Balkonkraftwerke, maximale Leistung der Panele und Wandler

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.800
91365 Reifenberg
Am kommenden Montag startet die Crowdfunding Kampagne für read2plugin.

Das Gerät erlaubt es durch besondere Sicherheitsmaßnamen mit mehr als maximal 600 W einzuspeisen, ohne dass man einen Elektriker braucht.
Grübel grübel...... Könnte das die Lösung für die Abregegelung bzw. Erreichen der Null-Einspeisung für meinen alten Karschny Wechselrichter sein? Ich habe leider keine technischen Einzelheiten gefunden, um das prüfen und begreifen zu können. Also begreifen, wie dieses read2plugin Gerät dann den Wechselrichter tatsächlich abregelt. Einspeisung und damit Nulleinspeisung messen und Erkennen ist sicher kein Problem. Aber was dann? Mit welchen Signalen oder so nimmt er dann Einfluss auf den Solarwechselrichter? Darüber steht leider nix in der Beschreibung.

Zum Stand meiner Anlage: Alles seit Jahren unverändert problemlos in Betrieb, also zwei Strings mit je einem SMA Sunnyboy Wechselrichter und ein String mit dem Karschny Wechselrichter.

Die zwei Sunnyboys will ich durch einen Fronius Wechselrichter ersetzten, weil der problemlos vom Victron Multiplus auf Null-Einspeisung runtergeregelt werden kann. Danke an Emil für den Hinweis auf dieses Detail. Der Victron Multiplus liegt hier schon, und gestern sind auch die neuen Akkus EVE Li-FePo Akkus 280Ah 48V angekommen. Sind Ersatz für die uralten Exide Blei-Gel Batteriebank 48V 180Ah, die nach eingehenden Messungen weniger als die Hälfte der angegebenen Kapazität hat. Wurden daher gestern verschenkt. Weg ist weg, die Li-Zellen stehen bereit. Auf den Fronius Wechselrichter warte ich noch.

Da habe ich jetzt etwas Arbeit vor mir mit anbauen, anschließen, in Betrieb nehmen und so. Aber es eilt nicht, denn die jetzigen Geräte laufen ja mit Netzeinspeisung problemlos. Immerhin seit 22 Jahren. Und ein paar Balkonsolarmodule kommen bald dazu inklusive den dazugehörigen Wechselrichtern. Einfach als Erweiterung der bestehenden Anlage, also nix mit Neu-Anmelden und so.

Der alte Karschny Wechselrichter bzw. die Solarmodule haben 103 V im Mpp. Ein Wechselrichter, der als Ersatz passt, ist nicht so leicht zu finden. Karschny prüft ganz einfach alle drei Phasen. Sind sie da mit korrekter 120 Grad Phasenverschiebung geht er von einem funktionierenden Netz aus und speist ein. So könnte ich natürlich mit einem kleinen Hilfsrelais ihm einfach eine oder zwei Phasen abschalten. Das wäre aber nur eine ganz-oder-gar nicht Regelung. Also eigentlich keine Regelung, sondern einfach nur abschalten. Würde schon Sinn machen, denn dieser Betrieb ist ja nur bei Netzausfall und Inselnetzbetrieb relevant. Dann wird solar solange eingespeist, wie noch Abnehmer im Hausnetz da sind. Im Zweifelfall ist das als letztes dann der Akkulader. Ist der Akku auch noch voll, wird abgeschaltet, und das wäre ok. Muss mal drüber nachdenken, wie ich das real verwirklichken kann.

Denn einen Sunnyboy Homemanager habe ich hier auch noch, und mit dem sollte das eigentlich gehen. Da ist aber noch ne Menge Einarbeitung nötig. Hat jemand hier im Forum Erfahrungen mit den Gerät?

Gruss, Roland
 

Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
1.448
Heidenrod
Am kommenden Montag startet die Crowdfunding Kampagne für ready2plugin.

Das Gerät erlaubt es durch besondere Sicherheitsmaßnamen mit mehr als maximal 600 W einzuspeisen, ohne dass man einen Elektriker braucht.

Hmm,

das Konzept ist nett, um eine Nulleinspeisung hinzubekommen, auch bei mehreren (verteilten) Quellen.

Aber diese Berechnung der Leitungserwärmung halte ich für Nonsens: Der Leitungsschutzschalter lässt nur eine vorgesehene Leistung zu, egal ob rein oder raus. Wenn man da nun den Worst Case ansetzt, dass ein Verbraucher in einem Stromkreis die Leistung des Leitungsschuttzschalters PLUS die eingespeiste Leistung wegnuckelt, wird im Zweifelsfall fast immer die Steckdose des Verbrauchers abrauchen. In ganz ungünstigen Variationen mit mehreren Verbrauchern könnte zwar auch eine Leitung heiss werden, aber es wird fast immer die Steckdose des Leistungsverbrauchers treffen, und dieser Fall wird nicht berücksichtigt (eine kleine metallische Masse in der Steckdose erwärmt sich viel schneller als eine lange Leitung - thermische Kapazität).

Gruß,

Werner
 
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Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.701
So wie ich verstanden habe geht das Teil nicht an die Grenze der Belastbarkeit des Schukosteckers, sondern erlaubt nur maximal 1.800 W Einspeisung.

In Prinzip ist das nur eine Variante der Nulleinspeisung für Balkonkraftwerke und funktioniert wegen der nötigen Kommunikation zwischen Sensor und Wechselrichter bisher nur mit den Geräte von ready2plugin und nicht mit beliebigen Wechselrichtern.

Wobei ich noch nicht ganz verstehe wie es ohne Elektriker funktioniert wenn der Sensor im Zählerkasten nach der Sicherung den Strom über die Leitung messen soll.

Oder ist das nur Datenaufzeichnung?

Wie will das Gerät an einer Stichleitung feststellen wie viel Strom davor zu den Verbrauchern fließt?
 

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Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
1.448
Heidenrod
Na,

der Sensor im Zählerkasten darf nicht ins Negative rutschen, dann hab ich eine Einspeisung und muss den Wechselrichter 'bremsen'. Soweit ist das ja auch alles klar und funktional.

1800 Watt Limit an der Einspeiseschuko ist auch ok, die sind für 10A (2200 Watt) Dauerleistung spezifiziert, da ist also noch etwas Reserve drin.

Wenn man an der Sicherung im Kasten und am Wechselrichter misst, ist der GESAMTstrom zu den Verbrauchern die Summe von beidem. Das System kann aber nicht erkennen, auf wieviele Steckdosen sich das verteilt. Man könnte ja theoretisch die 16A/3600Watt über die Sicherung UND noch die 1800 Watt vom Wechselrichter ziehen - für eine Steckdose tödlich (ich bleibe dabei, die Schwachstelle sind zunächst die Steckdosen und erst später die Leitung).

Das kann man eigentlich nur effektiv verhindern, indem man die Gesamtlast auf 3600 Watt/16A begrenzt, damit im Fall des Falles die Sicherung bei überschreiten der 16A auslöst (Edit: Durch beschränken der Wechselrichterleistung bei Gesamtleistung über 3600Watt).

Langfristig begrenzt das System also die Last auf 3600 Watt im Strang, das müsste es aber auch kurzfristig machen, weil ich sonst (z.B. an einer Steckdosenleiste) zwei 2200 Watt Verbraucher anschließen könnte und die Wandsteckdose an der die Verteilerleiste hängt mit 4400 Watt (20A) beaufschlagt wird. Und das wird schnell warm...

Gruß,

Werner
 
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