Blei-Gel-Batterien Memoryeffekt?

R

Rüdiger

Guest
Gibt es jemanden, der etwas genaueres weiss?
Gibt es jemand weiss, der wei´ß warum Blei-Gel-Batts einen Memoryeffekt haben sollen, den ja Bleisäuerebatts nicht haben.


Und bitte nicht nur, ja haben sie oder nein haben sie nicht , mich würde eine genauere Information dazu interessieren.

mfg rüdiger

http://www.elektro-autos.de

.
 
C

Carlo

Guest
hi,

hab ja schon text dazu geschrieben.siehe im forum unter http://www.myphorum.de/forum/read.php?f=567&i=723&t=690 !

gruss,carlo

es ist umgekehrt!!blei-säure ist MIT memory-artigem effekt;blei-gel meist weniger...
 

Tobias Claren

Neues Mitglied
14.06.2004
4
Hallo.

Haben Blei-Gel-Akkus (und Blei-Säure?) wirklich keinerlei Memory-Effekt?
Das ELV-7000-Ladegerät bietet bei Blei kein "Refresh"-Programm. Auch dieses Cycle-Programm-Symbol ist nicht wählbar.

Dennoch scheint sich mit jedem von Hand gestarteten Testdurchlauf (der ist ja wählbar) die Kapazität einer 8,6Ah-Blei-Gel-Motorrad-Starterbatterie zu erhöhen.
Die soll ein Jahr alt sein. Erst waren es nur 3,8Ah, dann 4,7Ah, und beim letzten Mal 5,1Ah.
Ich lade mit 0,25C (der Wert steht wengistens im Beipackzettel), also 2,150A.
Beim Entladen die maximalen 3,5A des Gerätes.

Interessant wäre allerdings, für welchen Entladestrom die Hersteller ihre Kapazität angeben.
Die 3,5Ah sind wohl für eine Starterbatterie nicht zu viel, aber für einen realen Zustand verglichen mit der Neukapazitätsangabe bräuchte man den Original-Entladestrom-Wert.
 

Sven Salbach

Bekanntes Mitglied
15.03.2007
8.542
43
Hannover
www.litrade.de
so sieht es aus.
Es geht hierbei nur um das Desulfatieren, eigentlich bedarf es dazu aber keiner Entladung ! und erst recht keinen ganzen Zykles, Blei sollte genauso wie Li keinesfalls unnötig gezyklet werden!

Ich würde auch eher sagen wenn überhaupt bei Vlies und Säure aber nicht bei Gel, und auch dort ist es kein memory Effekt sondern hat was mit Säureschichtung zu tun die es bei Gel nicht gibt
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.526
Haben Blei-Gel-Akkus (und Blei-Säure?) wirklich keinerlei Memory-Effekt?
Als Memory-Effekt bezeichnet man einen Kapazitätsverlust der bei ständiger Teilentladung die verfügbare Kapazität auf die entnommene Kapazität reduziert.

Blei-Akku haben mit ständigen Teilentladungen keine Probleme, eher das Gegenteil.Die Insgesamt während der Lebensdauer zu entnehmende Kapazität ist mit tielentladungen sogar höher als wenn man den Akku immer voll entlädt.

Was Du als Kapazitätsverlust siehst ist verursacht durch harte Sulfatierung der Platten. Diese entsteht wenn ein Bleiakku längere Zeit im teil-entladenen Zustand steht. Bleiakkus sollten nach einer Entladung immer gleich voll geladen werden, damit das beim Entladen entstandene Sulfat sofort wieder abgebaut wird. Andernfalls kann sich das Sulfat in hartes Sulfat verwandeln, das sich beim normalen Ladevorgang nicht mehr auflöst.

Dennoch scheint sich mit jedem von Hand gestarteten Testdurchlauf (der ist ja wählbar) die Kapazität einer 8,6Ah-Blei-Gel-Motorrad-Starterbatterie zu erhöhen.
Die soll ein Jahr alt sein. Erst waren es nur 3,8Ah, dann 4,7Ah, und beim letzten Mal 5,1Ah.
Der Akku war anscheinend längere Zeit im teilentladenen Zustand. Durch das Laden wird das Sulfat wieder teilweise abgebaut, aber ganz reversibel wird das nicht mehr sein. Du solltest aber keine unnötigen Vollzyklen fahren, da dies auch die Lebensdauer des Akkus reduziert. Es reicht völlig wenn Du den Gel-Akku längere Zeit auf 2,4 V/Zelle und 20° C lädst.

Ich lade mit 0,25C (der Wert steht wengistens im Beipackzettel), also 2,150A.
Beim Entladen die maximalen 3,5A des Gerätes.
Der für Bleiakkus sehr hohe Wert von 0,25C ist nur beim Zyklenbetrieb sinnvoll. Bei Gel hat er allerdings den zusätzlichen Effekt dass dieser Stromkanäle in das Gel reißt, so dass sich die Ladungsträger schnell bewegen können. Insofern schadet der hohe Ladestrom bei Gel-Batterien ab und zu nicht.

Interessant wäre allerdings, für welchen Entladestrom die Hersteller ihre Kapazität angeben.
Die 3,5Ah sind wohl für eine Starterbatterie nicht zu viel, aber für einen realen Zustand verglichen mit der Neukapazitätsangabe bräuchte man den Original-Entladestrom-Wert.
Typischerweise wird für kleinere Bleibatterien die Kapazität mit etwa 0,05C oder gar 0,01C ermittelt. Wegen des Peukert-Effekts bekommt man bei 0,25C wahrscheinlich nur 70-80 % der Kapazität heraus.

Mit welcher Ladespannung pro Zelle arbeitest Du?
Wie lange wird die Ladespannung gehalten bis das Ladegerät abschaltet?
Bei welcher Temperatur lädst Du?

Lade mal mit einem maximalen Ladestrom von 0,1C und halte die Spannung etwa 24 h auf einem Wert von etwa 2,35V/Zelle bei 20°C. Danach bestimmst Du die Kapazität mit einem Entladestrom von etwa 0,05C bis zu einer Entladespannung von 2,75V/Zelle.

Danach den Akku unbedingt wieder sofort vollladen. Auf jeden Fall solltest Du den Akku zum Auffrischen nicht zyklieren, sondern einfach nur richtig vollladen, und Kapazitätstests mit voller Entladung nur ganz selten machen, da jeder Zyklus die Lebensdauer verringert.
 

Manfred aus ObB

Bekanntes Mitglied
12.12.2006
7.086
[size=medium]Als Memory-Effekt bezeichnet man einen Kapazitätsverlust der bei ständiger
Teilentladung die verfügbare Kapazität auf die entnommene Kapazität reduziert.[/size]
Ein ausführlicher Beitrag Emil, obs den ersten Beitragschreiber hilft :confused:

Schrieb der doch vor 14 Jahren ( da sieht man mal wieder, das ein gutes Forum lange Lebt :spos: )

[size=medium]Und bitte nicht nur, ja haben sie oder nein haben sie nicht , mich würde eine genauere Information dazu interessieren.[/size]
eventuell bekamm Er auch vor 14 Jahren schon eine Antwort, aber der Link ist inzwischen verstorben :eek:
 

Tobias Claren

Neues Mitglied
14.06.2004
4
Die 0,25C sind laut Zettel immer empfohlen.
Man darf notfalls auch mit 1C laden steht darin. Aber nur, wenn es schnell gehen soll.

Außerdem lädt das Gerät auch nur maximal diese 0,25C, denn wenn man im Betrieb drauf sieht schwankt der angezeigte Ladestrom doch deutlich.
Zum Ende hin auch immer weniger.
Da sind dann z.B. auch "0,84A" statt der 2,15A zu sehen.




"Wegen des Peukert-Effekts bekommt man bei 0,25C wahrscheinlich nur 70-80 % der Kapazität heraus."


Das wäre ja der Ladestrom.

0,05C oder 0,01C auch bei KFZ-Starterbatterien?
Es ist ja keine Traktionsbatterie die ein Fahrzeug antreibt, falls das wichtig ist.



Ladespannung pro Zelle?
Ich stelle an diesem ELV-7000 die Gesamtspannung in 2V-Schritten ein.
Es gibt schließlich auch nur zwei Kontakte. Es ist ja eine Batterie zum Anlassen des Verbrennungsmotors.


Das Gerät ist vollelektronsch, es schaltet ab, wenn die Ladeschlussspannung erreicht ist.
Beim entladen habe ich auch keinen Einfluss auf die Entladeschlusspannung.
Dafür wähle ich zuvor den Typ der Batterie aus.

Hier die PDF zum Gerät:
http://files.elv.de/service/manuals/ALC7000/ALC7000_KM.pdf

Hier noch was englisches privates auf die Schnelle:
http://www.hjreggel.net/electronics/ALC7000.html


Das Gerät sieht etwas anders aus, aber das Gehäuse ist das Gleiche, die Front und die Positionen der Knöpfe sind etwas anderers.

Wenn ich wollte, könnte ich es auch an den PC anschließen, und ein Diagramm etc. des ganzen Vorgangs erstellen.


Die Temperatur ist Zimmertemperatur.
Aktuell unter der Heizung, abher "warm" ist es da auch nicht. Eigentlich ideal.
Also keinesfalls in der Kälte.
 

thegray

Bekanntes Mitglied
15.04.2008
8.456
Die Spannungen sind eben der Anzahl der Zellen hochzurechnen.
Und Endspannungen sind Näherungen immer eine frage des vorherigen Ladestroms; Zelltemperatur und Elektrolyt/ Elektrodenaufbaus selbst wenn das nur ein paar Duzend Millivolt ausmacht ....
Wenn du eine Schnittstelle hast dann ist das das 7000 exp. der hat dann auch die evtl. Möglichkeit einen Temp.-Kompensation zu fahren evtl. sogar mit Hilfe eines ext. Temp.Sensors -> Zubehör?

Im übrigen wurde allgemein gesprochen und es gibt eben Fälle respektive Ladegeräte wo man die Ladespannung eben anpasst bzw. anpassen kann.

Der Ladestrom schwankt bei dem ELV7xxx auch deswegen weil das Gerät die Block- also korrekterweise die Klemmspannung, Stromlos mißt um Kontakt- und Leitungswiderstände nicht in die Spannungsmessung einfliesen zu lassen. Und danach den neuen Zyklus anpassen muß - die Cloumb´s Kalkuliert dieses trotz der Unterbrechungen und Schwankungen aber sehr genau.


Starter Akkus - sind was Ströme angeht etwas "bereitwilliger" die Großen haben kein Problem auch mal deutlich >400A zuliefern.

Generell gilt aber mach kein Stress haste länger was von - gilt für jeden Speicher.

Mit kleinen Strom mal länger zu laden kann auch dazu führen das Bereiche die sich bisherigen Ladung "Passiv" verhalten haben doch etwas Ladung annehmen während andere schon am "Elektrolysieren" sind.
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.526
0,05C oder 0,01C auch bei KFZ-Starterbatterien?
Es ist ja keine Traktionsbatterie die ein Fahrzeug antreibt, falls das wichtig ist.
Ja, auch bei Startbatterien. Bei Startbatterien ist der Wert aber nicht wirklich relevant, da kommt es auf den maximalen Kaltstartstrom (CCA) an.

Ladespannung pro Zelle?
Ich stelle an diesem ELV-7000 die Gesamtspannung in 2V-Schritten ein.
Es gibt schließlich auch nur zwei Kontakte. Es ist ja eine Batterie zum Anlassen des Verbrennungsmotors.
Ich habe das allgemein geschrieben, da es auch Batterien mit anderer Zellenzahl gibt.

Das Gerät ist vollelektronsch, es schaltet ab, wenn die Ladeschlussspannung erreicht ist.
Das ist schleicht, weil dann die Absorptionsphase (CV-Ladung) fehlt. Es sollte mindestens so lange mit der Ladeschlussspannung weiter geladen werden bis der Ladestrom auf unter 1 % der Kapazität fehlt.

Beim entladen habe ich auch keinen Einfluss auf die Entladeschlusspannung.
Dafür wähle ich zuvor den Typ der Batterie aus.
Dann ist das Ding nicht zum Laden und zur Bestimmung der Kapazität geeignet.

Wenn das Ladegerät keine Absorptionsladung unterstützt und Du kein anderes Ladegerät hast, solltest Du einige Male den Ladevorgang starten, damit der Akku nach und nach ganz voll wird. Auf jeden Fall solltest Du den Akku nicht mutwillig so häufig tief entladen, da damit die Lebensdauer verkürzt wird.
 

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