Batterien für Opel Corsa Elektra

T

Tiros2

Guest
#1
Hallo E-Fahrer-Gemeinde,

habe einen von insgesamt 6 hergestellten Opel Corsa B Elektra erworben. Leider ohne Batterien. Original waren in dem Fahrzeug 14 Stück 6V 185Ah Blei-Säure-Akkus der Marke Bären (Hersteller ist die Firma Fiamm) verbaut. Ein anderer Corsa-Fahrer fährt Blei-Gel zu seiner Zufriedenheit.

Inzwischen sind diese Akkus bis 255Ah erhältlich. Frage: Sind die erhöhten Ah ein Problem für das Ladegerät? Sind Blei-Gel-Akkus ähnlich leistungsfähig wie Blei-Säure? Daß Säure mehr Wartungsaufwand bedeutet, ist mir klar.

Welche Akkus würdet ihr empfehlen?

Vielen Dank für eine Antwort.
Tiros2
 
J

Jörn

Guest
#2
Hallo Tiros2,

meiner Meinung nach ist die erhöhte Kapazität grundsätzlich kein Problem für das Ladegerät, der Ladevorgang dauert dann eben entsprechend länger.

Es gibt aber noch einen anderen Aspekt: Mehr Kapazität erfordert ja zwangsweise mehr "Material" um die Elektronen zu speichern. Also muss entweder eine andere Stuktur der Platten verwendet werden, oder die Platten sind insgesamt größer wodurch weniger Platz bleibt für die Schlacken, oder, oder...
Im einen Fall erhöht sich der Innenwiderstand (weniger Effizienz bei hohem Strombedarf) und im anderen ist die Batterie weniger langlebig.
Es kann natürlich auch sein daß die Mehrkapazität auf einem anderen "Trick" beruht, da hilft nur ein Datenblatt...

Beim Umstieg auf Blei-Gel gebe ich zu bedenken daß die Ladeschlußspannung niedriger sein kann und daß jegliches entwichene Gas durch Überladung einen Kapazitätsverlust bedeutet der nicht wieder hergestellt werden kann.
(Man kann halt nicht nachfüllen)

Blei-Gel sind lageunempflindlich und es läuft bei einem Unfall (was wir natürlich nicht hoffen wollen...) keine Säure aus.
Ich persönlich würde Blei-Gel Akkus fahren. Ich kenne keine Gründe die dagegen sprechen, habe aber (noch) keine praktischen Erfahrungen.

Hoffe ich konnte helfen
Grüße, Jörn
 
C

Christian Ecke

Guest
#3
Hallo werte Fahrgemeinschaft,

ich habe gerade eine Kundenanfrage für Batterien für einen Opel Corsa Elektra bekommen.
Er hat geziehlt nach meinen EXIDE GF06180 Ah gefragt. Daraus muß ich doch schließen, daß er damit zufrieden war. Das sind verschlossene Gelbatterien 6V/180 Ah(C5)
Eine größere Kapazität ist nie für das Ladegerät schädlich, dem ist es völlig egal, was es ladet, hauptsache die Spannung stimmt.-Höchstens umgekehrt:
Ein falsches Ladegerät kann die Batterie schädigen.
Bitte bei der Umstellung von geschlossen (Naßbatterie) auf verschlossen (Gel- oder Vliesbatterie) darauf achten, daß für die Ladung von verschlossenen Batterien auf jeden Fall IU-Kennlinien-geregelte Ladegeräte eingesetzt werden müssen.
Kleiner Tip:
Leistungsfähigkeit von Gelbatterien gegenüber Naßbatterien:
Die Naßbatterie wird der Gel- oder Vliesbatterie immer in der Gesammtleistung auf Grund ihres Elektrolytüberschusses im Vorteil sein.
Wer das genauer erklärt haben möchte- mail genügt.
Christian Ecke
http://www.batterie-ecke.de
 
C

Carlo

Guest
#4
Hallo!

Zu meiner Zufriedenheit fahre ich seit über 3 Jahren in meinem Skoda Favorit "Eltra" mit Varta Blei-Gel 6V/160Ah herum.Ein gutes Ladegerät(mit IUIa Kennlinie,wobei man die Einstellung(incl. Temperaturkompensation) besser ab und zu genauestens mit einem geeichten Voltmeter prüfen sollte) und eine Strombegrengung unterhalb C1(also niemals mit 160A fahren),besser max. C2(hier also 80A) sind gute Vorraussetzungen für eine sehr gute Lebensdauer.Meine Akkus haben nun 60000km runter;vorige Woche waren wir mit 3 Emobilen auf Langstreckentour-die längste Strecke am Stück ohne Nachladen war 79km...

Empfehle demnach Gel-Akkus!

Gruss,Carlo