (siehe "Growian-Projekt")
Wasserstoffelektrolyse - in D nahe an die Marktreife gebracht
E-Mobilität - in D zur Marktreife entwickelt (und dann "vergessen", weil "Zeug verbrennen" lukrativer war)
Diese Liste ließe sich noch quasi beliebig fortsetzen.
Wir müssten nur endlich mal den A**** hoch bekommen und das SINNVOLLE tun, anstatt es für den "Glanz des gestrigen Tages" ohne Not weg zu werfen. Der Rest der Welt schläft nicht und verdient halt dann mit dem sehr viel Geld, das bei uns aus Raffgier und mit Blick auf sehr kurzfristigen Profit "unter den Tisch fällt".
 

saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
962
Niemand benötigt CO2. Es ist Müll, den wir loswerden wollen. Auf Dauer passt es nicht auf unsere Erde. Für ein paar Tausend Jahre, schon. Wir müssen die CO2-Erzeugung so stark reduzieren, dass die Pflanzen mehr zurückverwandeln, als neu erzeugt wird. Auch der gesamte Ozean ist bald voll. Ich spreche hier von Jahrhunderten. Allein die Pflanzen sind in der Lage, den CO2-Berg abzubauen.
Man forscht zwar, wie die CO2-Zyklen verbessert werden können, aber es eröffnen sich neue Berge von Problemen. Die Gensequenzen in Cyanobakterien mögen zwar im Labor die Nutzung des Sonnenlichts verhundertfachen, vergiften aber die ganze Umwelt. Das Zusammenspiel ist noch unüberschaubar komplex.
Wir sollten den Zeitaufschub, den CCS uns schenkt, ausnutzen.
Wir haben alternative Energiequellen Die Hauptenergiequelle ist das Einstellen von Kohlenstoffverbrennung.

Gelänge es, den Syntheseprozess von Cyanobakterien in unsere energievernichtenden C3- und C4-Pflanzen einzubauen, wären alle Probleme gelöst. Der grundliegende Cyano-Prozess läuft mit über 50% Umsetzungswirkungsgrad ab, gegenüber weniger als 0,5% in unseren chlorophylbasierten Nutzpflanzen. Unter Laborbedingungen hat man bei Zuckerrohr schon an die 10% erreicht. Hält unserer Artenvielfalt mit ihrem kriegerischen Verhalten aber nicht stand.
Die Worte "Pflanzenschutzmittel" und "Schädlinge" wurden von vorneherein zu Unworten erklärt. Kriege sind in unserer Welt das Grundprinzip.
 
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Wertungen: Sascha Meyer

Sascha Meyer

Bekanntes Mitglied
18.05.2007
5.237
Hi Bernd,
da hast du sicherlich Recht, aber bei Glyphosat hab ich dann doch Bedenken. Wenn man das Zeug wirklich verantwortungsbewusst einsetzen wuerde, dann wuerde dieses Gift nur gezielt abtoeten. Nur traue ich unserer Landwirtschaft da nur bedingt.

Cyano-Prozess? Du meinst, man koennte die Pflanzen so pimpen, dass die CO2-Speicherung verbessert wuerde? Erklaer mal..

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha
 

saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
962
Nee, das geht, glaub´ ich, nicht. Die versuchen es zwar an der Uni Bochum und anderswo. Aber da sind gewaltige Probleme bezüglich der Vererbung. Wir und die meisten verwandten Lebewesen einschließlich der meisten Pflanzen sind Eukarioten, sie enthalten einen Zellkern, sprich, geschützt in Schutzhüllen. Ansonsten funktioniert alles gleich auf Grundlage von DNS und RNS. Den ganzen, hochkomplizierten Prozesses der Photosynthese vererben? Die bezüglich Photosynthese viel effektiveren Cyanobakterien sind Prokarioten, ohne Zellkern und dadurch sehr unterschiedlich von uns Zellkernbesitzenden. Das ist absolute Grundlagenforschung mit kaum wirtschaftlich nutzbarer Aussicht. Allerdings, sowohl bei Eukarioten, wie bei Prokarioten laufen die gleichen Energietauschzyklen ab, mit der Umwandlund der energiehaltigeren ATP in ADP. Alle Lebensprozesse laufen darüber ab, Muskelbetätigung, Photosynthese, Lumineszenz, Antrieb eines Cityels durch einen Zitteraal.

Trotzdem, es gibt Wunder, nur seltener. Wie man Wasser in Wein verwandelt, ist allerdings inzwischen gelöst.
Ich habe zwar in der Lebensmittelchemie gearbeitet, misstraue aber grundsätzlich den Allchemisten der Branche. Genmanipulation ist da sehr viel exakter und oft berechenbar. Glyphosat ist Allchemie.
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.882
CO2 ist kein Müll sondern ein unverzichtbarer Bestandteil des Ökosystems der Erde. Im Prinzip gibt es alle nötigen Möglichkeiten um das System wieder einigermaßen ins Gleichgewicht zu bringen. Vorrang hat natürlich erst Mal die Vermeidung von THG.
Aber anstatt überschüssiges CO2 mit aufwendigen und teuren technischen Lösungen aus der Atmosphäre zu entfernen und dann wegzusperren, sollten wir uns überlegen wie wir das überschüssige CO2 sinnvoll synergetisch nutzen können.

Mit dem gleichen Geld das für das technokratische CCS aufgebracht werden müsste, könnten auch "natürliche" Methoden wie die Aufforstung von semi-ariden Gebieten, mit technischer Unterstützung durch EE und Meerwasserentsalzung, finanziert werden.

Damit erschlägt man mehrere Probleme auf einmal:
  • Es wird der Atmosphäre dauerhaft CO2 entzogen.
  • Es wird die Verwüstung zurück gestoppt.
  • Es werden neue Ökosysteme geschaffen.
  • Es werden Einkommensmöglichkeiten für Menschen geschaffen.
  • Es können Lebensmittel angebaut werden.
  • Es werden Flüchtlingsströme reduziert.
  • uvm.
Ein Beispiel ist die "Grüne Mauer" im Sahel, aber es gibt auch noch viele andere Gebiete, bis hin zur Begrünung von Wüsten. Ich kann hier nur empfehlen sich den Dokumentarfilm "Der Waldmacher" von Volker Schlöndorff anzusehen.

Letztlich wird das alles durch die Politik und auch Eigennutz bei den Geldgebern ausgebremst. Es wird halt das Geld lieber für eigene EE Projekte ausgegeben, obwohl die gleiche Menge Geld an anderer Stelle investiert viel mehr Nutzen bringen könnte.
 
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Wertungen: Kamikaze

Kamikaze

Bekanntes Mitglied
Letztlich wird das alles durch die Politik und auch Eigennutz bei den Geldgebern ausgebremst. Es wird halt das Geld lieber für eigene EE Projekte ausgegeben, obwohl die gleiche Menge Geld an anderer Stelle investiert viel mehr Nutzen bringen könnte.
Das ist zwar richtig, aber leider auch ein Grundprinzip der Marktwirtschaft:
Es wird (nur) das gemacht, das sich für den Machenden auch lohnt.
Folglich wäre es höchste Zeit dafür zu sorgen, DASS sich solche Projekte lohnen (können).
Die Wirtschaft auf Nachhaltigkeit um zu stellen ist national (wie man in D gut sieht) ein Kraftakt, der sehr lange dauert und international oft genug ein Prozess, der Dekaden dauert (und leider oft an der Raffgier der beteiligten Personen scheitert).

Ein großer Punkt in dieser Rechnung ist, dass dank Chinas gigantischen Produktionskapazitäten EE inzwischen unschlagbar billig geworden sind.
Das ist aber leider nur einer der nötigen Schritte.
Der Rest des Weges ist noch so steil und steinig, dass manche ihn lieber garnicht sehen wollen oder sogar verbissen darum kämpfen nicht weitergehen zu müssen. (Sogar oft zum eigenen wirtschaftlichen Schaden.)
 

saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
962
Klimawende ist möglich. Greifen wir zu!

Kleine Rechnung: 100 Euro kostet ein m² Solarmodul aus China mit 200 Watt Leistung. über 200kWh im Jahr Ernte. Bei einem Preis von 0,05 Euro pro kWh ist das Modul in 10 Jahren bezahlt. Wasserstoffproduktion am Ort der Aufstellung. Da ist keine Fernleitung und Infrastruktur mehr nötig.
Ab heute bin ich bei Tibber:
Nur 7 bis 8 Cent schon heute für den Strom, 20 Cent für das ganze überflüssige Drumherum. Plus plus.
Entwickelt in Deutschland, verwirklicht von den Chinesen. Noch Fragen?
 

saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
962
Eigentlich konnte ich gar nicht glauben, wie tief die Preise für leistunsstarke Solarmodule gefallen waren. Offensichtlich kommt man bei der Produktion mit sehr wenig Rohstoff aus. Auf jeden Fall erlauben die Preise, die zur Zeit ab China verlangt werden, die wirtschaftliche Herstellung und Rückverwandlung von Wasserstoff (und Sauerstoff, was zweitrangig ist). Für die Verbrennung von reinem Sauerstoff in Wasserstoff sehe ich zusätzlich noch eine interessante Anwendung unter Einsparung von Wärmetauschern.
China wird dann mit vielen großen Solarzellenfabriken bedeckt werden.
Weil die Stromwirtschaft dann dezentral aufgebaut wird, entfallen teure Netzwerkstrukturen und das ganze EEG-Gedöns drumherum. Das vorhandene Erdgasnetz wird weiterverwendet. Das Stadtgasnetz wurde früher bereits mit 55% Waserstoff betrieben.Wir sollten China für die Rettung der Erde gewinnen. Die bisherigen Energieerzeuger werden das vielleicht nicht gerne sehen und bestrebt sein, die Seidenstraße zu schließen.

Es wurden bereits chinesische Schiffe überfallen, weil sie angeblich mit Solarzellen zu Dumpingpreisen handelten. Protektionismus kann die Klimarettung unmöglich machen.
Mit den heute im Westen üblichen Solaranlagenpreisen ist das Klima nicht zu retten.
 

Sascha Meyer

Bekanntes Mitglied
18.05.2007
5.237
Hi Bernd,
da hast du recht, ein Arbeitskollege hat grade ein Angebot fuer 35 000 Geld gekriegt. Klar, ordenlich kWp und nen Stromspeicher mit 12kWh, aber bei solchen Preisen wird das nix. Vielleicht ist der Betrag ja gerechtfertigt, ich kenne die genauen Angaben nicht, aber soviel Geld muss man erstmal haben..

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha
 

saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
962
Wenn wir den Solarstrom wenigstens ohne Aufschläge verteilen könnten. Dann könnte ich mich hier mit vielen Nachbarn zusammentun...gemeinsam betreiben. Tibber klärt mich ab gestern auf, wieviel der Strom kostet und dass die unnötigen Gebühren drumherum ca das Dreifache des Stromes ausmachen. Als Aufschlag, ohne Gegenleistung, bitte.
Bei diesen künstlichen Preisen fragen manche gar nicht mehr, was eine Solaranlage gekostet hat.
Geworben wird damit, dass man sich möglichst viele Angebote machen lässt. Was nutzt es, wenn die Preise abgesprochen sind?
Gegen diese Preispolitik sollten wir vorgehen, statt uns auf der Straße festkleben.

Ich rechne gerade, wenn wir die Grube Garzweiler schließen würden und die weit über 20 km² mit Solarzellen pflastern würden, käme eine Leistung von 4 Gigawatt zusammen. Nachdem die Grube bereits ca 50km durchs Landgezogen ist und riesige unfruchtbare Fläche hinterlassen hat, hätten wir genug Platz für Solarmodule, die die Braunkohlenkraftwerke ersetzen würden. Dann natürlich nur über eine Speicherwirtschaft, wie über Wasserstofferzeugung. Die gewaltigen Energiemengen lassen sich nicht in Batterien unterbringen, nicht wegen der zur Zeit noch günstigen Kosten. Nein, die Rohstoffe gehen vorher aus. Aber unsere Autobatterien reichen schon für die Vorhaltung des täglichen Bedarfs...Wenn wir die bis 400 Meter tiefen Gruben vollaufen lassen und wieder auspumpen wäre das ein Energiespeicher von nicht einmal 5 Gigawattstunden.
Mit Gas gehts, die pipelines sind billig, ich war selbst überrascht. Stromverteilung ist tatsächlich heute teurer und Strom lässt sich auf Dauer nicht in voller Menge speichern.
Inzwischen gibt es gute Onlinekurse für Chinesisch. Ein chinesisches Heiratsangebot wurde mir auch schon angetragen. 25 Jahre sind seitdem vergangen Ich denke, die Klimakatastrophe tritt vorher ein.
Wenn ich die Bundesrepublik wäre, ich würde ein Heiratsangebot mit China nicht ablehnen. Russen sind offensichtlich weniger pflegeleicht.
 

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