Berlingo bricht Ladung ab - Elektroauto Forum

Berlingo bricht Ladung ab

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Berlingosüdost

Neues Mitglied
06.11.2025
14
Ein freundliches GrüssGott ins Forum vom Neubesitzer eines alten Berlingo EZ 2003.
Als Elektriker und Rundfunk-Fernsehtechniker war ein Elektrofahrzeug endlich fällig, nachdem mittlerweile gebraucht bezahlbar.
Beim ersten Aufladen ergeben sich schon Fragen:
Er hat über Sagem problemlos mit 2,2Kw und ca. 11,8A bis 22% geladen und bricht jetzt immer wieder ab. Spannung ca. 208V. Wo setzt die Box die Ladegrenze? NiCad mit 1,5V Ladeschluss wäre bei 203V Gesamtspannung. Ruhespannung 184V
Fahren konnte ich ausser 2m vor und zurück nicht testen, da noch nicht zugelassen. Bei Bergauflast kaum Spannungseinbruch, ca. 175V.
Auslesegerät war dabei, siehe Bilder. Fehler kann ich nicht zuordnen, mangels Fehlertabelle. Löschen nicht möglich ausser Q4.

Was wären die Lösungsansätze?
 

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L.S.

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05.05.2021
677
Mühldorf am Inn
Im psa-e-wiki.de gibt es einige Infos und Dokumente zur Ni-Cad-Ladung.

Die drei Fehlercodes weisen alle auf den Kühlmitteltemperaturfühler hin.
E3 Permanenter Fehler: Kühlmittel-Temperaturfühler, Kurzschluss an Masse
Q3 Sporadischer Fehler: Kühlmittel-Temperaturfühler, Kurzschluss an Masse
Q4 Sporadischer Fehler: Kühlmittel-Temperaturfühler, Kurzschluss an Plus oder Unterbrechung

Wenn Du ihn mit "22%" abstellst und nach einiger Zeit (im Zweifelsfall einen Tag lang) erneut ansteckst, lädt er dann weiter?
 

Berlingosüdost

Neues Mitglied
06.11.2025
14
Danke für die Info, das hilft schonmal. Der Q4 ließ sich löschen, die anderen nicht.
Welcher Sensor ist das, wo "wohnt" der? Aufgefallen ist, daß immer 35C Temperatur angezeigt werden, egal wie die Umgebungstemperatur ist. Offenbar Dummy-Fühler?
Der Ladeabbruch kommt jetzt, einen Tag später als die erfolgreiche 22% Ladung sofort, nach ca. 1 Minute, startete einmal selbsttätig wieder.
Die ursprüngliche Ladung am Vortag bis 22% habe ich vorsichtshalber abgebrochen, da mein Netzkabel (Provisorium) warmgeworden ist. Jetzt "ordentlicher" Adapter :)

Mike
 

Admini

Mitglied
03.07.2010
87
Hallo.
Die Lieferwagen haben einen Fühler Im Akkukreis sitzen. Motorhaube öffnen, dort siehst du den schwarzen Akkukasten aus Plaste. Wenn du (von vorne gesehen) an die rechte vordere Ecke des Kastens greifst, auf Höhe der Verbindung beider Gehäusehälften, ist dort ein Stecker von unten angesteckt. Dies ist der Anschluß für den Fühler im Kasten.
Der Fühler geht sehr oft kaputt. Einfach erstmal durch einen Festwiderstand ersetzen und alles sollte wieder funktionieren.
Ich bin nicht mehr sicher, ob es 22kOhm waren...

Da die Lieferwagen im Gegensatz zu den PKW (120V) das Kühlsystem der Akkus getrennt von der Sagem-Box haben, ist dieser zusätzliche Fühler nötig.

MfG. Admini.
 
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Wertungen: Werni und L.S.

Berlingosüdost

Neues Mitglied
06.11.2025
14
Schönen guten Abend,

das ist eine recht gute Nachricht, erstmal nicht die Akkukoffer abbauen zu müssen. Ist das der Fühler, den das Auslesegerät anzeigt? Damit wäre auch der nicht verändernde Wert von 35C klar.

Danke erstmal, ich berichte weiter!
Mike
 

citicar75

Aktives Mitglied
13.08.2018
571
Hallo,
Anbei die Daten zum Thema Akkutemperaturfühler - Fotos
 

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Berlingosüdost

Neues Mitglied
06.11.2025
14
Gut zu wissen, darüber steht nix in der Kundendienstschule. Das wären 256V. Könnte man ja fast direkt mit dem Netz draufgehen.....Dreiphasig mit Gleichrichterbrücke:- und leichtem Rv) als "preiswerte" Schnelladung - 325V.....
Realisiert "die Sagem" eine Netztrennung?
Ist bekannt, wie die offizielle PSA Schnelladung über die "speziellen französischen Ladesäulen" organisiert ist?
Und ließe sich das an aktuellen Ladesäulen irgendwie adaptieren? Unterwegs sind 8 Stunden ja eine lange Zeit.....

Mike
 

Berlingosüdost

Neues Mitglied
06.11.2025
14
Zunächst muss er aber den Weg zur HU schaffen und den Stempel bekommen. Dann zeigt sich der Batteriezustand. Einen Blick in die Kästen werde ich schon riskieren, um mich nicht später zu ärgern.
 

citicar75

Aktives Mitglied
13.08.2018
571
Ist bekannt, wie die offizielle PSA Schnelladung über die "speziellen französischen Ladesäulen" organisiert ist?
Antwort ist „Ja“

Und ließe sich das an aktuellen Ladesäulen irgendwie adaptieren? Unterwegs sind 8 Stunden ja eine lange Zeit.....
Antwort ist „Nein“

Erklärung: die Ladeprocedere an den gewesenen Schnelladesäulen „rapide Chargeur“ läßt sich heute mit anderen Systemen (die originalen schnelladesäulen gibt es nicht mehr) problemlos nachgestalten. Ich habe bei „extended Range“ Fahrten ein Analog der originalen „rapide chargeur“ Ladesäulen in neuer technischer Qualität und Ausführung im Kofferraum liegen - funktioniert perfekt und ich möchte es nicht mehr missen 😎
 

Martin Heinrich

Aktives Mitglied
21.08.2008
1.710
Könnte man ja fast direkt mit dem Netz draufgehen.....Dreiphasig mit Gleichrichterbrücke:- und leichtem Rv) als "preiswerte" Schnelladung - 325V.....
Da lang bloß nirgends hin, Potentialtrennung gibt es aus gutem Grund. Wobei auch isolierte 250 V DC nicht dringend mit der Hand geprüft werden müssen...

Hab das im TWIKE gemacht wenn nach längerer Standzeit (die Sanyos hatten üble Selbstentladung) die Spannung unter Schwellwert vom Umrichter fiel. Zur Strombegrenzung Baustrahler o.ä. in Reihe zum Netz.
Rate definitiv nicht dazu so was nachzumachen:

DSCN0574.JPG

BrückenGR neben Elko, Ausgang direkt auf die Sammelleiste der Akkukisten (280s Zellen NiCd)
 
Zuletzt bearbeitet:

Berlingosüdost

Neues Mitglied
06.11.2025
14
Hallo Martin,

so ernst war das auch nicht gemeint, mir ging es um die Frage, ob der Bordlader eine Netztrennung bewirkt, was ich auch unterstellt habe, aber nicht wirklich sicher wusste.

Falls ich "sowas" ausprobieren würde, weiß ich natürlich, was ich da tue - tun würde........ Bin mit Allstromradios und Fernsehern gross geworden, und gelernter Elektriker........

Deine Antwort hat mir schon geholfen
Mike
 

Berlingosüdost

Neues Mitglied
06.11.2025
14
Zurück zum Hauptthema, ich berichte:

Temperaturfühler gefunden und durch Widerstand ersetzt.
Temperaturanzeige jetzt 27C, Fehler weg bzw. erfolgreich löschbar, auch "Elektrische Panne" leuchtet nicht mehr.
Lädt mit 2,2Kw und 12,5A für wenige Sekunden, Spannung steigt auf 211V - Abbruch. 22%.
Ruhespannung 186V.
"Zündung" ein und wieder aus: Ladung startet, Abbruch wieder bei 211V. Lässt sich beliebig widerholen.

Was nun?
Mike
 

Berlingosüdost

Neues Mitglied
06.11.2025
14
Update:
habe die Temperatur "runtergeregelt" auf 14C (Poti Anschlag 5K) und er lädt!
Bedeutet das, daß er sich bei 27C selber Hitzefrei gibt? Das kann im Sommer ja lustig werden!
Wo könnte da noch ein Würmchen stecken?
Ideen sind willkommen.

Mike
 

Berlingosüdost

Neues Mitglied
06.11.2025
14
Neuigkeiten: Problem nicht gelöst, nur verlagert.

Abbruch erfolgt nun bei 218V, errreichte Kapazität 34%. Weiteres Verhalten wie bisher.
 

citicar75

Aktives Mitglied
13.08.2018
571
Achtung!
Der Energieanzeige ist nicht zu trauen, die funktioniert nur, wenn sie kalibriert ist, also
Ladeendspannung - 100%, alle Zellen entladen und auf etwa 1,0V - 0%.
Die normale Ladeendspannung berechnet sich folgt: 27 Akkus mit je 5 Zellen, verteilt in zwei 6er Kästen, einem Elfer Kasten und einem Kasten mit 4 Akkus - sind dann 27 Stck. Und somit 135 Einzelzellen, die Ladeendspannung einer NiCd Zelle ist ungefähr
1,36v und somit für das ganze System etwa 184v - die habt Ihr schon erreicht.
(Ladeendspannung messen, Ladegerät abgeschaltet, 1/2 Stunde warten - dann erst messen …!
Also checkelec Spannung messen und losfahren, bis die Minimalspannung erreicht ist, also 135 x 1,0v : 136v. Energieanzeige ist bei 0%, gelbe LED/leuchtfeld zeigen das etwas zeitiger an …
Fahrzeug voll aufladen, bis die Abschaltung erfolgt - es sollten dann 100% ( manche Rechner sagen auch 104%) sein - dann ist das System kalibriert.
Wenns nicht klappt, haben einige Akkus Probleme, z.Bsp. Mit der Kapazität oder einige/eine Zelle sind/ist „gehimmelt“
 

Berlingosüdost

Neues Mitglied
06.11.2025
14
Danke für die Info.
Fahren geht erst, wenn zugelassen, dann zeigt sich was wirklich geht. Hoffe, kommende Woche mehr zu wissen.
Irritieren tut mich, daß die unterschiedlichen - simulierten - Temperaturen verschiedene Ladeendspannungen bewirken. Ist das irgendwie erklärbar? Spielen da etwaige weitere Fühler mit hinein?
Die ursprünglichen Fehler sind ja jetzt weg.
 

Berlingosüdost

Neues Mitglied
06.11.2025
14
Jetzt, fast 3 Stunden nach Ladeende steht die Spannung bei 184V. Allerdings waren die nach nur gut 2 Stunden Ladezeit insgesamt ausgehend von 135V erreicht. Ging etwas schnell......
 

Martin Heinrich

Aktives Mitglied
21.08.2008
1.710
Das Ladeverhalten ist damit erst mal ok, die kurze Ladezeit erklärt sich durch geringe Aufnahemfähigkeit der Batterie. Das muss ich aber einen RuF Techniker nicht erklären (als ich das gelernt habe stand das "R" dann schon für Radio denn man hat wohl gemerkt dass wir mehr die Empfänger beackert haben;-)
Je nach Lebenszustand der Blocks kann das duchaus besser werden - aber wohl nicht um mehr als Faktor zwei plus den Verlusten in der SAGEMbox und für das Überladen der STM.

Bei 27 Blocks gibts wohl einige Kandidaten die nicht mehr richtig mitspielen, wie sieht es eigentlich mit dem Laugenstand aus, wann war die letzte Wasserwartung?
 

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