Brot statt Sprit in der FR

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Michael Michael

Guest
#1
Hallo,
in der heutigen Frankfurter Rundschau www.fr-aktuell.de steht ein hervorragender Bericht zu Bio Treibstoffen. Jeder der in der letzten Zeit mit diskutiert hat, sollte diesen Bericht mal lesen. Mich hat er jedenfalls bestätigt in meiner Ablehnung gegen diese Art unsere Mobilität am Leben zu erhalten.
 

Herbert Hämmerle

Aktives Mitglied
13.12.2004
1.140
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#2
Michael Michael schrieb:

Hallo,
in der heutigen Frankfurter Rundschau www.fr-aktuell.de steht
ein hervorragender Bericht zu Bio Treibstoffen. Jeder der in
der letzten Zeit mit diskutiert hat, sollte diesen Bericht
mal lesen. Mich hat er jedenfalls bestätigt in meiner
Ablehnung gegen diese Art unsere Mobilität am Leben zu
erhalten.
Hallo Michael,

erste Priorität hat auch für mich klarerweise die Sicherung der Ernährung, und zwar weltweit.
Was darüber hinaus noch an pflanzlichem Material naturnah angebaut werden kann, dürfte meiner Meinung nach ohne Probleme für Energiezwecke verwendet werden.

Bis zur industriellen "Revolution" hat die Menschheit ja so gelebt.

Wir sind uns zu wenig bewußt, wieviel Energie wir rund um die Uhr verbrauchen.
Lt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Grundumsatz
braucht ein Mann 185 cm → 85 kg Idealgewicht → 2550 kcal/Tag,
also rund 3kWh/Tag Energie aus Nahrungsmitteln.
Wenn ein großer Fleischanteil dabei ist, dann ergibt das einen Zuschlag für den "Kuh-/Schwein/.../Wirkungsgrad".

Wir in Europa leben derzeit in einer "5000 Watt-Gesellschaft", (Beispiel Schweiz) d.h. jeder von uns hat gesamthaft Verbraucher mit 5kW am Laufen, was pro Tag 120kWh ausmacht.

http://de.wikipedia.org/wiki/2000-Watt-Gesellschaft

Die 2000Watt-Gesellschaft zu erreichen wird ziemliche Anstrengungen erfordern, ob es ausreicht, weiß ich nicht.

 
R

Rainer Partikel

Guest
#4
Moin zusammen,

und wenn wir alle dann dank Ackersprit mobil bleiben, liest sich der Satz: Ohne Verpflegung keine Bewegung auf einmal ganz anders; ein sehr nachdenklicher ZINNEKE

Möge die Sonne mit uns sein
Rainer Partikel
 

SB

Aktives Mitglied
19.05.2006
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#5
Hallo Manfred

Sei mal ein wenig gnädig mit den Grünen.
Ich will lieber nicht wissen wie es ohne die aussähe in D.
CDU SPD FDP?
Oder eher
NPD SPD CDU/CSU und Hochwasser 6 Monate + 6 Monate Gentechnik zum fressen damit man genug kozen kann??
Und im Jahr 2050 ist Norddeutschland unter Wasser.
Und Heute wären bereits 1311 deutsche Soldaten im Irak umgekommen?

Weist Du, deine Vorschläge und dein Wissen in Ehren, aber ich glaube einfach nicht daran, dass man in der heutigen Gesellschaft mit Deinen Vorschlägen, von denen viele auf persönlichem Problembewustsein aufbauen ohne Zwang von oben, ohne EU usw. weit kommt. Denn solange der Spritpreis nicht von selber auf 5 ¤ steigt, auch noch die letzten Indianer aus dem Amazonas bei uns Asyl suchen und die beliebtesten Feriendestinationen unter Wasser stehen, solange werden zu viele Menschen von alleine nichts ändern. Auch deine dir sehr liebe CO2-Steuer, die sicher richtig ist, ist wie ich schon gestern schrieb national nicht umsetzbar, weil dann der Dreck in China entsteht.

Ganz davon zu schweigen, dass ein Artikel nicht jede (vernünftige) Randgruppe mit aufzählen kann!

Grüsse Sebastian
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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#6
Hallo Sebastian

(möchte mich für die Verwechslung mit Stefan ausdrücklich entschuldigen,
habe Deine Schwarzenegger Erwähnung mitverwurschteln wollen und bin
geistig bei Stefan hängengeblieben, leider ist das so seit meiner Bienen geschichte das im Kurzzeitspeicher manchmal was falschhängenbleibt,
bitte also bei allen Beteiligten um Nachsicht für die Verwechslung, ansonsten
hab ich keine Nachsicht verdiehnt)

Ich bin einer der wenigen der am liebsten ein Schwampel gehabt häte
http://forum.myphorum.de/read.php?f=569&i=3161&t=3161&nr=1 wär mir
lieber gewesen als das jetzt, wobei es noch schlimmer häte sein können.

Ich hab im prinzp gegen keine Partei was und in jeder gibt es solche, aber ich hab was gegen Parteigänger die das Hirn mit dem Parteibuch abgeben (kommt mir
manchmal so vor als ob es eine Hinterlegungspflicht gäbe, kenne meine eigene
Geschichte als mich die von der CSU wollten (Langzeitspeicher funktoniert noch))

Hochwasser Sebastian schrecken mich nicht so schnell aber dierekt brauchen
tu ich sie nicht.

Da geb ich Dir recht

" aber ich glaube einfach nicht daran, dass man in der heutigen Gesellschaft mit Deinen Vorschlägen....weit kommt"

aber ich kenn die Linken meiner Jugend und die Maoisten ( die kammen meistes
nach den Trotskisten auf der Baustelle vorbei, bein solidarisiern mit der
Arbeiterschaft ( zuminderst was das Bier der Kollegen betraf)) und die erklärten uns Armen

" Jeder Marsch beginnt mit den ersten Schritt "

und in diesen Sinn schreib ich halt mal das so hin weil das Mit Grünen und
Greenpeace Vordenkern nicht so einfach ist, was da Drinn steht

http://www.vde-mittelbaden.de/Vortraege/VortragLinne.pdf

Seite 30

"Ökonomisch ist ein sofortiger Umstieg auf ausschlieslich regenrative
Energie nicht finanzierbar"

Das stimmt eben wen man die Neokonservativen Gruppen in Deutschland weiterwirtschaften läßt und zu den Neokonservativen zählen auch die Grünen
Realos die wissen sehr genau wie man Sein Intressen wart.


p.s. die Smileys sind meist von Jens geklaut http://www.smilies-and-more.de/de/smilies/natur1.html

hier mal eine Grüne Forderung

<img src=http://www.smilies-and-more.de/pics/smilies/nature/015.gif>

Gebt den Hanf frei, sag ich doch ein hervoragendes Naturproduckt zum
Bauen und Fahren. Äh fahren natürlich ohne Hanf im Fahrer
 
M

Michael Michael

Guest
#7
Hallo Rainer,
nachdenklichkeit ist der erste Schritt. Schade finde ich, dass man erst den ganzen Müll, wie Wasserstoff oder Pflanzentreibstoff Technologien bekämpfen muß, ehe man dann geschlossen die eigentlichen Zukunftsprobleme angehen kann. Für mich ist das Zukunftsproblem die künftige Stromerzeugung. Mein Einsatz gilt der dezentralen, ökologischen und umweltfreundlichen Stromproduktion. Mit der heutigen Stromproduktion aus Kondensationskraftwerken sehen unsere Elektromobile echt alt aus. Solange 2/3 der Energie in die Flüsse und in die Luft gepustet wird, macht es mehr Sinn einen Peugeot 107 oder enen Öko Polo zu fahren. Es freut mich ein wenig, dass dem Grünen Hans Josef Fell nun ganz schön der Wind entgegen bläst. Einmal bekommt er Druck von den Europäischen Grünen und anderseits läuft ihm die Basis in Deutschland weg, nämlich die Grünen, die sich in den Umweltverbänden engagieren. sonnige Grüße, michael
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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#8
Hallo Michael Michael

Einer von uns Zwei ist ein Furchtbar Sturrer Hund ( da bis jetzt unklar wer von uns
bewege ich mich inerhalb der Forumsregeln )

Ich bin auch gegen "Pflanzentreibstoff Technologien" aber für Pflanzenöl, leider ist
Greenpeace und die Grünen für "Pflanzentreibstoff Technologien" aber gegen Pflanzenöl.
Nur weis ich immer noch nicht wofür Du bist?

Nein bitte nicht mit dem was die Grünen sagen sondern DU

So schlimm find ich HJF nicht, gut hat auf seiner Internetseite CO² speicher
blödsinn stehen aber das schreib ich auch schon länger.

Und Wind wenn bläst ist gut für die Windkraftwerke, nur wie willst Du Strom machen wenn die stehen so das der *normal* Bürger bereit ist den zu erwerben
bevor es aus Klimagründen hier keine Menschen mehr gibt.

Deinen Beitrag http://forum.myphorum.de/read.php?f=569&i=5272&t=5231&v=tist
mit der Zeile sehr verwirend für mich

"Ich finde den neuen BUND Bericht echt in Ordnung, sind die Angepeilten 80 g CO 2 Ausstoß pro km bis 2020 doch realistisch"

da lieg ich ja heut schon drunter mit Biodiesel ( ich verwende aber nur RME
kein FAME http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/14/0,3672,6990,00.html )
soll ich bis dahin Nix tuen?

Dann schreibt mir Roland wieder 2006 ist lang vorbei.

Wie das mit der Fleischeslust und der Maus Miky war will ich gar nicht wissen,
ich tät mich ja Sündenfürchten
 

andreas Andreas

Aktives Mitglied
25.10.2005
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#9
Hallo
Freue mich, einmal etwas über die menschliche Umsetzung von Energie zu lesen, darunter auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Vegetarismus#Global-.C3.B6konomische_und_global-.C3.B6kologische_Begr.C3.BCndung

Michaels Hinweis:
" Schade finde ich, dass man erst den ganzen Müll, wie Wasserstoff oder Pflanzentreibstoff Technologien bekämpfen muß, ehe man dann geschlossen die eigentlichen Zukunftsprobleme angehen kann"
sehe ich auch weiterhin nicht so. Hier wird ein Thema hochgezogen, welches zwar in Politik und Gesellschaft eine Rolle spielt als Beruhigungspille, aber bei näherer Betrachtung ebenso wichtig wie PV ist.
Von daher finde ich die prinzipielle Schlechtmacherei unausgewogen. Ich meine: Es sollten alle erneuerbaren Energien zum Einsatz kommen, die ökologisch und wirtschaftlich einen Fortschritt gegenüber dem bisherigen ermöglichen.
Wenn eine Technologie 70% Einsparung an CO2 bringt und vielleicht ein mehr an Ackerbaufläche usw. so ist sie ernst zu nehmen. Man kann sie nicht ohne Argumente einfach ablehnen. Ich meine, man sollte das nicht prinzipiell verteufeln, sondern nur auf die Probleme, Begrenztheit usw. hinweisen.
Einige sagen: Ich kann Lebensmittel doch nicht verbrennen, um Auto zu fahren oder zu heizen oder...
Da muß ich (als Vegetarier) sagen: ...oder Tiere durchzufüttern, die nur für ihren Tod leben und durch künstliche Befruchtung erzeugt werden.
Alles Luxus?
Gruß
andreas
 

SB

Aktives Mitglied
19.05.2006
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#10
Hallo Andreas

Im Prinzip geben ich Dir recht. Allerdings sehe ich das so wie bei den KFZ die mit Verbrennermotor laufen. Wenn man nicht jedesmal sagt man fahre NICHT mit Erdöl dann geht jeder von Erdöl aus... So in etwa ist es bisher mit Ökobetrugsethanol und Ökobetrugswasserstoff (gasförmig oder flüssig im Tank). Wenn man nicht jedesmal auf die Probleme hinweist bzw. darauf wo der eigene herkommt, geht man eben von Ökobetrugsundhungertodethanol aus. Das überwiegt mit vermutlich über 90%. Und es wird schlimmer nicht besser. Davon muss man sich abgrenzen. Ich denke Michael sieht das ähnlich.

Da die Forschung sich eben auch hauptsächlich mit diesem beschäftigt, bleibt auch weniger für anderes (sinvolleres) übrig.

Die Frage ist also, ob die "Bio"-Sprit- und Wasserstoff-welle nicht (schon) kontraproduktiv ist.
Das muss man sehr genau beobachten.

Ich lehne diese Techniken nicht (ganz / prinzipiell) ab. Ich halte sie in der Menge in der diese eingesetzt werden für schädlich, systembedingt. Nicht im Einzelfall - regional. Ich bin der Meinung ein Teil der Befürworter versucht "uns" zu betrügen, ein Teil will nur Provit, ein Teil kapiert das Problem nicht und nur der kleinste Teil hat vernünftige, ehrenwerte und durchdachte Motive.

Zusammenfassung wann Biosprit auch Biosprit ist. Das Wichtigste zuerst:
- keine Verdrängung von Nahrungsmittelproduktion (Hunger)
- keine Abholzung von Wäldern (dann ist der CO2 Vorteil weg)
- die Energiebilanz muss stimmen - Transport, Verarbeitung (sonst wirkungslos)
- keine Düngung die Lachgas freisetzt und das (Grund) Wasser verseucht
- keine Spritzmittel
- keine Gentechnik

Wenn diese Voraussetzungen nicht wenigstens grossteils erfüllt sind ist Biosprit Augenwischerei und Betrug und sollte Betrugsundhungertodsprit heisen.

Grüsse Sebastianl
 

weiss

Administrator
15.01.2004
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#13
Manfred schrieb:

Schade häte meine neue Signatur werden sollen

http://www.kindergarten-workshop.de/index.html?/compi/smiley_liste.htm
erste Spalt das mit der Signatur und putzen
hallo manfred :)
und ich dacht die darunter....
Der Link wurde entfernt (404).
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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#14
Hallo Werner

Die stand schon in den Beitrag obendrüber mit der Umleitung,
nur nahm die durchs Internet ne Umleitung nach

<img src=http://www.smilies-and-more.de/pics/smilies/nature/050.gif>

dauert also noch eine klein weile bis Sie da ist
 
M

Michael Michael

Guest
#15
Hallo Manfred,
Sturre Leute sind meiner Meinung nach Menschen wie Hermann Scheer, Hans Josef Fell oder Roland Reichel, die nicht fähig sind Umweltschutzverbänden die Hand zu reichen und Kompromisse einzugehen.
Ich orientiere mich an dem Jahr 2020 . Ziel dabei ist es, den Primärenergie Verbrauch zu senken, den Anteil Erneuerbarer Energien zu erhöhen, den CO 2 Ausstoß der Kraftfahrzeuge zu halbieren, den Atomausstieg vollzogen und Braunkohlekraftwerke still gelegt zu haben.
Insbesondere der CO 2 Ausstoß von Kraftfahrzeugen liegt mir am Herzen. Heute liegt der Ausstoß bei ca 160 g CO 2 pro km (im Durchschnitt) und eine Halbierung ist schon sehr ambitioniert, wie ich finde. Natürlich könnten Solarmobile dabei eine große Rolle spielen aber solange unsere Stromversorgung so sehr auf Großkraftwerke ausgerichtet ist, bin ich geteilter Meinung. Bei anderen Vorzeichen sehe ich gute Chancen, dass auch Umweltschutzverbände uns unterstützen. Pflanzentreibstoffe, egal ob Ethanol, Rapsöl oder Biodiesel spielen in meinen Vorstellungen und in denen des BUND keine Rolle.
Gruß, michael
 

SB

Aktives Mitglied
19.05.2006
1.834
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#16
ach Manfred das ist doch nur eine kleine Mitteilung zu einem Kongress.
Warum nimmst Du die so ernst?
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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#17
Hallo Sebastian

Du willst mehr Seiten <img src=http://www.smilies-and-more.de/pics/smilies/confused/034.gif>

aber mach ich das wirklich ? <img src=http://www.smilies-and-more.de/pics/smilies/confused/004.gif>

http://www.nachhaltigkeits-check.de/cms/upload/pdf/StellungnahmeFortschrittsbericht04Endf.pdf

damits nicht zuviel zu lesen ist <img src=http://www.smilies-and-more.de/pics/smilies/confused/020.gif>

Piktogramm 15 Punkt 4 BtL Forschungsgelder ja gern
ich würd die Idioten gern treffen die das für die Wasserstoffwirtschaft
bewilligt haben. Nein das Smiley wär jetzt zu brutal, da können die jungen
nicht mehr gut schlafen.
 

andreas Andreas

Aktives Mitglied
25.10.2005
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#19
Hallo
Problem ist doch das Erzeugen von Spritersatz aus regenerativen Quellen? Woher kommt die Energie? Von der Sonne? Wo scheint sie drauf? Auf die Flächen. Also müssen wir bereit sein, diese Flächen auch zu nutzen. Eine Erdgasquelle bedeutet sehr wenig Flächenverbrauch im Verhältnis zur gelieferten Energie. Eine Land/Forst-wirtschaftliche Nutzung braucht sehr viel Fläche aber wenig Investition, zumindest macht der Bauer das, was er immer tut. Dann kommt die PV und Windkraft: Viel Investition, viel Fläche, keine gespeicherte Energie, aber sehr sauber und dauerhaft.
Kann eine dieser Energiequellen alle Anforderungen erfüllen?
Nein, weil die Anforderungen von Verbrauch und Erzeugung sich widersprechen. Es gibt aber Pfade in diesem System, die sich sehr direkt realisieren lassen, das sind die bekannten Vertreter: Pöl für Traktoren, Solarthermie für Brauchwasser, Deponiegas, PV, WKA bedingt, Vegetarismus und wie sie alle heißen.
Ein Ansatz, der einen Großteil der Energie durch einen bestimmten Prozess zwingt, z.B. Wasserstoff oder Strom oder Wärme oder Batterien, wäre m.M. nach sehr ineffizient, da er die verschiedenen Anforderungen der Verbraucher außer Betracht läßt. In Kombination mit Kraftstoffen aber sind diese Träger sehr leistungsfähig.
Lieber viele Rapsfelder als ein Tagebau? Es gibt enge Grenzen für unseren Energiehunger. In D ist ein Überleben ohne Energie-Importe nur schwer möglich. Es ist doch logisch, daß Flächenstaaten Landwirtschaftliche Produkte in Industriestaaten exportieren. Abgesehen davon, daß wir in der EG eine subventionierte Überproduktion haben, die über den Weltmarkt die lokalen Märkte verzerrt, ja pervertiert. Diese Pervertierung wird durch Energieplanzenanbau in neue Bahnen gelenkt. Dadurch wird dem Lebensmittelweltmarkt subventionierte Anbaufläche entzogen, so daß die Preise für Produkte aus einjährigen Pflanzen sofort steigen müssten. In der EU ist das nicht weiter schlimm, da sowieso auf Weltmarktniveau subventioniert, aber eigentlich gehört der Markt nach außen reguiert, damit eben kein Betrugs...Ethanol eingeführt wird, um im Kreis zu fahren. D.h., die Einfuhrmengen sollten sich an dem orientieren, was unter Umweltgesichtspunkten bei der Herstellung vertretbar ist. Es kann nicht darum gehen, z.B. Ethanoleinfuhr generell zu verbieten.
So schaffen wir einen Offset an CO2 zu vorher, bspw. indem Rapsprodukte dem Diesel beigemischt werden. Wir brauchen auch kurzfristig realisierbare Ziele und Lösungen, damit Reserven z.B. für die PV-Produktion oder die Abschaltung von besonders schädlichen Kraftwerken freiwerden.
Also nehmt die nachwachsenden Kraftstoffe ernst, begleitet sie mit Argumenten und Forderungen und diskutiert technischen Fortschritt und Effizienzsteigerung.
Langfristig müssen wir uns auf einen Mix aus Biorohstoffen und bekannten erneuerbaren Energien beschränken, wenn nicht die Ausserirdischen kommen...
Ist doch klar, daß Biorohstoffe nicht den kompletten Bedarf decken können, genausowenig wie Solarmobil für alle. Vielleicht in 100 Jahren.
Gruß
andreas
 
#20
Hallo Herbert,
vielleicht war ja auch gar nicht stur gemeint. Vielleicht war starr gemeint oder störrisch.

... und mir tun nicht nur die Augen weh. Da wird gehauen und gekloppt wie am Stammtisch.

Und dann beklagen sich diese eher beklagenswerten Diskussionsgenossen noch, dass ich dies Spiel nicht mitmache.

zu MichaelMichael alias Michael Bernhardt, zweiter Vorsitzender von Solarmobil Rhein Main, ehemaliger Automechaniker und jetziger Fußgänger: Vor etwas mehr als einer Wochen sassen wir ganz friedlich nebeneinander in Rosenthal im Hause TWIKE anläßlich der Hauptversammlung des bsm. Da hat er mich keineswegs angegriffen, ihm war weder vom Kaffee (den er getrunken) noch von Pflanzenöl schlecht (er saß fast ausschließlich neben Pflanzenölfahrern), und er ist gerne bei anderen im Auto mitgefahren - ganz ohne Angst, das das Benzin, das dabei verfahren wurde, zu Krieg in Nahost oder Hunger in Brasilien führt.
Und MichaelMichael: in der bsm Hauptversammlung hatte ich erwähnt, mit welchen Verbänden wir zusammenarbeiten: DGS (gemeinsamer Ausschuss "Solare Mobilität"), Bundesverband Pflanzenöle e.V. (na ja, da wird Dir wohl eher schlecht), Bundesverband Biogene Kraftstoffe (mal sehen, wie sich das entwickelt, denn nicht alles von denen entspricht meiner Meinung). Außerdem haben wir Aktionen mit Greenpeace schon gemacht, als Solarmobil Rhein Main noch gar nicht gegründet war. Und mit den Naturfreunden Hessen wollen wir gemeinsame Tankmöglichkeiten für E-Mobile entwickeln, frag Rainer, wenn Du das vergessen hast.

Aber hier im OffTopic habt ihr euch gefunden, die starren, die sturen und die störrischen und haut aufeinander ein, dass es nur so kracht.
Ich suche noch eine Möglichkeit, aus diesem Wind oder dieser heißen Luft, die ihr hier macht, Energie zu gewinnen. Vielleicht frage ich mal die Spezalisten der Müllverbrennung. Da jedenfalls gehören viele Beiträge hin.

Zur Frage der Lebensmittel und Landnutzung?
Darf ich jetzt keine Baumwollwäsche mehr tragen? Immerhin geht viel Land für Baumwollanbau drauf, und das gerade in Ländern, wo es noch Hunger gibt.
Dürfen wir kein Holz mehr schlagen in Deutschland, für Bauholz, Möbel, Papier oder Brennholz? Nur weil es Armut in Brasilien gibt und dort Schindluder mit dem Land getrieben wird? Dürfen wir kein deutsches Pflanzenöl fürs Auto verwenden, weil Ethanol in Brasilien schlecht hergestellt wird. Darf ich keine Tropenholz-Möbel aus Indonesien oder Vietnam mehr kaufen? Weil es neben verantwortungsbewußter Holznutzung dort auch Verbrecher gibt, die das Land kaputt machen?
Leider gibt es die einfachen Antworten von MichaelMichael nicht wirklich. In dieser Einschätzung bin ich stur, starr und störrisch. Und eines weiß ich genau: Die Welt ist doch etwas komplizierter. Durch das Diskutieren oder Aufeinander-Eindreschen in diesem Forum verändern wir gar nichts. Echte und gute Antworten finde ich in diesem Forum nicht mehr, und die Zeit zum Anklicken der vielen Links, die einem hier nur so um die Ohren, die Augen oder die (Computer-)Maus verpasst werden, habe ich nicht (mehr). Daher weigere ich mich ganz einfach dieses Spiel weiterhin mitzuspielen.
Selbst das Mitlesen ist manchmal schwierig durch teilweise einfach unverständliche Beiträge. Sätze ohne Sinn und Verstand und Bedeutung, aber voller Seitenhiebe. Manfred, Du kannst es besser. Nimm es mir nicht übel, aber Deine Beiträge zu beantworten ist schlicht unmöglich bis Zeitverschwendung. Und zum Verständnis: Es wäre schon viel gewonnen, wenn Du Dich jeweils auf ein Thema konzentrieren würdest und nicht jedesmal zu einem Rundumschlag gegen alle und alles ausholen würdest, mit teilweise unverständlich Seitenhiebe auf Aktionen und Personen. Das Vergnügen beim Lesen Deiner Beiträge ist mir jedenfalls irgendwo mal verloren gegangen. Hauptsächlicher Grund: wegen Unterschiede in der Bewertung dieser schwierigen Weltenlage oder auch persönlicher Energienutzung nimmt Du (und andere) sich das Recht heraus, Deine Diskussionspartner persönlich zu beschimpfen. Auch wenn das vielleicht so bayrische Art ist: Ich will das nicht.

Gruss und byby, RR