Antriebsachse geht nicht mittig in Aufhängung - Elektroauto Forum

Antriebsachse geht nicht mittig in Aufhängung

Zürcher

Mitglied
28.11.2022
153
Stäfa, Zürich, Schweiz
Hallo zusammen

gestern ist mir zufällig aufgefallen, dass die Achse nicht mittig in die Aufhängung geht. Und zwar ist das sowohl beim linken als auch beim rechten Rad feststellbar.
Die Lager sind neu, haben erst 5000km drauf.
Weiss jemand woher das kommt bzw was ich dagegen machen kann oder muss?
Gruess
Beat
 

Kamikaze

Bekanntes Mitglied
So sieht es bei mir aus, wenn die Lager hinüber sind.
Kann je nach Lager und Montage schon nach wenigen 1000km der Fall sein.
Als meine Silentbuchsen defekt waren haben die Lager teilweise nur 200km gehalten.
Nach 5.000km lohnt sich mMn. also ein Check bei ausgebauter Ankerplatte.
Evtl ist da auch schon die Achse eingelaufen - dann sind Lager um so schneller hinüber, je schlechter die Passung der Achse ist.
Meine letzten Lager dort haben nur ca. 150km gehalten - bei ca. 0,8mm eingelaufener Achse (Durchmesser).
Deshalb dann auch die Sammelbestellung von Achsen letztens.
 

weiss

Administrator
15.01.2004
2.359
hallo :cool:
das kann mehrere ursachen haben von
lager defekt inzwischen fast sicher.
schiefer achseinbau d.h. auf der einen seite ist der lagerbock an der blattfeder ganz vorne und auf der anderen seite ganz hinten. ACHTUNG: auch die blattfedern können unterschiedlich am rahmen befestigt werden. also immer am chassi an der gleichen stelle li. und re. messen.
der lagerblock ist nicht fluchtig eingebaut genau im 90°-winkel zur achse eingebaut.
bis zur eingelaufenen achse an den lagern aus den vorher genannten gründen.

gut zu sehen beim bild von beat:
das bremsankerschild ist nach hinten gewandert
anstelle, durch den riemen oder kettenspannung, nach vorne.

übrigens:
bei dir muß der handbremsenweg schon recht lange sein. einstellen kann man das mit den grauen kunststoffteilen li. und re. von dem handbremsen seilaufnahme. daran sollten die seilaufnahmen, bei gelöster handbremse, anliegen.

euer werner ad
 

Kamikaze

Bekanntes Mitglied
schiefer achseinbau d.h. auf der einen seite ist der lagerbock an der blattfeder ganz vorne und auf der anderen seite ganz hinten.
Das verstehe ich jetzt nicht. Die Silentblöcke sind durch zwei Löcher an der Feder verschraubt. Da gibt es (zumindest bei meinem EL) kein "vorne" oder "hinten", sondern nur eine mögliche Einbaulage dort, wo die Schraubenlöcher sind.
ACHTUNG: auch die blattfedern können unterschiedlich am rahmen befestigt werden. also immer am chassi an der gleichen stelle li. und re. messen.
Da ist bei mir auch ein Spiel von ca. 3mm am Federende, wenn man die Befestigungsschrauben am Batteriekorb löst.
Ich habe die bisher immer zum Achseinbau gelöst und danach erst fest gezogen, wenn alles an seinem Platz sitzt, damit da keine Spannungen im System sind.
der lagerblock ist nicht fluchtig eingebaut genau im 90°-winkel zur achse eingebaut.
Wie soll das gehen?
Die Toleranzen da sind (zumindest bei meinem EL) extrem gering.
Die Silentbuchsen haben keinen mm Spiel bei gelösten Schrauben, und wenn die Federn schief (nicht winklig) stehen, dann bekommt man die Ankerplatten nicht ohne gravierende Gewalteinwirkung festgeschraubt...
gut zu sehen beim bild von beat:
das bremsankerschild ist nach hinten gewandert
anstelle, durch den riemen oder kettenspannung, nach vorne.
Von welchem Schild sprichst du?
 

Zürcher

Mitglied
28.11.2022
153
Stäfa, Zürich, Schweiz
eingebaut habe ich die auch so, dass ich erst ganz am Schluss die Blattfeder angezogen habe, damit möglichst keine Spannung auf den Lagern/Achse ist. Aber wie Rick auch sagt: die Toleranzen sind recht eng. Viel kann man da sowieso nicht schieben.

Ich habe zudem den Versuch mit den Schräglagern gemacht, eigentlich in der Hoffnung, dass diese dann ewig durchhalten. Werde aber wohl oder übel am Wochenende mal die Radlager kontrollieren müssen.

Danke Werner für den Hinweis wegen der Handbremse. Ich weiss, dass ich da mal nachstellen muss. Leider ist das Bremskabel schon fast zu lange. Muss da mit irgendeinem Trick den Spannweg verlängern, weil mit den Orignalteilen der vorgesehene Weg auf dem Gewinde schon fast "aufgebraucht" ist.
Gruess
Beat
 

weiss

Administrator
15.01.2004
2.359
hallo ihr beiden :cool:
ich versuche es mit einer anderen beschreibung...
die hinterachsaufhängung ist als rechteck konstruiert worden.
da bis auf die gewindeaufnahme von den battfedern am rahmen alles bewegliche teile sind kann da auch eine raute daraus werden oder eben ein vieleck, sprich ein unregelmäsiges rechteck. z.b. wenn die achse nicht paralell zum rahmen ist. ich rede da nicht von cm , ich rede da von mm. da hilft nur immer mit dem gleichen maßband oder stab messen.

zuerst muss die bremsankerplattenaufnahme, also die konsole die an die blattfedern angeschraubt werden schön fluchtig mit den blattfedern angezogen werden.
dann die abstände zwischen der bremsankerkonsole und dem chassi vergleichen.
einmal diagonal, z.b. li. blattfederbefestigung zur re. bremsankerplattenaufnahme.
danach sollte da alles passen.

weiter im text:
Ich habe zudem den Versuch mit den Schräglagern gemacht, eigentlich in der Hoffnung, dass diese dann ewig durchhalten. Werde aber wohl oder übel am Wochenende mal die Radlager kontrollieren müssen.
ok, und wie hast du die vorgespannt? schrägkugellager müssen immer vorgespannt werden. d.h. auf einer seite am aussenring einen anschlag und auf der anderen seite auf der achse ein gewinde zum festziehen.
oder hast du auf jeder seite ein schrägkugellager montiert und das dann über die radachsmuttern verspannt?
dann stellt sich die frage wie du den aussenring zwischen li. und re. auf distanz gehalten hast?
fragen über fragen...

Danke Werner für den Hinweis wegen der Handbremse. Ich weiss, dass ich da mal nachstellen muss.
du mußt nur die unregelmäßigen kunststoffteile so verstellen, dass der bremshebelweg kleiner wird und schon hast du den handbremsenweg verkleinert. aber aufpassen - die bremsen dürfen dann nicht kratzen oder schleifen im gelösten zustand.
gut zu sehen beim bild von beat:
das bremsankerschild ist nach hinten gewandert
anstelle, durch den riemen oder kettenspannung, nach vorne.
Von welchem Schild sprichst du?
sorry, da ist mir ein fehler unterlaufen.
da ist der ganze text ein blödsinn.
die achse ist wohl über den riemen oder einer kette mit der achse verspannt aber die ganze "einheit" (motor und achse) schweben als solches frei an den achslagern. die motorstütze hat keine führungsfunktion da sie als drehmomentstütze ausgelegt ist.
Wie soll das gehen?
Die Toleranzen da sind (zumindest bei meinem EL) extrem gering.
Die Silentbuchsen haben keinen mm Spiel bei gelösten Schrauben, und wenn die Federn schief (nicht winklig) stehen, dann bekommt man die Ankerplatten nicht ohne gravierende Gewalteinwirkung festgeschraubt...
oder beides ist schief montiert worden. dann gleicht sich die schiefe blattfeder mit der schief montierten bremsankerplattenkonsole wieder aus und alles kann leicht verschraubt werden.
Das verstehe ich jetzt nicht. Die Silentblöcke sind durch zwei Löcher an der Feder verschraubt. Da gibt es (zumindest bei meinem EL) kein "vorne" oder "hinten", sondern nur eine mögliche Einbaulage dort, wo die Schraubenlöcher sind.
also bei meine el war da schon etwas spiel vor und zurück, in fahrrichtung gesehen, genau so seitlich.
ich habe daher den silentblock immer paralell zur blattfeder und im gleichen abstand zum blattfederende festgeschraubt.

euer werner ad
 

Zürcher

Mitglied
28.11.2022
153
Stäfa, Zürich, Schweiz
hatte noch nicht die Motivation, alles zu demontieren und zu schauen, ob ich irgendetwas Abnormales finde... Solange es nicht tönt und rattert, wirds hoffentlich noch nicht so schlimm sein... ;)
 
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Zürcher

Mitglied
28.11.2022
153
Stäfa, Zürich, Schweiz
Ursache des Problems waren wohl Radmuttern, die nicht richtig festgezogen waren. Nachdem ich diese richtig kräftig angezogen und mit Schraubsicherung gesichert hatte, war es (mindestens optisch) wesentlich besser.

Da ich überall Schrägkugellager verbaut habe, ist dies ziemlich sicher sehr relevant. Nicht festgezogen "schwimmt" die Achse in den Lagern und lässt sich recht gut in die eine oder andere Richtung drücken.

Beim Demontieren des Rads (um die Handbremse zu justieren) ist mir aber aufgefallen, dass hinten rechts der 8.5mm Distanzring vom Innenring des Radlagers richtigehend (ca. 0.7mm) eingedrückt wurde. Kann ich mir irgendwie nicht erklären. Mag mich auch nicht erinnern, dass ich das mit den "normalen" Radlagern hatte.
Wird wohl einen neuen Distanzring brauchen. Hoffe der hält dann länger.



Gruess

Beat
 
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