Aus für Biokraftstoffe ?? !!

#1
Zum heutigen Bericht der Süddeutschen Zeitung, wonach die Koalition
vereinbart habe, die Steuerbefreiung auf Biokraftstoffe ab dem
kommenden Jahr zu beenden, erklärt Hans-Josef Fell MdB, Energieexperte
der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen und Vizepräsident von
Eurosolar:

Die Besteuerung von Biokraftstoffen ist nichts anderes als eine
Erhöhung der Spritsteuer zugunsten der Interessen der
Mineralölwirtschaft. Die Union, die bislang gegen die Erhöhung von
Benzin- und Dieselsteuer agitierte, zeigt keine Skrupel, den
Autofahrern in den Geldbeutel zu greifen, wenn diese Biokraftstoffe
tanken. Die Union hat sich schlichtweg von dem SPD geführten
Finanzministerium über den Tisch ziehen lassen.

Als Kompensation soll es einen Beimischungszwang für die
Mineralölwirtschaft geben. Die wird sich darüber freuen, da es ihr
damit gelingt, die Biokraftstoffe zu monopolisieren und fast gänzlich
in ihre Wertschöpfungskette zu integrieren - ganz zu Lasten der
Landwirte, die sich nur noch als billige Rohstofflieferanten
wiederfinden werden. Dass die Ölmultis- und Weltkonzerne vor allem
billige Rohstoffe importieren werden, ist dabei absehbar. Die deutschen
Landwirte werden weitgehend leer ausgehen.

Vorbei ist die Hoffnung vieler Autofahrer, zukünftig bezahlbaren Sprit
zu haben, auch wenn sich das Erdöl verknappt. Gefestigt wird hingegen
die Abhängigkeit von steigenden Erdölpreisen, da sich die beigemischten
Biokraftstoffe exakt an den Erdölpreisen orientieren werden.
Geschichte ist die Möglichkeit von Autofahrern, klimafreundliche
Kraftstoffe zu tanken und sich damit persönlich für den Klimaschutz zu
engagieren. Wer Pflanzenöle, Biodiesel oder Ethanol tanken möchte, wird
leer ausgehen oder deutlich mehr zahlen als derjenige, der schädliches
Benzin oder Diesel tankt.
Die Mineralölwirtschaft wird dafür sorgen, dass die Beimischung in
einer untergeordneten Größenordnung verbleibt. Biokraftstoffe werden
damit absehbar im Klimaschutz nur eine Randrolle spielen.

Vorbei ist die Hoffnung der Landwirtschaft auf zukünftige
Einkommensquellen als Energiewirte, auf die Sicherung und Schaffung von
Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft.
Die Landwirte, die ihre Biokraftstoffe selbst anbauen, werden sogar
zusehen müssen, dass sie für ihren eigenen Kraftstoff Mineralölsteuer
bezahlen müssen! Der Bauer, der Biogas tankt wird sogar ein Vielfaches
an Steuern zahlen müssen, wie der, der Erdgas tankt!

Schlagartig dahin sind die Entwicklungschancen ländlicher Räume. All
den Mittelständlern, die in den letzten Jahren im Vertrauen auf die
Politik investiert und sich eine ökonomische Existenz aufgebaut haben,
droht nun der Konkurs. Die Besteuerung von Biokraftstoffen ist eine
Mittelstandszerstörungsstrategie zugunsten von Großkonzernen.

Mehr noch: Die Politik zerstört das Vertrauen von Menschen in stabile
wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Im Mineralölsteuergesetz steht drin,
dass die Biokraftstoffe bis 2009 von der Mineralölsteuer befreit sind.

Jeder, der bisher in Pflanzenöl- oder Biodieselautos -, LKWs, -Busse,
Bahnen und Traktoren investiert hat, hat seine Investition unter
falschen Annahmen getätigt und bekommt seine Investition von der
schwarz-gelben Bundesregierung entwertet.

Die Frage muss und wird geprüft werden, ob dies Grundgesetzkonform ist.
Schließlich beinhaltet das Grundgesetz ein Rückwirkungsverbot.
Steinbrück und Koch setzen mit dieser Strategie die unheilvolle
Vorgehensweise von Finanzminister Eichel fort, der willkürlich von
heute auf morgen die ökonomischen Rahmenbedingungen änderte und damit
die Wirtschaft verunsicherte. Der letzte Versuch von Hans-Eichel am
Widerstand von Minister Trittin gescheitert. Eichel hatte versucht, von
heute auf morgen, das Steuerrecht für Fonds zu ändern. Dies hätte auch
Fonds getroffen, die mitten in der Geldsammelphase waren und deren
Prospekte längst gedruckt waren. Man muss diese vertrauenszerstörende
Vorgehensweise als Raubtieretatismus bezeichnen. Die Bürger unseres
Landes sind dazu aufgerufen, sich gegen diese Form staatlicher Willkür
zur wehr zu setzen.

Betroffen sind auch die vielen kleinen Ölmühlen vor allem in
Süddeutschland, die in den letzten Jahren entstanden. Diese haben jetzt
nur noch wenige Abnehmer: BP, Shell, ESSO etc. Es ist zu befürchten,
dass die schiere Marktmacht die kleinen Unternehmen an die Wand drücken
wird. Möglicherweise werden die Ölmultis ihre Bioöle auch gleich aus
anderen Quellen beziehen und die kleinen Ölmühlen schlagartig pleite
gehen lassen.

Doch nicht nur bestehende Investitionen werden entwertet. Auch wichtige
Hoffnungen auf neue Entwicklungen werden zerstört. In Brasilien, Mexiko
und anderen Ländern können Autofahrer Bioethanol (E85) statt Benzin
tanken. Dies funktioniert aber nur mit einer Steuerbefreiung. Die
Biokraftstoff-Besteuerung ist damit der Tod von E85.

Viele Menschen suchen nach einem Ausweg aus der Erdölfalle und haben
bereits enorme private und unternehmerische Anstrengungen unternommen.
Ihnen fällt die neue Regierung in den Rücken.
Wir werden den gesellschaftlichen Widerstand gegen das Ansinnen der
Koalition der Abschaffung der Steuerbefreiung für Biokraftstoffe
organisieren.

Die Union wird diesen Angriff auf die Landwirtschaft den Bauern nicht
erklären können. Wir sehen uns wieder - auf dem Acker.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Hans Josef Fell
 
P

pingelchen

Guest
#2
ausserhalb der regierungsverantwortung sind ;)

nu lass mal den koalitionsvertrag über die bühne gehen und in die brüche gehen, und dann sehen wir weiter... und zu guter letzt gibts evtl. noch händeklopfen von der EU...

aber schade ist es schon, da haben wohl einige das risen potential gemerkt, wenn man bioethanol aus brasilien für 20 cent/l einführen könnte, rapsöl billiger und umweltfreunlicher ist als biodiesel, dies aber eine umrüstung bedarf welches den handwerker vor ort unterstützt... wieder einmal haben die mächtigen grossen gewonnen...

warum war wohl die atompolitik bis zu letzt, obwohl viel viel wichtigere gesellschaftliche dinge besprochen worden mussten, immer noch thema? ein thema, das mehrheitlich im sinne des volkes und im konsens mit der industrie eigentlich beendet worden war?
 
K

Karl

Guest
#3
Hallo Roland und Hans Josef Fell,

ich stimme hier nicht zu!
Begründung:
1. Stellt dies indirekt eine Förderung der Elektroautos dar- zumindest so lange, wie keine extra Steuer für verfahrenen Strom erhoben wird.

2. Erscheint es in unseren Breiten viel sinnvoller Biomasse direkt zu verheizen (solange noch Öl und Gas für den Hausbrand benötigt werden), als diese zuerst mit relativ hohem Aufwand in flüssige Treibstoffe umzuwandeln! Dafür ist der Rest unseres Erdöls besser geeignet, Erdgas bedarf gar keiner Behandlung.


Schon jetzt ist es deutlich billiger Weizen oder Roggen (Körner! ca. 100 ¤/ Tonne, Brennwert ca. halb so viel wie eine Tonne Öl (ca. 450 ¤ ) ) zu verheizen als Ol oder Gas, ja sogar billiger als Holzpellets !

Bin gespannt auf die Antworten auf meine ketzerischen Thesen !

Mit sonnenelektrischen Grüßen

Karl
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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0
#4
Nie gedacht das mir Roland den Schlaf raubt

Obwohl das würde Ursache Wirkungsprinzip sehr frei Interpretieren.

Und die Zeiten wo der Überbringer schlechter Nachrichten an den Fußsohlen gekitzelt wurde sind auch vorbei (hoffe ich).

Zu Karls einwand,

1.die rechnen nicht mit Eautos da ist der Verwaltungsaufwand höher als die paar bringen.

3.Natürlich ist das verheizen von Weizen und Roggen ein *Sünde* und ganz besonders solange Menschen verhungern.

2. Das ist zu allgemein. Rapsöl hat einen geringeren aufwand als Holzpellets.
Biodiesel ist Komplex zu rechnen Nebenprodukte dazurechnen Methanol
reinrechnen und darum kein Bio? In einer Berlinereckkneipe haben einige dazu
vor kurzen eine Lösung gefunden. Ethanol zu Methanol verarbeiten und dann
hat man Biobiodiesel. Und dann der Grund warum die Regelung der Versteuerung
gut wär, Wirtschaftsverbrechen BTL.
Sogesehen gehen Karls Thesen von Ketzerisch bis sperrt die Ketzer (BTL) ein (ich bin
sogar dafür die Schlüssel wegzuschmeißen)

Jetzt noch zu Fells Beitrag. Ungewöhnlich aber ich bin Seiner Meinung, das ist gegen das
Grundgesetz. Es gibt bereits ein Gesetz und das sagt bis 2009 keine Steuer (so auf die
schnell in der Nacht) http://www.carmen-ev.de/dt/hintergrund/vortraege/biokraftstoffe.pdf
Seite 4 leider ist in dem Link auch der Grund warum der Umstieg so zäh ist, die letzten
zwei Seiten.

Für Pingelchen Scheer Visionen im Geschichtlichen Rückblick Seite 16

Aber nix genaues weis ma net, sachlicher ist die Diskussion wen mehr bekannt ist.


Trotzdem gute Nacht Manfred
 
K

Karl

Guest
#5
Guten Morgen Manfred !

Zum Verheizen von Nahrungsmitteln :
Wo ist der moralische Unterschied ob ich sie verheize oder sie auf Umwegen in den Tank schütte? Oder ich sie gar nicht erst produziere und auf wertvollen Böden dafür
"nachwachsende Rohstoffe" produziere ?
Ich sehe keinen Unterschied.

Es ist jedoch klar, daß der Energiehunger gegen den Hunger konkurrieren wird.
Da kommen gar grausige Zeiten auf uns zu !


sonnigen Sonntag

Karl
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
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#6
Karl, von mir erntest Du nur Zustimmung. Grüne sind oft betriebsblind, da werden vorgefasste Meinungen zur Religion. Die Klientel der Grünen ist so veranlagt.
Rapsfelder, so schön sie sind und so schön es auch war, einmal eine andere, wenn auch illusorische Zukunftsperspektive zu haben, sind im Grunde schädlich. Die CDU/CSU versucht num, wieder gesamtwirtschaftliches Denken durchzusetzen, wo eben Pflanze und Tier nicht mehr den Vorrang vor uns Menschen haben. Klar, bei der Bevorzugung von Konzernen müssen wir bei der Union aufpassen, die Pespektive der Dezentralisierung der Energiewirtschaft war eine der angenehmen Seiten, die uns die Grünen bescherten. Inzwischen ist uns allen bewusst, was in Zukunft auf uns zukommt, und die wirtschaftliche Denkart sollte wieder einmal ihren Platz erhalten, um uns vor dem Staatsbankrott zu bewahren. Nie waren Lebensmittelkontrolle, der Zustand der Kernkraftwerke, die Qualitätskontrolle von Windkraftwerken und die wirtschaftliche Missbewertung von alternativer Energie in einem solchen miserablen Zustand, wie gerade unter Grüne/SPD.
Die Qualität der Luft hat sich permanent, wenn auch nicht ausreichend, verbessert, die Qualität von Trinkwasser nicht. Unter der Egide der Grünen gedieh al Qaida prächtig, nicht zuletzt wegen der (vermeintlichen) Verwandtschaft deren Ziele mit denen von Attac und grünen "Gutmenschen". Das Fremde hatte Vorrang vor den gewachsenen Strukturen samt einer neuen Vorstellung von der neuen deutschen Idealfamilie, die das Homoerotische auf die gleiche Stufe mit den bisherigen Normen setzte.
Herr Fell wird kein Problem haben, sich umzustellen. Er kennt sich in der Materie aus und wird weiterhin der Bundesregierung gute Ratschläge erteilen können. Teilweise wird seine Unbefangenheit auch durch die Tatsache befördert werden, dass er nun nicht mehr auf den ideologisch regierten parteiinternen Klüngel unter den Grünen Rücksicht nehmen muss, sondern nun endlich auch gesamtwirtschaftliche Argumente ins Feld führen darf.

Mir käme es in erster Linie auf technische Umsetzung von Energiesparmaßnahmen und die Müllvermeidung an. Schade, gerade auf diesem Gebiet hätte ich mir eine gegenseitige Befruchtung von Schwarz/Grün versprochen.


Die parteiinternen Strukturen bei den Grünen verhinderten dies. Herrn Fell zähle ich nicht zu diesem Kreis und ich denke, wir behalten in ihm einen aufgeschlossenen und in Zukunft noch freieren Fürsprecher für vernünftige Projekte.
Einigen energiepolitischen Projekten fehlte einfach nur die Wirtschaftlichkeit. Es geht jetzt darum, dass endlich die Industrie mitspielt und nicht von vorneherin grüne Projekte torpediert...
Wir sitzen alle im gleichen Boot, bei dem der grüne Lack zur Zeit ab ist. Stichhaltige Argumente zählen nun.

 
P

pingelchen

Guest
#7
aufgrund der polit. systeme innerhalb der betroffenen länder und nicht, weil es zuwenig boden und menschen zum anbau gäbe (zudem wäre es energetischer schwachsinn, lebensmittel über den globus zu transportien, ein grosser energiebedarf der heutigen welt würde in einer zukünftigen regionalisierten welt erst garnicht entstehen, sowas müsste man mal unetrsuchen)... selbst die dürrekatastrophe in einigen afrikanischen ländern konnten sich nur so auswirken, weil dort seit jahrzehnten "krieg" herscht und weder rücklagen noch neue erkenntnisse in die bewirtschaftung der ackerflächen eingebracht wurden... zudem die versteppung eigentlich auch ein armutsproblem polit. natur ist, denn sie könnte aufgehalten werden und im umkehrschluss sogar wüstenflächen zurückgeholt werden...

man sollte mal nahrungsmittelpflanzen unabhängig ihrer damaligen verwendung als pflanze vielfältiger einsatzmöglichkeiten sehen... gibt viel zu viel überproduktion, um solch eine altes thema von vorne durchzukauen
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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#8
Hallo Offtopicsonntagsrunde

Zuminderst kann keiner sagen das hätte einer aus den Foren losgetreten, das war Angiestruppe
aus der Bauchtanzgruppe. Weil mit Hirn wurde da nix gemacht, das war gefühlter Volkszorn gegen
Bio am Heiligen Blechle.

Aber das Thema ist zu weit um alles in einen Beitrag zu packen.

Also erst Ackerbau und Viehzucht.
Karl ganz genau kann ich nicht werden weil das etwas außerhalb meines Grundwissen liegt, also was ich
jetzt schreibe sind Beitrage in Seminaren oder anderen Veröffentlichungen die nicht absolut Hinterfragt
habe sonder so halb ins gefühlte wissen reingehen. Also sollte jemand genauer bescheid wissen ich
lerne gern.

Nahrungsmittel wie wir sie bisher kennen werden Sortenrein hergestellt, Kartoffeln auf dem Kartoffeacker,
Weizen im Kornkreisfeld und Raps zu Tierfütterung auf dem Rapsfeld. Gelbe oder
Grüne Rechtecke in der Landschaft über die gelegentlich ein Bulldog fährt und *Kunstdungert* schmeist,
am besten nach dem Motto viel hilft viel. Und jetzt frist net de Kuh an Raps sondern s Auto, oiso weiter
wie bisher?

Also was ich so mitbekomme wächst da der Widderstand. Der Doppelnullraps ist der falsche gut für den
Salat schlecht fürs Auto. Faustformel was der Mensch gut verträgt ist schlecht für den Motor, Palmfett
ist Dieselsliebling, das nimmt man auch nur zu Braten und nicht in den Salat.

Neu Energiepflanzen (für Biogas) sollen in Mischkulturen wachsen Düngerpflanzen neben Schädlingsbremse
und Ertragsstarken Sorten weil den Vergaser ist es Wurscht ob da Disteln drin sind,
der Kuh nicht. Auch Raps (nicht Doppelnull) ist eigentlich ein Bodenauszehrer und wird halt meist auf
Stillegungsflächen gebaut (wobei man hier natürlich fragen kann, warum Prämie wen gutes Geld verdient
wird) und auch der könnte in Mischkulturen wachsen, kein Dünger keine Bodenbearbeitung, so eine
Art Schettlandrind auf dem Acker. Weil da keine Nahrungsmittelverwendung anders Rheinheitsanforderungen.

Der Energiewirt sollte die Gesamtertragsbilanz beachten, der Landwirt würde gern seine Vorhandenen
Maschinen rund um die Uhr beschäftigen damit sie sich amortisieren in der Bilanz.

Richtig ist Nahrungsmittel vor BTL, aber schau wo heute der Franz Josef Strauß (endlich in Bayern die
Ära zu Ende beim letzten (Stoiber) ist die Luft raus) Flughafen seine Rollbahn hat, hab ich als Kind mit meinen Opa
Torf gestochen (hab ich damals aber nur gemacht nicht berechnet, konnt ich noch gar nicht) also Energieversorgung
war schon immer ein Thema nur nicht so pervers das man Weizen verheizt.

Nachtrag zum Nachteulen Beitrag http://www.bmu.de/pressearchiv/15_legislaturperiode/pm/5530.php
 
K

Karl

Guest
#9
Hallo Pingelchen,
was die derzeitige Situation angeht, hast Du natürlich recht, aber!

Derzeit werden ca. 2 Milliarden Tonnen Getreide weltweit produziert und 3,5 Milliarden Tonnen Erdöl gefördert, also der 7-fache Brennwert.
Vom Öl gehen ca. 70 % in den Transport, eine 10 % Substitution durch aus Getreide produzierten Treibstoff würde demnach die Hälfte der Getreide-Weltproduktion benötigen!

Zugegeben, Getreide ist natürlich nicht alles!

sonnenelektrische Grüße
Karl
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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#10
Hallo Pingelchen

Gar nicht so Naiv ;-) "sowas müsste man mal unetrsuchen" wie?
Nachrechnen? :hot:

Nur das mit den Nahrungsmittelpflanzen da must nochmal in Deine
E-mails schauen (ist aber schon eine Zeit her) aber war wohl zu
viel Post drin von hübschen Mädchen, naiv gefragt? ;-)

Der Alte vom Berg
 
P

pingelchen

Guest
#11
muss man jetzt wieder das einmaleins eines energiemixes erklären und die unterschiedlichen qualitativen eigenschaften von energieträgern bezüglich ihrer flexibilität, konstanz und lagerung und inwiefern das eine das andere in welcher menge auch immer ersetzt?

zudem MUSS die landwirtschaft überproduktion machen, um ernteausfälle auszugleichen und notlager anzulegen, da dies nicht ewig haltbar ist, kann daraus auch energie (wie auch immer geartet) im anschluss erzeugt werden

aber unsere liebe pölgemeinde wird wohl demnächst zu verbrechern erklärt, weil sie sicher keine "mineralöl"steuer auf ihr pöl zahlen werden... die polizei hat dann den auftrag, die nase zu recken und auf ketzerjagt zu gehen... schönes dtl.

und wer hat das zu verantworten, man glaubts kaum, die SPD hat sich für diese besteuerung eingesetzt und strebt die zentralistische beimischungspflicht für die fossilen kraftstoffe damit an...

also lieber manfred, mit BTL ist dadurch nicht schluss, im gegenteil, nun liegt BTL endlich in all seinen ausführungen in der hand von beimischungsverpflichteten mineralölkonzernen... vorbei die zeiten der unabhängigen pölmühle um die ecke
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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#12
Nein Pingelchen


nicht das Einmaleins, in diesen Forum könnte man sich schon über
das große Einmaleins unterhalten. Sprich was ist in Zukunft zu betrachten
das es eine Zukunft gibt?

Zur SPD wundert Dich das. Das ganze beruht auf dem Stromeinspeisungsgestz
aus den 90ern Mathias Engelsberger vom CSU Mittelstandsflüger und ein
Windkraftler aus dem Norden (Name momentan nicht parat) ebenfalls Mittelstand.
Das EEG hat lediglich die Solarenote mehr bewertet, das Grundkonzept blieb.
Dezentral und allein das wort ist für Gewerkschaften und Sozalisten verdächtig.
Gewerkschaften (Entschuldigung ist natürlich etwas pauschaliert,es gibt überall
solche und solche) mögen keinen Mittelstand weil wo der Chef seine Arbeiter kennt ist nicht so gut fuß zu fassen. Westdeutschland ist nach den Krieg überwiegend vom Mittelstand aufgebaut worden. Nur der wurde und hat sich selber
immer zuruckgedrängt (Steueranheben und Subwentionen an Handaufhalter verteilen, meist Industrie) und in Ostdeutschland hat man ihn gar nicht erst Fußfassen lassen und nix blüht in der Landschaft? Zarte Pflänzchen und wenn
nix Subwentoniert wurde? ein Mittelständler oder doch nicht?

Das mit BTL und Pölmühlen das weis ich eben noch nicht. Ich hab nix gefunden
ob Rapsöl definitiv genannt ist Rapsöl ist ein Navaro Biodiesel und BTL nicht.
In der Suddeutschen steht fast nix nur "das die Ökosprit-Brannche weiter florieren kann" und noch ein Satz Teil "mittelfristig 2 Millarden ¤ pro Jahr" heist das der Liter wird jetzt mit 10¤ oder mehr besteuert? oder wie oder was.

Das ganze riecht nach verwendung im Biogaswerk.
 
P

pingelchen

Guest
#13
dass mit der rasenmähermethode zwar richtigerweise BTL und co. das leben schwer gemacht wird, aber eben evtl. auch dem "nawaro"-pöl
 
K

Karl

Guest
#14
Hallo Pingelchen,

was sagt ein Österreicher zum Biosprit ?

http://www.wirtschaftundumwelt.at/1188/1199/1201/

ich fürchte so ähnlich wird es kommen !

Sind andere Österreicher anderer Meinung ?

Sonnenelektrische Grüße

Karl
 
P

pingelchen

Guest
#15
denn das biosprit nicht gleich biosprit ist und rapsanbau nicht alles und selbstverständlich auch auf verschiedene art und weisen anbaubar ist wird da mal einfach wegpolemisiert...

ist das ne scheisse, das ich genau in der zeit geboren bin, wo sich die menschheit endlich mal von ihrem billigenergiehunger emanzipieren muss, das biosprit nicht in eine fossile energiehungrige autoflotte stecken darf, muss endlich klar werden, mal sehen wie lange alle beteiligten brauchen ;)
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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#16
Hallo Karl

Tonnen und Liter sind nicht das selbe das seh ich ein
ich hoffe bloß, wir verschwenden nicht wirklich einen Walchensee
im Jahr. Aber ich glaub heute nacht zuviel gelesen
und Wut erhizt das Hirn sollte also Wassergekühlt
werden.

Hm unsre Nachtbarn bauen also noch Raps nicht
Umweltneutral an und noch den falschen dazu.

Oder war der Schreiber auch gegen Bio an seinen
Heiligen Blechle.

Zu befürchten ist aber das mit Emissionshandel solche
Gedanken wirklichkeit werden.

Schaumer mal was jetzt wirklich drinsteht Manfred
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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#17
Trotzdem Noch eine Anmerkung (so ganz kann ich mirs halt doch nicht verkneifen)

Zeile 809 weiter wie bisher

Zeile 848 heißt Kohlekraftwerke mit CO² Erdeinlagerung da paßt keine Regenerative
Energie, Kohlesubvention mit neuen Namen

Zeile 850 Hat für mich was vom gläserern Menschen aber vielleicht hat es wirklich was?

Zeile 851 Das freut Jens ganz besonders ;-)

Zeile 852 Das hab ich meinen kleinen Bruder vor 40 Jahren im Deutschen Museum als
Modell schon gezeigt, wenn die Dampflok mit der Geschwindigkeit eingeführt
worden wär hätten wir in Bayern immer noch einen König.


Zeile 1033 Also Junge Mitschreiber wie in Zeile 1077 "Förderns und Forderns"
manche Text von mir Fördern durch Herausfordern ich war halt der Zeit etwas
voraus.









Trotzdem nach links steuern nach rechts gegenlenken ist letztlich gradaus weiter
 
B

Bernd M

Guest
#19
Ich persönlich finde es interessant das man die Mehrwertsteuererhöhung nur über "suchen" findet.
Übrigend welche Wirtschaftszweig geht es in Deutschland anerkanntermassen am besten? der Exportwirtschaft.
Und welcher Wirtschaftzweig wird nicht durch die Mehrwertsteuer belastet ,sondern nur bei den Lohnnebenkosten entlastet ? Ja ,richtig ,die Deutsche Mehrwertsteuer wird nur für Produkte fällig die in Deutschland verkauft werden.

Bernd M
 
P

pingelchen

Guest
#20
wem die 2 prozentpunkte weniger arbeitslosenversicherungsbeitrag nützen, also die werden nur auf dem arbeitgeberanteil reduziert, aber hat das auswirkungen für exportunternehmen, die sowieso ein haufen geld scheffeln, oder inwiefern werden durch diese lumpigen 2 prozentpunkte grosskonzerne oder mittelstand entlastet?

soll der unternehmer vor freude an die decke gehen, das er 20 euro bei der arbeitslosenversicherung spart und der rentenbeitrag erhöht wird? kann er damit seine kapitaldecke signifikant erhöhen und beid en banken besser aussehen?

und immer wieder schallt das nein nein nein