Bernds Saxo - Elektroauto Forum

Bernds Saxo

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Entenbrüder

Neues Mitglied
20.01.2026
9
Raum Tübingen
Hallo zusammen,

mal ein kurzes Update meinerseits und auch gleich Frage zur Technik.

Die mechanischen Punkte die anstehen habe ich ja bereits mal aufgeführt. Da sind auch alle Teile eingetroffen, die werde ich jetzt nach und nach verbauen.

Ganz aktuell hat sich nun aber noch folgendes ergeben. Die Akkus waren ja tiefentladen und teilweise auch umgepolt. Die habe ich erstmal alle wieder zurück gepolt und mit einem Zehntel der Kapazität vorgeladen. Da unbekannter Zustand und Zeitpunkt der letzten Wasserwartung habe ich mich erstmal darum gekümmert. Beim Laden tropfte bereits Wasser aus der Überlauföffnung der Wasserwartung, was mich schon gewundert hatte. Wasser habe ich dann gefüllt außer die hintere rechte Fülllinie, da wollte Nix rein.
Gestern also kurz die hintere Akkukiste ausgebaut. Die Fülllinie war von einem Plastikstopfen am Eingang des ersten Akkus verschlossen. Das sah mir sehr nach Überbleibsel eines früheren Akkuumbaus und vergessene Kappe aus 🙄
Der Durchgang ist jetzt zumindest wieder frei.

Da ich den Kasten dann wieder offen vor mir hatte wollte ich aber noch dem Tropfen auf die Schliche kommen… Tja, was soll ich sagen. Der beliebte Fehler. Separator Kühlwasser zu Innenleben an (zumindest) einem Akku defekt. Drückt also tapfer Kühlwasser in den Akku. Hab’s dann für gestern mal gut sein lassen. Werde aber alle Akkus des Kasten noch einzeln prüfen, ob’s nur der eine ist, oder weitere den gleichen Fehler haben.

Frage nun, da die Akkus ja geschlossen sind. Gibt es einen schlauen Trick, wie ich (per Dichtemessung?!?) prüfen kann, wieweit schon Kühlwasser vorgedrungen ist, also wieviel Akkus schon betroffen sind? Im schlechtesten Fall müsste ich wohl alle Akkus aus dieser Fülllinie tauschen.
Zumindest der letzte hat aber eh ein Problem. Spannung ein Volt unter den restlichen im Kasten. Sonst sind die tatsächlich trotz Kühlwasser schön gleichmäßig, was die Spannung angeht (~6,8 V).

Schöner Gruß
Simon
 

Martin Heinrich

Aktives Mitglied
21.08.2008
1.741
Ob noch mehr Blocks über die Nachfüllanschlüsse mit Frostschutz "gewartet" sind hängt ja in erster Linie von der Position des defekten Blocks ab. Im Worst Case sind 6 beeinträchtigt. Hatte ich so mal in der vorderen Box unten - da konnte ich alle sechs Stück austauschen:-(
Wenns so ist "sei froh" dass PSA das damals für hinten aufgeteilt hat (wegen der Summenspannung über die Füllanschlüsse) sonst wären bei defekten Block auf Position 1 alle 10 folgenden geschrottet...
 

citicar75

Aktives Mitglied
13.08.2018
601
Hallo,
… ist die absolute „A - Karte“. Also feststellen, wo der Übergang zwischen Kühlung und „Akkuinnenleben“ ist und von dem Akku in Richtung Wasserwartungsüberlauf
Kann der Laie eigentlich die Akkus „Schrotten“. Wie das Frostschutzmittel mit dem Elektrodenmaterial sich vereinigt ist nicht bekannt und wäre eine „Forschungsarbeit“ wert (oder nicht). Wie normales Wasser im aktiven Bereich der Akkuzelle sich verhält ist hinreichend bekannt - gewaltige Selbstentladung und damit ein „nicht korrigierbares“ Auseinanderdriften (selbstentladung) in Bezug zu die nicht betroffenen Akkus.
Für die Spezies gibt es Möglichkeiten, diese Akkus „zurückzuholen“. Diese nicht ungefährliche „Schweinerei“ … „ … Schweigen ist Gold (und Gesundheit)“ …

Und: Wasserwartung nur wenn die Akkus voll geladen sind, Erinnerung maximaler Laugenstand, AquaDest vorwärmen … gibts hier mehrere Beiträge
Viel Erfolg
 

Entenbrüder

Neues Mitglied
20.01.2026
9
Raum Tübingen
Ok, also demnach keine wirkliche Möglichkeit der Feststellung?!
In dem Fall ist es leider die erste Batterie in der Nachfüllkette links. Dann sind wohl fünf Stück fällig. Nun mal sehen...
Wie ich gelesen habe waren die Separatoren der späteren Baujahre besser. Gibt es da ein Datum dazu? Ich meine mal was von 2004 gelesen zu haben??? Dann würde ich versuchen da an welche zu kommen.

Schöner Gruß
Simon
 

Martin Heinrich

Aktives Mitglied
21.08.2008
1.741
Wenn du sie eh vor dir hast kannst du sie natürlich auch vermessen. Dabei vorab Kontrollblick auch mal von unten aufs Gehäuse und Erwärmung einzelner Zellen beachten. Wenn du mehrere Zyklen mit nicht fallender - bei "nur" eingeschlafenen Blocks erwartet man ja eher eine Steigerung - Kapazität rausbringst taugen die ev. doch noch für Traktion. Kommt dann auf die reale Kapa bei Belastung im Auto an. Deswegen empfehle ich Laden mit 20A und Entladen mit 100A, da trennt sich die Spreu vom Weizen.

Bei der Suche nach Ersatzblocks auch darauf achten dass man nicht nur D oder G bekommt!
Wegen Baujahre, naja musst halt Fitte bekommen, nützt nichts da groß drauf zu schielen wenn sie dann Matsch sind. Ich hab jahrelang 1997-1999 Blocks gefahren - waren mit die stärksten aber empfindlicher bei hohen Strömen und/oder langen Touren...
 
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citicar75

Aktives Mitglied
13.08.2018
601
… ich würde bei diesem Patienten die gaaaanz große Werkzeugtasche aufmachen.

Also, ALLE Akkus ausbauen und messen. Um realistische Vergleichswerte zu bekommen, sollte man nach der (saftigen) Werksprüfvorschrift vorgehen, also Ladung plus „Überladung“, Erfahrungswert 120Ah sollten ohne Erwärmung des Akkus reingehen, Entladung mit 1/10 der Nominalkapa und zu guter Letzt die Messung des Innenwiderstandes bei Erreichung der Minimalspannung.
Pro Akku kann man locker mal einen Tag zum Messen verplanen, dann haben meine Prüfgeräte eine Funktion - messen der entladenen Ah, danach nochmal laden/entladen undwenn dann die gemessenen Ah mehr sind als vorher - noch ne Wiederholung - so lange bis keine Ah Erhöhung mehr feststellbar ist.
Nicht zu vergessen, vorher den Memoryeffekt „killen“ sonst ist die gesamte Messung Mist, „wer viel mißt, der mißt auch viel Mist … oder so“

Da das Akkusystem kein BMS hat und das Angleichen des SOC hier über eine „Überladephase“ erfolgt, ist es notwendig Akkus mit (ungefähr) gleiche Kapazität einzubauen. Das war auch der Grund, daß früher nur ganzenAkkukisten gewechselt wurden. Die dort verbauen Akkus waren ausgemessen und hatten die etwa gleiche Kapazität. Ist natürlich heute illusorisch …
Das Problem ist nicht die Ladung, sondern die Entladung. Sollte sich einer der 20 unter Null Volt entladen, also dann über den Entladestrom der anderen „invers“ geladen werden, entsteht durch die Elektrolyse Wasser- und Sauerstoff im Akku, der dann über das Bewässerungssystem an die angeschlossenen Akkusweiterverteilt wird. Ist absolut nicht prickelnd dann ein zündfähiges Gemisch dortzu haben 🥺

Akkus neuerer Bauart, man spricht mit Jahrgang 2003 wird eine Experientalphase eingeleitet, bei der der Kunde die „Qualitätssicherung“ ist - man kann Glück haben,
Oder auch nicht, dazu gibt es die „chargennummer“ auf dem Akku.
Ab Jg 2004 ist man dann auf der Insel der Stabilität. Die (inneren) Konstruktionsmerkmale und die elektrischen Parameter der Akkus dieser Bj. Unterscheiden sich !!!
Ein Beispiel Akkus vor 2002 waren auf maximale Kapazität getrimmt, hatten neu so um die 115- 120Ah, Akkus nach 2004 nur noch zwischen 105 und 110Ah.
Meine Erfahrung ist, wenn man ein stabiles System haben möchte, diese Baujahre nicht zu vermischen.

Frage an Martin Heinrich: Zitat:
„Bei der Suche nach Ersatzblocks auch darauf achten dass man nicht nur D oder G bekommt“
Was gibt es noch außer D und G, mir sind die Akkus „xxx MR“ noch bekannt, die ohne die Kühltaschen … ?
Und, statistisch sterben die Akkus der Bj. 97 bis 2002 nach etwa 1000 lade/entladezyklen durch Kristallbildung an den Elektroden, die dann den zu dünn bemessenen Separator durchschlagen und einen Elektrodenkurzschluß mit verheerenden Folgen
Hervorrufen.
Es empfiehlt sich auch ein akkukontrollsystem einzubauen, womit man an jeden Akku herankommt, ihn messen kann und bei Notwendigkeit „BMS spielen kann“.
Ich habe gerade die Akkus eines Saxos in der Garage stehen und sie verlangen sehr viel Zuwendung und Liebe, ein Monat ist dann fast gar nischt …
Also diese Aufgabe nicht unterschätzen, Fragen - dafür ist ja das Forum da …😎
 

Martin Heinrich

Aktives Mitglied
21.08.2008
1.741
Hallo Lutz (stimmt das?), zumindest zu den Säften muss ich nichts mehr fragen, bei mir sind nur noch ein knappes Dutzend als 12 Volt Puffer an Insel PV verbaut:)

Beim Einkauf von STMs war mein Hinweis an Simon dass er nicht nur D oder G einkauft, wird sicher nicht nur eine Sorte brauchen wenn er wirklich ans Wechseln geht. Zu den Baujahren kann ich nur sagen dass ich seinerzeit zu meinem AX den ich aus CH geholt habe vom Verkäufer nochmal ein paar Ersatzblocks nachgeschickt bekommen hab. 2 Stück auf dem Postweg (gefüllt, in Pappschachtel die kaum größer war als die Dinger!), eingebaut vorne oben um im Pannenfall gut hinzukommen. Meine Exceltabelle war am Ende bei Nr. 44 (inclusive der Erstaustattung) und die beiden 1997er waren bis zum Schluss drin.
Natürlich hab ich den Flohzirkus überwacht, musste ja wissen welcher Kandidat angezählt und als nächster dran ist...
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