Batterieschoner und Range extender

A

Adolf Höötmann

Guest
#1
Hallo zusammen,
Saxo läuft wieder, nur das El ist noch defekt, also Zeit für neue Taten.
Problem 1: Für eine Strecke (112km), die ich fahren muß ist die Reichweite des Saxo etwas zu gering. Im El hat sich mein propangasbetriebener Honda 10EUi Generator als "Reichweitenverlängerer" und Winterheizung gut bewährt. Also wär ein Extralader mit 0,9kw Leistung mit Einspeisung während der Fahrt die Lösung des Problems. Beim Zivan Ladegerät läßt sich die Ladeleistung per Poti einstellen aber ein Ladegerät nur für die seltenen 112 km-Fahrten ist zu teuer. Also zum
Problem 2: Es täte den NiCads unserer Saxos gut, wenn sie vor jedem Ladezyklus entladen werden. Einfach kann man es über einen Widerstand machen. Interessanter wär eine Netzrückspeisung des Batteriereststromes über einen Netzparalellwechselrichter aus dem Photovoltaikbereich. Eigentlich kann das auch mit geringen(?) Modifikationen das Ladegerät leisten. Ich würds gern mit Euch diskutieren.
Gruß A.H.
@Jörg: Beileid. Hast Du nun Garantie??
 
G

Gunther Kufner

Guest
#2
Hallo zusammen

prinzipell geht das mit der Rückspeisung schon.
Nicht alle Photovoltaikanlagen haben so eine hohe Spannung (ist zwar wegen der Leitungs-Verluste besser, aber wenn mal eine Zelle beschattet ist, bringt der ganze Zweig keine Leistung mehr - wg. Reihenschaltung!).
Soweit ich weiss, hat z.B. die 3KW Anlage meines Vaters so um die 160V. Und es gibt sicher welche mit noch weniger spannung.
Aber die Netzwechselrichter sind halt recht teuer, soweit ich weiss. Aber wenn man damit die Lebensdauer der Akkus deutlich verlängern kann - und das ist bei NC Akkus ja so - dann ist das sicher nen Gedanken wert.

Das mit dem "Range-Extender" halte ich persönlich für den falschen weg, weil man dann ja wieder nen Verbrennungsmotor hat... Aber darüber lässt sich bekanntlich streiten.

Viele Grüße

Gunther
 
R

Roland Reichel

Guest
#3
Netzeinspeisung ist prinzipiell von jeder Spannung aus möglich, wenn der Wechselrichter dafür gebaut wurde.

Ich habe z.B. einen Sunnyboy in Betrieb, der für recht hohe Solarspannungen im Berich von 200 bis 400 Volt gebaut wurde. Er speist seit zwei Jahren problemlos ins Netz.

Ich habe aber auch einen Karschny oder so ähnlich Wechselrichter in Betrieb, der für 90 bis 110 Volt Solarspannung ausgelegt ist. Auch er speist seit zwei Jahren problemlos ins Netz.

Beide Wechselrichter sind netzseitig fast parall geschaltet (Dasselbe Netz, aber unterschiedliche Phasen).

Also: wenn ein Netzeinspeisewechselrichter entsprechend gebaut ist, kann er auch die 120 Volt vom Saxo oder AX ins Netz einspeisen. Aber wozu? Schließlich will ich mit meiner Energie ja fahren. Und gelegentliches Nachladen auch noch nicht ganz leerer Akkus machts nichts. Nur oft darf man es nicht machen.

Und ab und zu ganz entladen tut NiCd offensichtlich ganz gut. Nach der darauffolgenden Aufladung war bei meinem Auto jedenfalls die Reichweite jedesmal besser als vorher.

Die Sache mit dem Range Extender ist aber interessant und übrigens von einigen in unserer E-Mobil Szene auch gemacht worden. Einen Anhänger bekomme ich an meinen AX electrique nicht ran, daher stellt sich nur die Frage: Wohin mit dem Ding?

Gruss, Roland Reichel, www.solarmobil.net
 
G

Gunther Kufner

Guest
#4
Hallo nochmal

Wie gesagt, ich halte von dem Range-Extender nicht viel. Aber ich verstehe auch, dass sich der ein oder andere schon überlegt, ob er nicht sowas nimmt, und damit die letzten 5 Km überbrückt anstatt sich ein normales Auto zu kaufen.
Aber: Ich bin nicht so sicher, wie das von der Steuerrechtlichen Seite aussieht. Schliesslich ist man dann ja nicht mehr emmisionsfrei, und fällt damit - vor allem mit einem Zweitakter - in eine andere Steuerklasse.
Vermutlich interessiert das keinen, solange es nur der eine oder andere macht. aber wenns dann überhand nimmt, kann das schon Konsequenzen haben.
Das grösste Problem sehe ich aber im Image- und Glaubwürdigkeitsverlust, der uns Elektromobilfahrern damit entsteht. Dann heisst es doch gleich wieder "na seht ihr, ihr braucht ja auch Benzin. Dann kann ich ja gleich beim Benziner bleiben, der stinkt wenigstens nicht so wie der Zweitakter aus dem Stromerzeuger..."

Viele Grüße

Gunther
 
R

Roland Reichel

Guest
#5
Soviel ich weiss, gehts beim Steuerrecht um die Antriebsart des Fahrzeugs, nicht um die wie auch immer geartete vorgelagerte Energieversorgung.
Der Antrieb des Fahrzeugs bleibt weiterhin elektrisch.

Wenn man tatsächlich die vorgelagerte Stromversorgung irgendwie mit berücksichtigen würde, dann müßte man gerechterweise auch eine 100%ige Steuerfreiheit den Fahrzeugen gewähren, die nachweisbar keine Emissionen haben, weil sie nachweisbar mit Solarstrom, Windstrom oder Strom aus Wasserkraft versorgt werden.

Übrigens: für meinen Citroen AX electrique habe ich in diesem Winter schon zweimal je 7 Liter Superbenzin getankt. Zwar nur für die Heizung, aber ich wage mir gar nicht auszumalen, was das Steuerrecht hierzu sagen würde. Spass beiseite, im Steuerrecht steht wirklich nur der Antrieb, nicht die Heizung.

Gruss, Roland Reichel, bsm
www.solarmobil.net

P.S. Ich würde mich freuen, wenn hier jemand mehr weiss und qualifizierte Beiträge zum Thema hat.