Berlingo Umbau auf Lifepo4

Wade

Neues Mitglied
23.05.2015
8
Servus miteinander,
ich hab 2014 einen Berlingo gekauft mit Saft Zellen, nach 2 Jahren sind davon jedoch einige kaputt gegangen, ich hab welche ausgetauscht, es ging für ein paar Wochen wieder und dann haben die nächsten aufgegeben. Ich hatte dann keine Zeit und Muse mehr mich damit zu beschäftigen, seitdem steht er rum und wartet auf neue Batterien, bzw einen Umbau auf Li-ion Akku zu bekommen.

Will das ganze nun endlich mal angehen und hab daher ein paar Fragen:
Hat jemand Infos welche Zellen in die Kästen gut reinpassen?
Welches BMS bzw mehrere verbauen, die dann auch die >160V aushalten?
Hat jemand nen Link wo jemand schon einen Berlingo auf Lithium bzw Lifepo umgebaut hat?
Welche Ladeendspannung bringt das Original Ladegerät?


Ich hatte an solche Zellen gedacht:

oder 120Ah


Davon dann ~50-60? Stück eingebaut ergibt >160V Bordspannung und 16-20kWh Kapazität.
Ist eher nen Bastelobjekt zum ausprobieren wie gut und praktikabel das funktioniert, ich hab noch ein paar größere Projekte im Kopf und wollt erstmal mit was Kleineren anfangen.
Vielleicht kann man den Berlingo dann auch als fahrenden Solarspeicher nutzen.

Für Infos und Anregungen wäre ich sehr Dankbar

Grüße
 

thegray

Bekanntes Mitglied
15.04.2008
8.713
Nun wenn Spielgeld keine Rollex .....
LIFOPO ist schon keine schlechte Wahl.
Lieferrant und Hersteller ist ein separates Thema.

In der Summe sind wohl am häufigsten vor allen in den ersten Jahren die 100Ah TS/Winston zum Einsatz gekommen die passen auch von den Abmessungen in die vorhandenen Batteriekästen. ( was nicht ausschl. noch andere mit Luft nach oben haben die Originalen Saft MRE100 ca.12,5 x25x25 also 2Stück haben dann Würfelformat....) den Rest kann man sich ja dann Ausrechnen 11er; und wie weiter ......6 und 4er Kiste ......
(UND Vorab am besten dem TÜVler nicht davon was man...... die NICD Fahrzeuge haben in D eine Sondergenehmigung für die Zulassung bekommen mit Eintragung auf die Säfte - Bei mir war nicht nur ein Eintrag in Brief sonderen auch ein verweis nur Gültig mit zusätzlicher Sondergenh. XXXXX vom für FIN xxxxx.
Ein TÜVfler hatte das mal genau gelesen und dann mußte die Original Sondergenh. her ...........
Wenn man so einen vor Sich hat und den dann noch erzählt das jetzt andere Akkus drin ..................uaargggl.öuhHEFKHJEFÜOIJÖOHFÖUH

Bitte bedenken das es einen Grund haben - OK- -> sagen wir könnte weshalb die ansonsten recht gut arbeitende NICD-Bestückung reihum den Löffel abgab. (ausser das die Blöcke selbst fehlerhaft....)

Mal so bescheidene gegenFrage - Wie sind die Anfangskenntnisse; Modellbau; Elektrotechnik usw. Schrauberkünste Hebebühne oder Vergleichbares.....

Rechnnen klappt - ja die Anzahl der notwenigen Zellen geht in die richtige Richtung.

Und ja es wurde schon der eine oder andere Franzman umgerüstet, mal mehr mal weniger erfolgreich, grade bei den DIY- Machern; vor ca. 6Jahren ist auch einer beim Laden abgebrannt. Andere sind gelegentlich gefahren ; wieder andere über Jahre und Viele KM fast anstandslos gelaufen. Leider muss man sagen das die Menge so gering ist das nie sowas wie eine "Generall-Lösung" mit Teile-Listung und Anleitung ergab durchsetzten konnte - Ergo jedes Teil ist meist ein Einzelkunststück nach Gustro; Willen; Schwunghand und mögliche Farben/Zutaten.
Ach ja und ganz wichtig bei so Rezepten - fettes Zwiebelleder, für ein genusvolles Fahrgefühl in der Magengrube.

Eines bedenken - Kostendeckung zu anderen verfügbaren/ vergleichbaren Fahrzeugen wird bestenfalls heute nur durch "NEGATIVE Arbeitsleistung" erziehen lassen ;-)

Falls noch nicht geschehen das Thema BMS in voller Gänzlichkeit Verstehen und Konzepte miteinader vergleichen, neben den Zellen selbst ist das auch ein nicht kleiner Kostenfaktor.
Vorallen wenn es da in der Dauerfunktion hapert schnell mal auch die Akkus - die neuen schneller umgehen als die NICDs

Klar wenn man das Berücksichtig - kann man sowas auch zum Solarspeicher machen.
Eingriffe in die Regelalgorhytmus des Laders also Ladekurve von NICD->LIXX geht genauso wenig wie - eine Stufenlose Anpassung der Ladeleistung des Originalladers auf die Ist-Leistung der PV.
Also das ist dan auch Grips und Handanlegen in der "davor" liegenden Steuertechnik notwenig um eine Gute Ausnutzung aber ohne Ozilieren oder anderes zu erreichen.

Da man aber an alle Kontakte der Versorgung; Schütze; Ladeklappe; Akku kommt ist über separate Technik fast alles möglich und dann mehr und Flexibler in der Praxis als bei jeden anderen derzeit Kaufbaren Serienprodukt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Wade

Neues Mitglied
23.05.2015
8
Zum Hintergrund, ich bin Landwirt mit Master Agratechnik. Hebebühne hab ich und auch brauchbar ausgestattete Werkstatt. Technisch trau ich mir das schon zu, ist denke kein Hexenwerk. Dass da durchaus Gefahren drohen ist mir aber durchaus bewusst, vor allem die 160V sind nicht zu vernachlässigen, da sind die "normalen" 24-48V Heimspeicher DIY Projekte schon einfacher. Dazu die möglichen hohen Ströme...

Das Original Ladegerät soll eigentlich nur genug Spannung liefern, den entgültigen Schutz der Zellen erledigt dann das BMS, so der Plan. 3kw Leistung sollte der ~20kwh Akku eigentlich locker verkraften. Frage ist nur wie hoch das Ladegerät beim laden geht und bei welcher Spannung es abschaltet. Ich hatte mir damals schon paar Unterlagen und links gespeichert, aber das meiste ist nicht mehr abrufbar...


Anpassung der Ladeleistung an PV ist absolut nicht nötig. Zur Not könnte das ne Wallbox übernehmen, aber ich hab genug PV Leistung und selbst in Nebenzeiten billigen Strom.

Das ganze ist eher ein Lernprojekt, wenn danach der Berlingo wieder fährt umso besser ;)
 

L.S.

Neues Mitglied
05.05.2021
43
Oberbayern
Servus @Wade !

Akkus in Fernost zu kaufen soll wohl immer ein ziemliches Risiko sein! Da ich nicht weiß, wie weit Du schon in der Materie bist, hier meine bisherige eigene Recherche zum Thema China-Zellenkauf.
Achte bei der Wahl der Zellen auf folgende Kriterien:
  1. Besonders günstige Zellen sind meistens gebraucht (steht dann wenn überhaupt irgendwo im Kleingedruckten) oder es ist irgendetwas faul. Immer drauf achten, dass NEU dabei steht!
  2. Zoll, Steuern, usw. können EXTREM teuer werden. Achte deshalb immer darauf, dass Du das entweder selbst mit einberechnest, oder ein Angebot nimmst, in dem diese Kosten EXPLIZIT bereits enthalten sind (empfehlenswerter).
  3. Es gibt mehrere Eigenschaften einer Zelle, die manchmal schwer auseinanderzuhalten sind:
    • Hersteller (CALB, CATL, etc. ?)
    • Modellnamen (z.B. LF100, LF150, etc. ?)
    • Verkäufer (in Deinen Links Shenzen Basen Technology)
    Manche Modelle/Hersteller sind qualitativ hochwertiger als andere (Preis-Leistung)
    Manche Verkäufer haben (siehe zahreiche Foren) eine gute Reputation, von manchen wird eher abgeraten! Unbedingt vorher recherchieren, Basen wird auf alle Fälle erwähnt, ob positiv oder negativ weiß ich nicht mehr.
  4. Neben dem Preis und der Seriosität der Verkäufer ist der Akkutyp auch von Deinen Kriterien abhängig. Manche Akkus haben z.B. eine höhere Belastbarkeit als andere! Du weißt hoffentlich (ansonsten must Du es Dir ausrechnen oder andere Berlingofahrer nach Vergleichswerten fragen), wie viel Strom Dein Berlingo maximal/dauerhaft an Strom zieht. Die Dauerbelastung (in A) sollte ausreichen, um auch mal einen längeren Berg (Serpentinen) zu befahren. Auch der maximale Ladestrom ist wichtig, das hängt davon ab, wie schnell Du laden willst, also Deinem Ladesystem. Mit der Sagembox hast Du da vermutlich keine Probleme, die lädt relativ schwach (edit: bei 3kW also max. 19A), wenn Du aber auch Schnellladung (Drehstrom, Typ2, CCS, ...) einbauen willst, muss der Akku das natürlich auch aushalten können. Zu diesen Daten gibt es in der Produktbeschreibung meist eine Art Tabelle oder Liste, wenn die nicht dort steht eher gleich Finger davon lassen!
  5. Es sind ja nicht nur die Akkus wichtig, sondern auch, dass man ein dazu passendes BMS hat. Im Gegensatz zu den Säften reicht für die Lithium-Akkus natürlich nicht die Bordelektronik aus. Das BMS von Gero Kleinerts (≙ Boostech) hat einen guten Ruf soviel ich weiß, Anlaufstellen hierfür stehen bestimmt auch in diesem Forum, ansonsten gern mir schreiben.
Ladeendspannung uvm. kannst Du sehr wahrscheinlich (bei Saxo 2001 gehts) mit der App CheckElec und einem (Bluetooth-) OBD-Scanner herausfinden und sogar einstellen (mit Vorsicht zu gebrauchen!). Ich hab einen Adapter für ca. 4€ aus der Bucht...

Das Auto als Solarspeicher zu benutzen ist eine interessante Möglichkeit, dazu müsstest Du natürlich noch zusätzliche entsprechende Begrenzungselektronik verbauen, bestenfalls im Auto, nicht in einer "Wallbox". Außerdem wird es diesbezüglich wahrscheinlich noch schwieriger als es eh schon sein wird, das beim TÜV durchzubringen, falls überhaupt möglich!

Viele Grüße und viel Erfolg beim Umrüsten,
Leon

P.S.: Wenn ich Fehler habe korrigiert mich bitte!
 
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Kamikaze

Aktives Mitglied
Hallo,

ich habe dort kürzlich Zellen gekauft: https://www.innopower.de/
(Wenn man nett fragt muss man auch nicht die Preise aus dem Onlineshop bezahlen. ;) )
Sind alle definitiv neu, mit einwandfreien QR-Codes auf jeder Zelle.
Bestellt im November, geliefert im Dezember.
Schau mal ob da ein Format für dich passend ist.

In Sachen Lader: Frag mal @Martin Heinrich - der kennt sich mit Ladern recht gut aus und hat evtl sogar Zugang zu entsprechenden Geräten.

Die Ladung über das BMS zu begrenzen halte ich übrigens für gewagt.
Das BMS ist eigentlich nur die Feuerwehr, die im NOTFALL schlimmeres verhindert. Das Ladegerät sollte die für deine Akkus optimale Ladeendspannung erreichen. (LiFePo haben eine Nennspannung von 3,2V. Für lebensdaueroptimiertes Laden (20%-80% SOC) wird im PV-Forum ein Spannungsfenster zwischen 2,8 und 3,5V je Zelle veranschlagt.
Die Spannungskurve dazwischen ist bei LiFePo4 (glücklicherweise) sehr flach. Da kommst du also mit reiner Spannungsmessung kaum weiter bei der Ermittlung der Restreichweite - insbesondere während der Fahrt, wenn der Fahrzeugverbrauch die Spannung verfälscht.
Da brauchst du also ein BMS, das die Ah zählt, um halbwegs genaue Aussagen treffen zu können.
Daly- und Rec-BMS sollten das können - da weiß ich bar nicht ob es die für 160V (also 50S-Systeme) gibt.
Boostech bietet solche Systeme an - allerdings sind die Erfahrungen hier im Forum dazu eher gemischt. (Meins im EL hat bisher hervorragend funktioniert.)

Achte beim Einbau deiner Zellen auch auf die Lage und die Verspannung. LiFePo4-Prismazellen dürfen nur stehend verbaut werden und müssen gespannt bleiben, um vorzeitige Degradation zu vermeiden. Außerdem müssen sie bei Minusgraden geheizt und ggf. auf längeren Sommer-Touren/bei Schnelladungen gekühlt werden.

Viel Erfolg bei deinem Projekt!
 

Uliwuli

Neues Mitglied
22.03.2016
7
Hallo!
Habe meinem Berlingo Bj 2003 54 Stk. Sinopoly SP-LFP200AHA eingebaut.
Das war Anfang 2016 seitdem läuft der Wagen einwandfrei bei einer jährliche Kilometerleistung von ca. 15-18.000. Die Akkus stammen von der Fa. GWL, das BMS von Fa. Faktor System Boostech.
Die Batteriekästen habe ich um ca. 30mm höher gemacht. Die Kupferleitungen wurden angepasst.
Die Spannung von 172V hat bis heute keine Probleme gemacht.
Das Laden erfolgt weiterhin mit der original Sagembox bei 230V~.
Keine Angst beim Umrüsten.
 
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Wade

Neues Mitglied
23.05.2015
8
Servus @Wade !

Akkus in Fernost zu kaufen soll wohl immer ein ziemliches Risiko sein! Da ich nicht weiß, wie weit Du schon in der Materie bist, hier meine bisherige eigene Recherche zum Thema China-Zellenkauf.
Achte bei der Wahl der Zellen auf folgende Kriterien:
  1. Besonders günstige Zellen sind meistens gebraucht (steht dann wenn überhaupt irgendwo im Kleingedruckten) oder es ist irgendetwas faul. Immer drauf achten, dass NEU dabei steht!
  2. Zoll, Steuern, usw. können EXTREM teuer werden. Achte deshalb immer darauf, dass Du das entweder selbst mit einberechnest, oder ein Angebot nimmst, in dem diese Kosten EXPLIZIT bereits enthalten sind (empfehlenswerter).
  3. Es gibt mehrere Eigenschaften einer Zelle, die manchmal schwer auseinanderzuhalten sind:
    • Hersteller (CALB, CATL, etc. ?)
    • Modellnamen (z.B. LF100, LF150, etc. ?)
    • Verkäufer (in Deinen Links Shenzen Basen Technology)
  4. Manche Modelle/Hersteller sind qualitativ hochwertiger als andere (Preis-Leistung)
    Manche Verkäufer haben (siehe zahreiche Foren) eine gute Reputation, von manchen wird eher abgeraten! Unbedingt vorher recherchieren, Basen wird auf alle Fälle erwähnt, ob positiv oder negativ weiß ich nicht mehr.
  5. Neben dem Preis und der Seriosität der Verkäufer ist der Akkutyp auch von Deinen Kriterien abhängig. Manche Akkus haben z.B. eine höhere Belastbarkeit als andere! Du weißt hoffentlich (ansonsten must Du es Dir ausrechnen oder andere Berlingofahrer nach Vergleichswerten fragen), wie viel Strom Dein Berlingo maximal/dauerhaft an Strom zieht. Die Dauerbelastung (in A) sollte ausreichen, um auch mal einen längeren Berg (Serpentinen) zu befahren. Auch der maximale Ladestrom ist wichtig, das hängt davon ab, wie schnell Du laden willst, also Deinem Ladesystem. Mit der Sagembox hast Du da vermutlich keine Probleme, die lädt relativ schwach (edit: bei 3kW also max. 19A), wenn Du aber auch Schnellladung (Drehstrom, Typ2, CCS, ...) einbauen willst, muss der Akku das natürlich auch aushalten können. Zu diesen Daten gibt es in der Produktbeschreibung meist eine Art Tabelle oder Liste, wenn die nicht dort steht eher gleich Finger davon lassen!
  6. Es sind ja nicht nur die Akkus wichtig, sondern auch, dass man ein dazu passendes BMS hat. Im Gegensatz zu den Säften reicht für die Lithium-Akkus natürlich nicht die Bordelektronik aus. Das BMS von Gero Kleinerts hat einen guten Ruf soviel ich weiß, Anlaufstellen hierfür stehen bestimmt auch in diesem Forum, ansonsten gern mir schreiben.
Ladeendspannung uvm. kannst Du sehr wahrscheinlich (bei Saxo 2001 gehts) mit der App CheckElec und einem (Bluetooth-) OBD-Scanner herausfinden und sogar einstellen (mit Vorsicht zu gebrauchen!). Ich hab einen Adapter für ca. 4€ aus der Bucht...

Das Auto als Solarspeicher zu benutzen ist eine interessante Möglichkeit, dazu müsstest Du natürlich noch zusätzliche entsprechende Begrenzungselektronik verbauen, bestenfalls im Auto, nicht in einer "Wallbox". Außerdem wird es diesbezüglich wahrscheinlich noch schwieriger als es eh schon sein wird, das beim TÜV durchzubringen, falls überhaupt möglich!

Viele Grüße und viel Erfolg beim Umrüsten,
Leon

P.S.: Wenn ich Fehler habe korrigiert mich bitte!

Jetz is mir der Browser beim schreiben abekackt, daher nochmal kurz:
zu 1. Ja das ist klar, deswegen nur bei Seriösen Händlern kaufen bei denen man sicher ist neue und brauchbaren Zellen zu bekommen und keinen gebrauchten schrott (wird häufig bei Aliexpress angeboten)
Die Zellen sollten nicht nur neu sein, sondern auch die QR-Codes sollten intakt sein und am besten noch Fortlaufend sein, dann weiß man dass man Fabrikneue ware erhalten hat.

2. Steuern sollten eigentlich das gängige sein, also 19% MWst und ein paar Prozent Einfuhrzoll. Wo der Versand aktuell liegt weiß ich noch nicht. Das muss ich dann sowiso anfragen.

3. Von den "blauen" Lifepo4 Zellen gibts einige Hersteller, die gängigen sind da z.b. Calb (relativ günstig), EVE und CATL (beide etwas teurer).

4. im Forum von Will Prowse (DIYsolarforum) werden einige Händler öfter mal genannt, Basen scheint da recht gut weg zu kommen. Neben "Amy" Shenzhen Luyuan Technology die EVE zellen verkaufen:

5. Schnellladung ist nicht geplant, am liebsten mit dem Original Ladegerät um es möglichst simpel zu halten. Entladeleistung achte ich darauf dass die auch 2C Vertragen, das sind dann ~40kW und sollte locker reichen. Bei normaler Fahrt sinds ja eher 10-20kw, also 0,5-1C.

6. Geplant war die Ladung mit dem originalen Onboardlader und dann dementspechend viele Zellen einbauen so dass die Ladeendspannung hoch genug ist zum laden aber nicht so hoch dass die Zellen beschädigt werden. Geht ja bei Lifeo4 recht gut weil die am Ende extrem schnell und steil ansteigen. Wenn die dann nur zu 90% geladen sind ist das auch ok.

Dazu hätte ich noch 2-3 BMS verbaut, die dann die Zellen vor Über- und Unterspannung schützen. Je nachdem wie ich die Zellen in den Kästen unterbringe, hatte die Hoffnung dass ich die vielleicht alle in den großen Mittleren bringe und die kleinen vorne und hinten gar nicht mehr brauche. Ich hätte dann jeden Kasten mit nem extra BMS versehen, die "smart" BMS China Dinger gibts ja mitlerweile relativ günstig und scheinen eigentlich zu taugen.

Wo ich mir noch gar nicht sicher bin, wie ich das mitm Balancing mache. Da müsst ich mal schauen ob das über mehrere BMS überhaupt funktioniert oder obs reicht wenn die einzelnen Packs gebalanced werden. Zur not alle paar Monate oder einmal im Jahr jedes BMS einzeln anschließen und voll laden falls die Packs außeinander driften.
 

Wade

Neues Mitglied
23.05.2015
8
Hallo,

ich habe dort kürzlich Zellen gekauft: https://www.innopower.de/
(Wenn man nett fragt muss man auch nicht die Preise aus dem Onlineshop bezahlen. ;) )
Sind alle definitiv neu, mit einwandfreien QR-Codes auf jeder Zelle.
Bestellt im November, geliefert im Dezember.
Schau mal ob da ein Format für dich passend ist.

In Sachen Lader: Frag mal @Martin Heinrich - der kennt sich mit Ladern recht gut aus und hat evtl sogar Zugang zu entsprechenden Geräten.

Die Ladung über das BMS zu begrenzen halte ich übrigens für gewagt.
Das BMS ist eigentlich nur die Feuerwehr, die im NOTFALL schlimmeres verhindert. Das Ladegerät sollte die für deine Akkus optimale Ladeendspannung erreichen. (LiFePo haben eine Nennspannung von 3,2V. Für lebensdaueroptimiertes Laden (20%-80% SOC) wird im PV-Forum ein Spannungsfenster zwischen 2,8 und 3,5V je Zelle veranschlagt.
Die Spannungskurve dazwischen ist bei LiFePo4 (glücklicherweise) sehr flach. Da kommst du also mit reiner Spannungsmessung kaum weiter bei der Ermittlung der Restreichweite - insbesondere während der Fahrt, wenn der Fahrzeugverbrauch die Spannung verfälscht.
Da brauchst du also ein BMS, das die Ah zählt, um halbwegs genaue Aussagen treffen zu können.
Daly- und Rec-BMS sollten das können - da weiß ich bar nicht ob es die für 160V (also 50S-Systeme) gibt.
Boostech bietet solche Systeme an - allerdings sind die Erfahrungen hier im Forum dazu eher gemischt. (Meins im EL hat bisher hervorragend funktioniert.)

Ja die Daly hatte ich auch schon im Auge, verwenden viele DIY Solarspeicherleute. Hab vorhin eins gesehen mit 27S, da könnte ich zwei davon in Serie schalten. Ist allerdings für "normale" Li-Ion und nicht Lifepo, muss da mal schauen ob das auch für Lifepo einzustellen ist.
Wie groß ich die BMS brauche hängt auch davon ab wie ich die Zellen in den Batteriekästen unterbringe. Wenn ich alle Batteriekästen brauche würd ich die direkt an die jeweiligen Zellpacks unterbringen, also dann 3 Stück verbauen. Dann reichen Theoretisch auch kleinere.


Achte beim Einbau deiner Zellen auch auf die Lage und die Verspannung. LiFePo4-Prismazellen dürfen nur stehend verbaut werden und müssen gespannt bleiben, um vorzeitige Degradation zu vermeiden. Außerdem müssen sie bei Minusgraden geheizt und ggf. auf längeren Sommer-Touren/bei Schnelladungen gekühlt werden.

Jep hab ich im Hinterkopf. Ich will zwischen die einzelnen Zellen noch ne dünne EPDM Folie packen damit die nicht aneinander reiben. Und dann entweder mit Gewindestäben oder sonst was zusammenspannen, vielleicht auch nen extra Kasten aus Metall bauen in dem die nochmal geschützt untergebracht und eingespannt werden.
Heizung hab ich mir noch keinen großen Kopf drüber gemacht. Ich weiß dass die Lifepo unter 0 grad nicht zu gebrauchen sind. Entweder ich pack ne Heizmatte drunter oder der Berlingo bleibt bei Frost halt einfach stehen wo er ist.
 

Wade

Neues Mitglied
23.05.2015
8
Hallo!
Habe meinem Berlingo Bj 2003 54 Stk. Sinopoly SP-LFP200AHA eingebaut.
Das war Anfang 2016 seitdem läuft der Wagen einwandfrei bei einer jährliche Kilometerleistung von ca. 15-18.000. Die Akkus stammen von der Fa. GWL, das BMS von Fa. Faktor System Boostech.
Die Batteriekästen habe ich um ca. 30mm höher gemacht. Die Kupferleitungen wurden angepasst.
Die Spannung von 172V hat bis heute keine Probleme gemacht.
Das Laden erfolgt weiterhin mit der original Sagembox bei 230V~.
Keine Angst beim Umrüsten.

Das hört sich doch schonmal gut an. Schaltet beim Laden das Ladegerät ab? Weiß du zufällig bei wie viel Spannung das dann abschaltet bzw wie hoch die Zellen dabei geladen werden?
 

Uliwuli

Neues Mitglied
22.03.2016
7
Das macht alles mein BMS da jede Zelle im System mit einer Zellplatine zum balanzieren ausgestattet ist.
Meine Wahl am Anfang waren die Zellplatinen für 200A ausgelegt. Nach 4 Jahren begannen einige Zellplatinen den Geist aufzugeben. Da der Ausbau der Batteriekästen keine angenehme Arbeit ist beschloß ich nach der zweiten Reparatur alle Platinen auf 1000A zu tauschen.
Zum Abschalten kann ich nur so viel sagen das ich die Zellenspannung den Empfehlung des Akkudatenblatts gefolgt bin ( 2,5V min. bis 3,48V max.).
Wenn alle Akkus auf das Maximun ausbalanziert sind beendet das BMS über das Laderelais das ich mit den Ladeklappenschalter in Serie eingeschleift habe die Ladung.
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.720
Ja die Daly hatte ich auch schon im Auge, verwenden viele DIY Solarspeicherleute. Hab vorhin eins gesehen mit 27S, da könnte ich zwei davon in Serie schalten.

Mit der Reihenschaltung würde ich vorsichtig sein. Das geht nur wenn die MOS-FET die Gesamtspannung des Packs aushalten, andernfalls können sie bei einer Abschaltung durchbrennen.
 

Wade

Neues Mitglied
23.05.2015
8
Ja hast recht. Dachte die Spannung teilt sich auf wie bei den einzelnen Batteriezellen, allerdings ist das nen Denkfehler und die Mosfets müssen die gesamte Spannung aushalten.
Hab gestern schon nach alternativen geschaut, die BUS-BMS Systeme sind mir eigentlich zu teuer, die kosten ja fast so viel wie die Akkus ansich.

Es gibt auch "billige" smarte BMS mit nem Relais, das hält wohl 300V aus. Muss da mal schauen oder abklären ob das ne alternative ist.
Nachteil ist dass die nicht getrennt Laden und Entladen schalten können wie die BMS mit Mosfet. Das interessiert aber nur bei Verwendung als Solarspeicher, beim Auto kommt das ja nie vor dass es geladen und gleichzeitig gefahren wird.

zb das hier:
 

Wade

Neues Mitglied
23.05.2015
8
Ne das schaltet dann schon, sonst kann man ja auch nicht laden. Nur wenn es in Unter- oder Überspannung kommt könnte es Probleme geben.

Hab die auf Aliexpress angeschrieben und bekam als Antwort, dass die mit Relais nicht in Serie geschaltet werden dürfen. Dann hat sich das eh schon erledigt
 

wchriss

Aktives Mitglied
30.12.2010
1.647
55
Egweil
Hallo "Wade",
also eins habe ich bei meinen Umbauten gelernt, spare nicht beim BMS-System, wenn du eine Sorgloslösung möchtest, bzw. wenn du schlecht an die Akkus rankommst. Ich hatte in meinem P106 das EMUS-BMS verwendet und lief die 6 Jahre problemlos. Einen extra Schütz brauchts du nicht wenn die Original Sagem verwendest. Das laden geht auch Problemlos mit der Original Sagembox. Die Ladeunterbrechung ( Balancing ) kannst du über den Steuerkreis für die Ladeklappe machen, dazu brauchst du nur eine kleines Relais.
Noch ein Tipp, ich habe mir die Akkus letztendlichendlich im Winter ruiniert. Sprich ich die Reku hat jeden Winter die Akkus geschädigt. Du solltest also eine Lösung zum abschalten der Reku bei niedrigen Temperaturen finden.
 

Wade

Neues Mitglied
23.05.2015
8
Hallo "Wade",
also eins habe ich bei meinen Umbauten gelernt, spare nicht beim BMS-System, wenn du eine Sorgloslösung möchtest, bzw. wenn du schlecht an die Akkus rankommst. Ich hatte in meinem P106 das EMUS-BMS verwendet und lief die 6 Jahre problemlos. Einen extra Schütz brauchts du nicht wenn die Original Sagem verwendest. Das laden geht auch Problemlos mit der Original Sagembox. Die Ladeunterbrechung ( Balancing ) kannst du über den Steuerkreis für die Ladeklappe machen, dazu brauchst du nur eine kleines Relais.
Noch ein Tipp, ich habe mir die Akkus letztendlichendlich im Winter ruiniert. Sprich ich die Reku hat jeden Winter die Akkus geschädigt. Du solltest also eine Lösung zum abschalten der Reku bei niedrigen Temperaturen finden.

Das mit dem Relais zur Unterbrechung der AC Seite ist ne gute Idee.

Hat die Reku die Akkus geschädigt weil die zu kalt waren? Oder waren die voll geladen und die wurden dann überladen?


Ich glaub ich pack nicht nur 54 Zellen rein, sondern direkt 56. Dann bin ich bei der Ladeentspannung bei 204V (56x3,65V) und damit auf der sicheren Seite. Dazu BMS das mit nem Relais rechtzeitig abschaltet falls eine Zellspannung zu hoch geht. Sind dann zwar auch 180V im Normalbetrieb, aber das wird es schon aushalten hoffentlich


Wenn das hier noch stimmt dann sollte man die Ladeendspannung auf ~200V runter bringen wenn man der Sagembox vorgaukelt dass es über 50°C sind.
 

wchriss

Aktives Mitglied
30.12.2010
1.647
55
Egweil
Die Akkus sind im Winter einfach zu kalt, ich hatte keine Akkuheizung, da sind über 100A Rekustrom bei 0 Grad schon viel zu viel.