Brauner Niederschlag auf Zellstopfen

Herbert Hämmerle

Aktives Mitglied
13.12.2004
1.140
Hallo !

Bei einer Routinekontrolle meiner Batterien fiel mir auf, daß sich auf den Zellstopfen ein brauner Niederschlag gebildet hat.

Während meiner Kontrolle befand sich die Batterie in der Nachladephase (45V/4,5A).
Die Gasentwicklung war nicht sehr stark, trotzdem war die Säure leicht getrübt.

Nachdem der Niederschlag braun ist, tippe ich auf Abschlammung aus den positiven Platten.

Kann es sein, daß die 35A Ladestrom (die ich bis 43Volt fahre, anschließend schalte ich das SPE händisch weg) doch zuviel für diese 90Ah/C5-Panzerplattenbatterien ist ?
Ich habe bei NBA nachgefragt, lt. diesen Angaben sollte max. mit 20A geladen werden. Dies widerspricht wieder einigen Aussagen, hohe Ströme von 30-50A täten den Batterien gut.

Zitat Email von NBA:
ref. your questions about technical datas for our 4TG12N, please find following replies:

- Min. discharge is 1,7V/cell
- Max charging voltage bef. gass. is 2,4V/cell
- Max charging current bef. gass is 20A
- Max charging voltage to equal. is 2,65V/cell
- Max charging current to equal. is 3,75A

Ich habe sicherheitshalber den Strom in der Nachladephase durch Jumper im ZIVAN auf 3,2 A runtergestellt.

 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.473
Hallo Herbert,

machst Du das Laden temperaturkompensiert?

Das Problem ist nämlich, dass bei solch hohen Ladeströmen sich Batterie intern beträchtlich erwärmt. Dies können gut und gerne 40+ Grad sein. Bei diesen Temperaturen fangen die Batterien schon bei niedrigerer Spannung zu gasen an. Ich würde schon ab etwa 40 V auf die Nachladephase umschalten und das Nachladen mit nicht mehr als 43 V machen.

Ich hoffe Deine Batterien sind nicht schon hinüber. :(

Wie sehen eigentlich die Spannungen der drei Batterien beim Laden aus?

Übrigens kann man das mit den hohen Strömen zu laden nicht verallgemeinern. In allem was ich bisher so gelesen habe profitieren in erster Line geschlossene Batterien davon.

Gruß,
Emil
 

hcqniost

Mitglied
12.08.2013
169
hallo herbert!

ich vermute mal,dass du den strom zu lange hoch lässt?ich würde auch bei knapp 40-42v langsam den strom runter drehen.hoher strom ist solange gut,wie er 1. nicht zusammenfällt mit hoher ladespannung,und 2. nicht zu einer wesentlichen erwärmung des akkus führt.

Gruss,Carlo
 

Herbert Hämmerle

Aktives Mitglied
13.12.2004
1.140
Emil schrieb:

machst Du das Laden temperaturkompensiert?
Ich würde schon ab etwa 40 V auf die Nachladephase umschalten und
das Nachladen mit nicht mehr als 43 V machen.

Ich hoffe Deine Batterien sind nicht schon hinüber. :(

Wie sehen eigentlich die Spannungen der drei Batterien beim
Laden aus?
Ich habe ein ZIVAN NG1 (20A) mit Temperaturfühler. Bei 25GradC beginnt dieses schon bei ca. 42,7Volt den Strom herunterzuregeln. Bei ca. 5-8A liegen dann 43,2V(bei 25 Grad) an.

Ich könnte natürlich noch nach unten korrigieren. Ab Werk war das ZIVAN um ca. 0,6Volt höher gestellt. Das könnte auch ein Grund sein, warum meine Banner/Trojan 109Ah von damals nicht so lange hielten.

Falls ich das zweite Ladegerät (15A) parallel schalte (max. 35A incl. ZIVAN), werde ich dies künftig schon bei 41,5Volt wegschalten.

Die Batterien haben erst 400km drauf und sind zum Glück noch nicht spürbar beschädigt - die Reichweite ist gleich wie zu Beginn.

Die Spannungs-Symmetrie der 3 Blöcke beim Laden ist sehr gut, max. 150mV Abweichung.

Wenn die Batterien ca. 30Grad haben, dann ist die Spannungssteifigkeit sehr gut.
Drunter läuft es etwas müde.

 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.473
Ich habe ein ZIVAN NG1 (20A) mit Temperaturfühler. Bei
25GradC beginnt dieses schon bei ca. 42,7Volt den Strom
herunterzuregeln. Bei ca. 5-8A liegen dann 43,2V(bei 25 Grad)
an.
Hast Du den Temperaturfühler an einem der Pole angebracht?

Gruß,
Emil
 

Herbert Hämmerle

Aktives Mitglied
13.12.2004
1.140
Emil schrieb:

Hast Du den Temperaturfühler an einem der Pole angebracht?
Zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich den Fühler zuerst auch am Gehäuse montiert habe :)
Die Montage am Pol ist aber naheliegend, was ich jetzt auch durchgeführt habe.
In den Unterlagen des ZIVAN vermisse ich leider einen solchen Hinweis.

Das ZIVAN NG1 war ab Werk einiges zu hoch eingestellt, was wahrscheinlich auch die kurze Lebensdauer meines ersten Banner-Batteriesatzes bewirkt hat...

1. Die Wert für die U-Phase war um ca. 1Volt (bei 18 Zellen) höher
2. Der Stromwert für die Nachladephase war auf 4,4 A eingestellt, was für eine 90Ah-Batterie eher hoch ist. Jetzt fahre ich mit 3,3A

Wenn beide Werte überhöht sind, können m.E. Lebensdauerverkürzungen durch Überladungsschäden entstehen.