Aus China importierte Elektroautos - Elektroauto Forum

Aus China importierte Elektroautos

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DaMo35

Neues Mitglied
20.09.2022
39
Cockhausen
''Kurz nachdem bekanntgeworden ist, dass die USA die Sondersteuern auf aus China importierte Elektroautos von 25 auf 100 Prozent anheben möchte, ist aus EU-Kreisen zu vernehmen, dass offenbar über Strafzölle in Höhe von 25 bis 30 Prozent nachgedacht wird. Zwar wird erst für Anfang Juli mit einem Ergebnis der Untersuchungen etwaiger Wettbewerbsvorteile für chinesische Hersteller durch staatliche Subventionen gerechnet, doch wie Electrive berichtet, könnte die EU durchaus schon zuvor präventive Maßnahmen ergreifen.'' - Habe ich den Nachrichten entnommen. Glaubt ihr, dass die EU wirklich so etwas durchziehen würde?
 

Lomax223

Aktives Mitglied
16.09.2018
758
Hallo !

Meine Meinung :

Aufgrund der Wirtschaftslage - ein absolutes und uneingeschränktes ja


Gruß
 
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Wertungen: DaMo35

Kamikaze

Bekanntes Mitglied
Ich sehe das Thema ambivalent.

Einerseits ist China auf Wachstumskurs, koste es was es wolle, und subventioniert seine Industrie, was diesen natürlich unlautere Vorteile bringt.
Auch mangelnde Umweltstandards oder die Menschenrechtssituation in den Produktions- und Zulieferbetrieben wird da "sehr großzügig" ausgelegt.

Andererseits schaffen es unsere Autobauer partout nicht, endlich einen günstigen, elektrischen Kleinwagen für die Massen zu produzieren, obwohl sie da schon mal Vorreiter waren. Stattdessen wird lieber am Verbrenner-Luxussegment geklammert und gleichzeitig die Inflation mit enormen Löhnen für gering- bis mäßig qualifizierte Schrauber befeuert, was andere Branchen mit teil deutlich höherer Verantwortung und Aus- bzw. Fortbildungsanforderungen (z.B. Krankenpflege) in ernsthafte Schwierigkeiten bringt.

Ich bin ehrlich unentschlossen, was besser wäre: Belebende Konkurrenz für unsere trandösigen Autobauer, damit diese langfristig konkurrenzfähig bleiben, oder Schutz derselben durch Zölle, was bisher stets zu weiterer Verschleppung und schlussendlich dem Niedergang der "geschützten" Branchen führte, da diese nicht genug Innovationsdruck erfuhren, um international konkurrenzfähig bleiben zu können.
 
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Andreas106

Mitglied
29.03.2011
265
Es gibt doch schon einen Einfuhrzoll auf chinesische Autos. Der liegt aktuell bei ca. 100%!
Der Unterschied liegt bei der EU aber beim Empfänger des Zolls. Den kassiert nicht die EU ab, sonder China. :cool:
Denn chinesische Autos sind absolut nicht billig. Sie sind was den Preis angeht auf dem Niveau von europäischen Autos. Schaut man sich die importierten Autos in China an, kosten sie dort die Hälfte.
Auch VW ist deshalb günstiger in China als bei uns.
Nur was bringt ein Zoll in der EU, wenn die europäischen Autos in China nicht mit dem Preis mithalten können.
Das kann ja dann nur eine Trotzreaktion sein.

Aber die Aussage, China überschwemmt den europäischen Markt mit billigen Autos kann ich nicht sehen.
 
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Wertungen: DaMo35 und Kamikaze

Kamikaze

Bekanntes Mitglied
Es gibt doch schon einen Einfuhrzoll auf chinesische Autos. Der liegt aktuell bei ca. 100%!
Der Unterschied liegt bei der EU aber beim Empfänger des Zolls. Den kassiert nicht die EU ab, sonder China. :cool:
[...]
Aber die Aussage, China überschwemmt den europäischen Markt mit billigen Autos kann ich nicht sehen.
Stimmt. Das aber führt zu enormen Gewinnmargen der chinesischen Hersteller, die daher wiederum mehr Geld haben um zu investieren.
(Was übrigens auch nicht immer positiv für die Firmen/Lander ausgeht, die diese Investitonen "empfangen".)
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.916
Ich bin ganz klar dafür hier China in die Schranken zu weisen und die dortigen Subventionen hier mit entsprechenden Zöllen abzuschöpfen, um einen Gleichstand hinsichtlich sozialen und Umweltstandards herzustellen. Davon abgesehen muss man das totalitäre System in China nicht auch noch finanzieren. Das mag jetzt hart für die deutschen Hersteller sein, weil China dann auch deren Chinageschäft abwürgt. Aber ich glaube man muss hier endlich mal Kante zeigen.

Das Narrativ dass unsere Autobauer keine günstigen E-Autos bauen wollen ist so in dieser Absolutheit nicht richtig. Ersten sind die Autos der deutschen Hersteller noch nie die günstigsten gewesen, und hatten in diesem Segment die letzten Jahrzehnte ein eingeschränktes Angebot. Und zweitens selbst wenn sie es wollten sind sie aufgrund der wesentlich höheren Kosten gar nicht in der Lage E-Autos unter 20.000 € in Massen zu bauen. Hier fragt sich auch was ein günstiges E-Auto überhaupt definiert.

Die Leute wollen in der Mehrheit auch nicht irgendein günstiges E-Auto sondern eins das ihren Verbrenner ohne Nachteile ersetzen kann. Das funktioniert ja nicht mal bei den teuren E-Autos, geschweige denn mit irgendwelchen billigen. Die Chinesen Autos sind auch nur beim Kaufpreis "billig". Wie der TCO mit fehlender Zuverlässigkeit und rudimentärem Service aussieht, das muss sich nach 10 Jahren erst Mal zeigen.

Ich habe kürzlich irgendeinen Hinweis auf eine Studie gelesen die meiner Erinnerung nach aussagte das 60 % der E-Autokäufer beim nächsten Mal kein E-Auto mehr kaufen möchte. Deshalb glaube ich nicht dass ein höheres Angebot an billigen E-Autos den Verkauf wesentlich befördern würde.
 

Kamikaze

Bekanntes Mitglied
Die Leute wollen in der Mehrheit auch nicht irgendein günstiges E-Auto sondern eins das ihren Verbrenner ohne Nachteile ersetzen kann. Das funktioniert ja nicht mal bei den teuren E-Autos, geschweige denn mit irgendwelchen billigen.
Steile These - insbesondere in einem E-Auto-Forum.
Meine Zoe kann jedenfalls alles, was mein Golf3 konnte und noch viel mehr.
Ich habe kürzlich irgendeinen Hinweis auf eine Studie gelesen die meiner Erinnerung nach aussagte das 60 % der E-Autokäufer beim nächsten Mal kein E-Auto mehr kaufen möchte.
Diese Studie würde mich sehr interessieren.
Hast du einen Link, oder eine ISBN, oder sowas, dass ich da mal reinlesen kann?

Ich sehe in meinem Umfeld eher das krasse Gegenteil: Wer einmal elektrisch gefahren ist will nicht mehr zurück zum Stinker.
Für manche ist es die Sprintfähigkeit an der Ampel, für Andere die Unterhaltskosten, und für wieder andere die fehlende Lautstärke. Passt das Fahrzeug auch nur halbwegs zum Fahrer und Fahrprofil, waren bislang alle begeistert.
Leider ist im Klein- und Kleinstwagensegment noch kaum Auswahl vorhanden, was insbesondere ältere in meinem Umfeld abschreckt. Ich höre da immer wieder "Ist ja toll, aber viel zu groß für mich."
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.916
Ach, Deine Zoe hat die gleiche Anhängelast wie ein normaler Golf und man kann damit seinen Wohnanhänger in der gleichen Fahrzeit nach Italien ziehen?

Es kommt halt letztlich auf die persönlichen Bedürfnisse an. Manche kommen auch komplett ohne Auto aus, und andere wiederum wollen sich bei der Mobilität nicht mehr als nötig einschränken.

Und übrigens, ich bin auch nach für Jahren Tesla zurück auf einen Verbrenner, wenn auch einen Hybrid. Ich sah mich selbst mit den Teslas gerade auf Langstrecke doch immer wieder erheblich in der Mobilität eingeschränkt. Ich habe das solange akzeptiert bis ich den Verbrennerzweitwagen abgeschafft habe und einen Wohnanhänger damit ziehen musste. Da haben sich die Nachteile ganz klar gezeigt. Ich habe 2 Autos durch eines ersetzen können, was nicht nur ein ökologischer, sondern auch ein finanzieller Gewinn ist.

Ich habe jetzt diesen spezifischen Bericht nicht mehr auf die schnelle gefunden, aber dafür ein paar Artikel mit ähnlicher Aussage.



Und letztlich zeigt sich in den Zulassungszahlen das mehr 85 % der Zulassungen noch Verbrenner sind. Daran wird sich unter den aktuellen Rahmenbedingungen auch nicht so schnell was ändern.
 

Kamikaze

Bekanntes Mitglied
Ach, Deine Zoe hat die gleiche Anhängelast wie ein normaler Golf und man kann damit seinen Wohnanhänger in der gleichen Fahrzeit nach Italien ziehen?
Technisch gesehen: Ja.
Das konnte mein Golf3 auch nicht, mangels Kupplung - was aktuell auf beide Fahrzeuge zutrifft. :p
Ich verstehe aber, was du meinst.
Mir persönlich stellen sich da zwei Fragen:
1) Wie oft kommt sowas vor? (Wieviele Leute machen das wirklich, und wie oft im Jahr machen diese das?)
2) Warum sollte das meine Zoe können müssen? (Ich habe keinen Bedarf daran - also entsprechend beim Fahrzeugkauf nicht darauf geachtet. Ich sage und schreibe ja nicht umsonst bei jeder Beratung, dass das Fahrzeug zum Fahrprofil und Fahrer passen muss.)

Dir ist klar, dass @Werni hier regelmäßig mit seinem Wohnwagen samt E-Smart zur Waldmühle kommt?
zu 1 noch: Mir persönlich würde im Traum nicht einfallen, ein Fahrzeug 365 Tage im Jahr unterhalten (und bezahlen) zu müssen, das ich nur für 2-3 Tage im Jahr brauche.
Wenn ich also tatsächlich mal auf die Idee kommen sollte, meinen gesamten Hausstand mit auf große Urlaubsfahrt nehmen zu wollen (was mMn. schon insgesamt etwas seltsam ist, aber jedem das Seine), dann würde ich mir für diese Zeit lieber ein Wohnmobil oder ein entsprechendes Zugfahrzeug mieten.
(Wobei ich mir vermutlich auch den Transport komlett sparen würde und direkt ein Ferienhaus vor Ort bevorzugen würde...)

Es kommt halt letztlich auf die persönlichen Bedürfnisse an. Manche kommen auch komplett ohne Auto aus, und andere wiederum wollen sich bei der Mobilität nicht mehr als nötig einschränken.
Stimmt.
Ich gehe sogar soweit und meine, dass man sich für den Umstieg garnicht einschränken muss.
Was aber durchaus hilfreich ist: sich anderen Lösungsmöglichkeiten nicht pauschal verschließen. :)
(Und man sollte Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.)
Ich habe jetzt diesen spezifischen Bericht nicht mehr auf die schnelle gefunden, aber dafür ein paar Artikel mit ähnlicher Aussage.
Danke für die Links.
Leider lassen sich diese nicht dazu aus, wie sie ihre Zahlen erhoben haben.
Wenn ich nun z.B. auf einer Wohnanhänger-Messe die Leute befrage, ob sie sich nach einem Leben ohne Wohnanhänger sehnen, ist das Ergebnis halt erwartbar. ;)
Dass manche Pressehäuser ein (wie auch immer geartetes) Interesse daran zu haben scheinen, die Energiewende insgesamt zu diskreditieren, ist leider auch kein Geheimnis. Ich vermute, dass sich dadurch Klicks (und damit Werbeeinnahmen) generieren lassen.
Und letztlich zeigt sich in den Zulassungszahlen das mehr 85 % der Zulassungen noch Verbrenner sind. Daran wird sich unter den aktuellen Rahmenbedingungen auch nicht so schnell was ändern.
Die Beobachtung ist zwar korrekt, aber an deiner Schlussfolgerung zweifle ich.
MMn. wird die Umstellung weitgehend exponentiell erfolgen, da verschiedene sich selbst verstärkende Faktoren dies forcieren werden.
> Das Angebot an BEV wird stetig größer, während neue Verbrennerplattformen immer mehr zur Sensation werden.
> Die Batterietechnik wird immer besser und billiger, während die Entwicklung von Verbrennermotoren seit Jahren stagniert.
> Je mehr PV zugebaut wird, umso mehr wird den Leuten klar, dass sie damit mindestens einen Teil der Unterhaltskosten ihres Fahrzeugs auf quasi Null reduzieren können.
> Je mehr BEV unterwegs sind, um so weniger Fossiltreibstoff wird benötigt, was zu Tankstellenschließungen führt (kann man schon jetzt beobachten), was wiederum BEV attraktiver macht.
> BEV sind schon jetzt über die Lebensdauer billiger als Verbrenner. In der gleichen Fahrzeugklasse gleichen sich auch die Kaufpreise zunehmend an. Das kommt auch immer mehr in den Köpfen der Menschen an. (Hier auch vor dem hintergrund, dass das Durchschnittsauto nur ca. 35km am Tag mit ca. 1,5 Personen an Bord ohne Anhänger zurücklegt, quasi jeder Stellplatz mit Strom ausgerüstet werden kann, und auch die Ladeoptionen für Laternenparker immer mehr werden.)

Meine These: In den kommenden 10 Jahren werden die Neuzulassungen von BEV deutlich mehr werden, als die von Verbrennern, und in den darauf folgenden 5 Jahren auf 90% anwachsen.
Gemäß Pareto sind die letzten Prozentpunkte die Schwierigsten - insbesondere auch, da es noch eine Zeit lang Nischen geben wird, in denen Verbrenner sinnvoller oder wirtschaftlicher sein werden (z.B. Katastrophenschutz braucht lange lagerbare Energieträger und die Fahrzeuge stehen noch viel länger einfach ungenutzt/einsatzbereit herum, als Privat-PKW).
Für die große Mehrheit dürfte die Umstellung aber schon bald gar keine wirkliche Frage mehr sein.


Das hängt aber nicht (nur) an aus China importieren BEV, um den Bogen zurück um Strangthema zu bekommen. ;)
 
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Wertungen: DaMo35

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.916
Gemäß Pareto sind die letzten Prozentpunkte die Schwierigsten
Wir sind aber nicht bei den letzten Prozentpunkten sondern mit etwa 15 % Neuzulassungen ganz am Anfang.

Der Zuwachs im Bestand sieht zwar langfristig exponentiell aus, aber momentan eine Stagnation der Zulassungszahlen, wenn nicht sogar einen temporären Rückgang der Neuzulassungen.

Die Early-Adopter sind unter aktuellen Marktbedingungen weitgehend versorgt. Ein Teil der Käufe sind wahrscheinlich auch Ersatzbeschaffung, weil neue Fahrzeuge besser sind. Die alten gebrauchten Fahrzeuge stehen wie Blei auf den Höfen der Autohändler.

Die Chinesen-Autos können mit Dumpingpreisen einen kurzfristigen Anstieg bewirken. Allerdings besteht dann meiner Meinung nach auch die Gefahr dass durch die zu erwartenden Enttäuschungen mit den Autos und dem Service, dies auch schnell wieder vorbei ist, und sogar dem E-Automarkt insgesamt schadet, weil sich diese Enttäuschungen herumsprechen würden.
 
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L.S.

Mitglied
05.05.2021
183
Mühldorf am Inn
Ich denke @Emil geht es nicht nur um die zulässige Anhängelast, sondern in erster Linie auch um die Reichweiteneinbuße, die bei bspw. einem "Standard"-Wohnanhänger mit sagen wir mal 2,5t dann doch stärker ins Gewicht fallen werden, als bei max. 750kg Hängern, besonders auf Langstrecke.

Allerdings ist das eben genau dieser eine Sonderfall, in dem ein batterieelektrisch betriebener Klein(st)wagen nun mal an seine Grenzen kommt. Ob einem das Nomadentum zusagt oder nicht, das ganze Jahr lang die eigene Mobilität auf diesen einen Sonderfall auszurichten, ist m.E. ein Unding.

Auch ich bin vor nicht all zu langer Zeit eine (für mich) besonders lange Strecke mit schwerem Anhänger am Stück gefahren (leider nur mit LPG, nicht BEV) und muss rückblickend sagen, dass mir Zwangspausen durch einen Ladestopp auch körperlich sehr gutgetan hätten, anstatt mich 8 Stunden am Stück durchschütteln zu lassen und immer in der gleichen Position zu sitzen. Daher sehe ich persönlich auch diesen Einzelfall nicht wirklich als Problem. Gerade wenn man den Wohnanhänger dabei hätte, könnte man sich doch zwischendurch schön mal eben eine Viertelstd. hinlegen (mehr brauchts ja heutzutage zum Laden schon fast nicht mehr) und kann dann die nächsten 4 Stunden runterspulen. Wenn man dagegen ohne viel Gepäck weit reist, kann man ja auch gleich Zug fahren (andere Baustelle).

Klar, (B)EV ist nicht die ultimative Lösung für jeden Use Case, aber als Teil der Lösung bestimmt auch nicht mehr wegzudenken.

Je mehr BEV unterwegs sind, um so weniger Fossiltreibstoff wird benötigt
Je mehr BEV unterwegs sind, desto mehr Braunkohle wird leider aktuell benötigt... (besonders weil ja bestimmt viele noch über Nacht am Netz laden; aber zu EE gibts hier bestimmt auch schon einen Thread?)


Ersatzbeschaffung, weil neue Fahrzeuge besser sind. Die alten gebrauchten Fahrzeuge stehen wie Blei auf den Höfen der Autohändler.
Was mMn tatsächlich ein Problem darstellt, ist die Tatsache dass Autos in letzter Zeit immer zügiger altern und ziemlich schnell nicht mehr "up to date" sind (vgl. Smartphones/Computer). Das ist aber nicht auf BEV beschränkt, sondern gilt dann genauso auch für Verbrenner.
Man sehe sich nur mal die Old- und Youngtimer-Vertreter hier im Forum an (CityEL, Kewet, Saxo, Berlingo, P106, ...), das einzige digitale, was da altert, ist das BMS und das veraltet idR ca. so schnell wie es neue Erkenntnisse über den verwendeten Batterietyp gibt. Also bei Pb, Ni-Cd und LiFePo kaum noch.
Wir reden hier aber von Neuwagen oder? Da ließe sich sogar das Gegenteil behaupten: Während die Elektroautos immer bessere Batterien bekommen und so immer höhere Laufleistungen schaffen können, fallen die Verbrenner immer mehr dem Downsizing zum Opfer und man ist froh wenn sie überhaupt die 100'000km-Grenze erreichen.

Dass aber generell JEDES Gebrauchtfahrzeug (also auch Diesel Euro 0) umweltfreundlicher als JEDER Neuwagen ist, brauche ich hier hoffentlich nicht zu betonen?
Wichtiger wäre also ein Weg, die aktuell vorhandenen Fahrzeuge bis zu ihrem Ableben umweltfreundlicher zu betreiben. Oder eben für besondere, seltene Fälle umzustrukturieren.

Nun aber wirklich mal zurück zum eigentlichen Thema:
China (bzw. "Asien") hat ja angeblich qualitativ erheblich aufgeholt in den letzten paar Jahren, allerdings glaube ich dass zusätzliche Strafzölle gar nicht nötig sind, da durch die bereits erwähnten schon vorhandenen Im- bzw. Exportkosten die Preisdifferenz bei einem Kauf in der EU so gering ist, dass sich die Fahrzeuge erst dann durchsetzen können, wenn es enorme Unterschiede zu Europäischen Herstellern gibt, dann wiederum ist das doch auch verdient, unsere Autobauer müssten das ja dann eigentlich auch annähernd gleich hinbekommen.
Habe neulich erst wieder Überwachungs- und Dashcamvideos aus China gesehen, auf denen E-Autos verschiedener chinesischer Hersteller (z.B. beim Ladevorgang oder Fahrbetrieb, aber auch beim Parken) komplett abbrennen. Noch ein Thema, das zusätzliche Einschränkung aktuell mMn nicht nötig macht.

Spannendes, vielschichtiges Thema. Mal sehen, wie es sich entwickelt ;-)
Viele Grüße, Leon
 

Lomax223

Aktives Mitglied
16.09.2018
758
Hallo in die Runde !

an L.S. Zitat anknüpfend

Zitat :

"Dass aber generell JEDES Gebrauchtfahrzeug (also auch Diesel Euro 0) umweltfreundlicher als JEDER Neuwagen ist, brauche ich hier hoffentlich nicht zu betonen? "

Zitat Ende

möchte ich folgendes bemerken

Was meines erachtens allgemein vernachlässigt wird ist KI.
Sie hatt ja mittlerweile in allen bereichen des lebens einzug gehalten und ist auch in den Autos angekommen
natürlich auch in den BEV`s .

Mit vernachlässigt meine ich den enormen Stromverbrauch durch KI Server und somit das erzeugte Co2 das dadurch entsteht.
Dadurch kann die Ökobilanz eines BEV etwas verzerrt dargestellt werden , oder wurde /wird dieser Faktor
bereits in die Ökobilanz eines BEV aufgenommen ?


somit bin ich geneigt dem obigem Zitat zu folgen.


Gruß

Lomax
 
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Kamikaze

Bekanntes Mitglied
Was meines erachtens allgemein vernachlässigt wird ist KI.
Sie hatt ja mittlerweile in allen bereichen des lebens einzug gehalten und ist auch in den Autos angekommen
natürlich auch in den BEV`s .

Mit vernachlässigt meine ich den enormen Stromverbrauch durch KI Server und somit das erzeugte Co2 das dadurch entsteht.
Dadurch kann die Ökobilanz eines BEV etwas verzerrt dargestellt werden , oder wurde /wird dieser Faktor
bereits in die Ökobilanz eines BEV aufgenommen ?
Ich weiß gerade nicht wirklich, worauf ihr euch bezieht.
Welches Fahrzeug braucht aktuell einen signifikanten KI-Server?
(Dass die Rechenleistungen auch in Autos immer größer werden stimmt, aber dort sehe ich aktuell keinen signifikanten Energieverbrauch dadurch.)
Ob in der Fahrzeugentwicklung aktuell irgendwo KI eingesetzt wird weiß ich nicht (und wäre vermutlich dann auch kein Unterschied zur Verbrennerentwickung).
Beim autonomen Fahren würde sich ebenfalls kein Unterschied zwischen BEV und Verbrenner ergeben, was die Serverlast angeht.
Was also soll hier BEV energetisch "verzerren"?
 

Kamikaze

Bekanntes Mitglied
Dass aber generell JEDES Gebrauchtfahrzeug (also auch Diesel Euro 0) umweltfreundlicher als JEDER Neuwagen ist, brauche ich hier hoffentlich nicht zu betonen?
Wichtiger wäre also ein Weg, die aktuell vorhandenen Fahrzeuge bis zu ihrem Ableben umweltfreundlicher zu betreiben. Oder eben für besondere, seltene Fälle umzustrukturieren.
Jaein.
Dass der energetische "Produktionsrucksack" bei Nicht-Bau natürlich auch nicht zustande kommt ist natürlich korrekt.
Es gibt aber inzwischen Hinweise darauf, dass dieses Offset aber deutlich geringer ist, als man meinen könnte.
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.916
Einmal werden die ganzen KI Spielereien nicht nur in BEV eingebaut, sondern auch ich neue Verbrenner. So ist das kein BEV spezifisches Thema.

Zum Anderen hat nur das Lernen einen extrem hohen Stromverbrauch, die Nutzung (Inference) dagegen braucht eher wenig Energie.

Neuerdings baut VW ChatGPT zur Spracherkennung ein (siehe ID.7).
 
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Wertungen: L.S. und Kamikaze

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.916
Es gibt aber inzwischen Hinweise darauf, dass dieses Offset aber deutlich geringer ist, als man meinen könnte.
Das gilt aber auch wiederum nur wenn man ignoriert dass der der Strom für jedes zusätzliche BEV derzeit von Kohlekraftwerken kommt.

Und natürlich könnte man den Verbrenner auch mit den neuen Kraftstoffen betreiben. Man könnte also auch erst Mal statt den Kauf eines neuen oder auch gebrauchten BEV entscheiden dass man ab diesem Zeitpunkt nur noch XTL oder HVO tankt. Ich halte das solange noch fossile Kraftwerke die Residuallast decken für das Klima deutlich besser als das BEV. Es hakt halt noch an den Mengen.
 

Werni

Bekanntes Mitglied
19.02.2019
2.084
Heidenrod
Einmal werden die ganzen KI Spielereien nicht nur in BEV eingebaut, sondern auch ich neue Verbrenner. So ist das kein BEV spezifisches Thema.

Zum Anderen hat nur das Lernen einen extrem hohen Stromverbrauch, die Nutzung (Inference) dagegen braucht eher wenig Energie.

Neuerdings baut VW ChatGPT zur Spracherkennung ein (siehe ID.7).
Zum Thema Stromverbrauch von KI:


Gruß,

Werner
 
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