Batterie Lebensdauer


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Enno Meier

Guest
#1
Hallo liebe El Fahrer und weitere E-Mobilisten,
nachdem hier immer wieder Berichte, Klagen und Fragen über mangelnde Batterielebensdauer geschrieben werden, will ich mal "richtig angeben". Also im Ernst, ich habe gerade in der Batteriedatenbank die Erfahrungen mit meinem Batteriesatz aktualisiert. Da mich einige Fahrer persönlich kennen wird jeder bestätigen können, das die Daten echt sind. Ich bin per Mini-el mit 36 Volt unterwegs. Mein Batteriesatz hat nun 6 1/2 Jahre und 27000 km auf den Bleiplatten und er funktioniert weiter. Das halte ich schon für sehr gut. Mein Bewegungsprofil sieht in etwa wie folgt aus.Pro Woche 3 -5 Fahrten zwischen je 10 und 32 km. Ab und zu Langstrecken mit bis zu mehrmals 55 km. Geladen wurde/wird anfangs mit einem selbstgebauten Trafolader, jetzt mit einem Zivan NG3. Wenn ich so das Forum Revue passieren laße, wie oft neue Batterien mit verständlicher Freude getestet und mit viel Aufwand die Ladetechnik optimiert wird, nur um dann wieder fest zu stellen nicht die erwartete Leistung oder Lebensdauer erreichen zu können, tut eine positive Meldung wohl nicht nur mir gut. Schade finde ich es auch, wenn Neueinsteiger sich von negativen Meldungen davon abhalten lassen umweltfreundlicher unterwegs zu sein. Es wurde ja schon mehrfach beklagt, das natürlicherweise die Problemmeldungen schnell in der Überzahl sind. Darum hier mal kein Problem, keine Frage um Unterstützung, einfach nur was Positives.
In diesem Sinne und in der Hoffnung auf baldiges Cabriowetter
Enno
 
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Georg Schütz

Guest
#2
Dann verrate uns bitte dein Geheimnis:
- welche Batterien verwendest du?
- kannst du hohe Ströme durch Flachland und wenig Stadtverkehr vermeiden?
- welche besondere Wartung lässt du deinen Batterien zukommen?
 
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Enno Meier

Guest
#3
Dann verrate uns bitte dein Geheimnis:
- welche Batterien verwendest du?
- kannst du hohe Ströme durch Flachland und wenig Stadtverkehr vermeiden?
- welche besondere Wartung lässt du deinen Batterien zukommen?

Hallo Georg,
da gibt es keine Geheimnisse. Schon der Anspruch des Herstellers (siehe Batt.- Datenbank Messmer Ökobatterie) ist es aber, eine lange Haltbarkeit zu erreichen.
Ich, als Nutzer, habe die Batterien so gut es geht (Platzproblem im El) mit Schaumplatten isoliert. Die Batterien mögen es warm aber das ist ja auch keine Neuigkeit oder ein Geheimnis. Meine Heimat ist schon die norddeutsche Tiefebene. Von daher habe ich nicht immer extreme Steigungen. Ich versuche die Stromspitzen bei 60 Ampere zu halten. Im Stadtverkehr oder bei Steigungen von 12 % (die gibt es hier wirklich) fliessen dann aber auch schon mal 120 Ampere. Als Schnecke unterwegs zu sein nervt die anderen Verkehrsteilnehmer.
Solche Extremfehler, wie den Flüssigkeitsstand der Batterie nicht zu kontrollieren (trockene Bleiplatten) vermeide ich natürlich. Wenn die Batterien warm sind werden sie schon mal bis 10 Volt Lastspanung pro Batt. entladen und gleich wieder geladen. Ab und zu gibt es eine spezielle Pflege (ent) ladung, die aber nur für diese Batterie verträglich ist. Das ist es auch schon.
Viele Grüße
Enno
 
B

Bernd Geistert

Guest
#4
0 Hits bei Google für Messmer Ökobatterie. Wird die noch vertrieben?
 
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Enno Meier

Guest
#6
Schaut mal in die Batteriedatenbank. Dort steht in meinem Beitrag die Telnr. von Herrn Messmer. Die Batterie gibt es noch. Viele Grüße
Enno
 

Enno

Mitglied
15.05.2006
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#8
Hallo Walter.,
die Batt. Daten liegen mir im Moment nicht vor, daher also aus der Erinnerung.Eine Batterie 12 Volt 90 Ah C5, 30kg Die Batterietröge passen in das City el. Für weitere Infos bitte Herrn Messmer kontakten. Telnr hier im elweb unter Batterie Eintrag Messmer Ökobatterie von mir. Viele Grüße
Enno
 
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Georg Schütz

Guest
#9
Wenn jemand mal Kontakt mit Herrn Messmer hatte, wäre es interessant etwas über den Preis zu erfahren.
 
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Roland Reichel

Guest
#10
Hallo Georg,

also ich war vor einigen Jahren bei Herrn Messmer, der in der Nähe von Freiburg wohnt und diese Batterien nach seinen und den Patenten von Herrn Niggel baut. Es sind Blei-Säure Batterien mit feinerem Pulver und mit besseren Separatoren. Dadurch kann er die Akkus fest zusammenpressen, so dass sie einen hohen Innendruck haben. Herr Messmer ist lange pensioniert, er macht dies mehr oder weniger als Hobby und hat insgesamt nur einige hundert Batterien gefertigt, meist den CityEl Satz, der mechanisch recht stramm reingeht. Mit etwas Mühe bringt man noch einige mm Isoliermaterial mit rein.

Der Akkus hat 12 Volt und 80 Ah Kapazität. Ich hatte dann praktischerweise - da ich nun mal dort war - gleich drei Akkus mitgebracht für meinen eigenen El. Allerdings habe ich sie dann an den Vereinskollegen Bernhard Friedl verkauft, siehe www.nefkom.net/eebike. Er fährt sie noch immer, ein Ende der Lebensdauer ist noch nicht abzusehen. Der Preis war seinerzeit 1200 DM für die drei Akkus. Der Akku hat einen erhöhten Innendruck und wird daher durch ein Spannband zusammengehalten. Der hohe Innendruck verhindert die Plattenkorrosion. Dadurch kann man höhere Temperaturen nutzen, ohne einen Lebensdauerverlust fürchten zu müssen.
Die beiden Erfinder hatten vor vielen Jahren das alles der Akkuindustrie angeboten, die aber an der erhöhten Lebensdauer von 10 Jahren oder so kein Interesse hatten. Sie wollten damals lieber auf geringen Preis optimieren. So hatten sie es mir in Freiburg nachts beim Bier erzählt, als wir mit der EVA (der Solarmobil Fahrt des Solarmobil Karlsruhe e.V.) seinerzeit in Freiburg waren.

Die Akkus halten also, Herr Messmer hat einen Mini von Andreas Klasen und hat ihn auch immer gerne gefahren. Nach 22.000 km hat er die Akkus zerlegt, um zu sehen, wie sie innen aussehen. Sie waren nach seinen Erzählungen noch tadellos.
Herr Messmer macht das alles in seinem Wohnhaus. Man kann also keine (industrielle) oder auch nur Serienfertigung erwarten. Allerdings habe ich gehört, dass sich mittlerweile eine kleinere Batteriefirma damit beschäftigt. Muss mal nachfragen, was draus geworden ist.....

Als Folge meines Besuches damals habe ich dann einen Artikel von Herrn Messmer in den Solarmobil Mitteilungen veröffentlicht.

Gruss, Roland Reichel
www.solarmobil.net