An alle, die mich und meinen Mann kennen: Es hat sich manches verändert - Elektroauto Forum

An alle, die mich und meinen Mann kennen: Es hat sich manches verändert

Sonja1981

Mitglied
28.05.2022
160
Hallo Ihr Lieben,

viele von Euch kennen mich von den Treffen, auf die ich bisher (auch im letzten Jahr) gekommen bin
ich weiß, dass dies hier kein Forum für trauernde Partner ist, aber ab und an braucht jeder einmal Menschen, die ein wenig BHberz haben. . Mein Mann liegt derzeit in Krankenhaus, aber gut sieht es für ihn nicht aus. Er (als Arzt) hat versucht sich selbst zu behandeln obwohl ich ihm gesagt habe, er solle zu einem Arzt gehen, der sich den Fußulcus anschaut. Das war Mitte letzten Monats. Nun hat man ihm Teile des Fußes weg genommen, weil sich dort Keime eingenistet haben, die nicht weg gehen wollen. Mir geht es nun sehr sehr schlecht, man behandelt mich im Krankenhaus gehört wie jemand, der die komplette Schuld am Leid meines Mannes trägt und unbedingt loswerden möchte. Dabei bin ich gerade dabei alles schön zu machen, damit es ihm gut geht. Ich habe eine Vollmacht und werde auch alles andere übernehmen. Meine Frage wäre nun an Euch: Ist das gerecht, mit jemandem so umzugehen der leidet ? Wer hat mit Krankenhäusern ähnliche oder andere negative Erfahrungen gemacht

LG Sonja
 
Zuletzt bearbeitet:

Lomax223

Aktives Mitglied
16.09.2018
896
Hallo Sonja

Du bist leider 1000%ig kein Einzelfall

Mit einem religiös orientiertem Krankenhaus in München ,die Konfession lasse ich mal außen vor ,
Hatte ich folgendes Erlebnis :

Nach einem Autounfall war mein Knie Ofenrohrdick und mußte Operiert werden ,eine Schwester
sagte doch tatsächlich : " Wenn Sie Sonntags in die Messe ( im Krankenhaus) gehen würden und mehr in der Gebetbank knien dann würde es ihr JUDENKNIE schon wieder hineindrücken !!!!!! "
Daraufhin viel mir nichts mehr ein außer schnellstmöglich auf eigene Verantwortung das KH zu verlassen.

Ein weiteres Erlebnis meinerseits :

Nach einer schweren Reflux OP mit Komplikationen bekam ich wieder Zuhause einen sehr häßlichen Schmerzanfall bei dem ich dachte jetzt muß ich sterben . (ich bin kein Weichei , nach einem Motorradsturz bin
ich mit gebrochenem bein noch nach hause gefahren ) Die Ärztin mit Nachtnotdienst 10 Km entfernt von meinem Wohnort
wurde Telefonisch verständigt und wollte nicht kommen sondern ich mußte zu ihr fahren.
Auf meinen Einwand daß es mir wirklich schlecht geht und ich nicht glaube es zu schaffen meinte sie daß geht schon , ich solle mich nicht so anstellen.Schweißgebadet kam ich an der Praxis an - die Ärztin war noch nicht
einmal anwesend - und ich brach auf der Treppe zusammen , so lag ich ca eine viertelstunde bis sie eintraf.
Sie fragte mch was sie denn nun tun solle !!! Ich brachte nur noch Notarzt heraus und bat sie mein Auto
ordendlich auf der Straße zu parken nachdem ich ihr den Autoschlüssel übergab da ich auf dem Praxis Privatgrundstück stand.
Weißt du was Sonja - Sie ließ das Auto abschleppen .
Ein Beschwerdebrief an die Ärztekammer brachte ihr einen Rüffel und die Auflage die Abschleppkosten zu bezahlen ein.
Ich hätte im ländlichem Gebiet auf der Fahrt bereits kollabieren und tot sein können ....




Im übrigen kommen mir die verbalen Schuldzuweisungen an Dich
wie ein Ablenkungsmanöver vor : könnte es sein daß sich dein Mann mit sogenannten
" Krankenhauskeimen " infiziert hat von denen man Dich durch psychologischen Druck ablenken will ?
Um sicher zu gehen wäre mein Rat : Dein Mann könnte selbst einen Abstrich machen und du sendest ihn an ein Labor das nichts mit dem Krankenhaus zu tun hat , das würde Gewissheit bringen.



Liebe Sonja , die Zeit heilt vieles , auch seelische sowie Körperliche Wunden , bleib stark und schlucke nicht alles runter - mache solche Dinge öffentlich und beschwere Dich.

Deinem Mann gute Besserung

Dir viel Kraft , Mut , Selbstvertrauen und Stärke , das wird wieder !


LG

Walter
 
Zuletzt bearbeitet:

Sonja1981

Mitglied
28.05.2022
160
Mein lieber Walter, da hast Du aber schon viel mitgemacht. Nicht zu fasse wie man hier mit den Menschen umgeht. Ich habe auch schon meine Erfahrungen mit diversen Religionsgemeinschaften gemacht und bin aus der kath Kirche ausgetreten. Was meinen Mann betrifft, so ist das alles andere als einfach. Es gibt viel zu bedenken und zu beachten. Ich habe mit jemandem gesprochen, der sich mit den Problemen auskennt und es kann u. U. sehr teuer werden.
 

Lomax223

Aktives Mitglied
16.09.2018
896
Ja Sonja , das kann teuer werden wenn wir vom selben Thema reden sollten :

der Arzt der mich in die Berufsunfähigkeit operiert hat meinte wenn ich gegen ihn Klage einreichen würde (was ich andeutete ) sollte ich falls ich ein Haus oder eine Eigentumswohnung hätte diese verkaufen um die
prozeßkosten einigermaßen zu stemmen ...... zudem würde es jahre dauern und sie hätten sowieso den längeren Arm. Zwischenzeitlich erfolgte dann och eine 2. Op bei der mir unnötigerweise die Milzund die Galle entfernt wurden sowie mir ein Leberanriß zugefügt wurde der mit " Naht und Diathermie " versorgt wurde. Unerwähnt möchte ich nicht lassen daß bei dieser 2. OP der Darm mit der Narbe der ersten OP verklebt /verwachsen war , ergo
wurde der Darm schön mit aufgeschnitten und entschuldigung , die ganze Scheiße suchte sich im Bauchraum Platz.
Und ja 14 Tage Intensivstation , in der mir der Arzt einen Tropf am Halsansatz anlegte aber die Nadel bis zur
Lunge einstach , ich wäre ums Haar am trockenen Land ertrunken - ich fand nicht lustig als er mir
ohne betäubung mit einem Skalpell eine Öffnung geschnitten hat um einen Schlauch in die Lunge zu stecken um absaugen zu können.
Als Krönung nahm er meine Hand , drückte mir einen Kugelschreiber in die Hand und führte meine Einwilligungsunterschrift mit meiner in seiner Hand aus .... ich konnte nichts machen da ich gefühlt am
"abnippeln " und für eine Gegenwehr oder Protest zu schwach war.

Bei der Visite kam er mit einer Schar seiner Jünglinge in weiß und meinte zu ihnen gewandt :
Das ist Herr K. - ihm ist die Lunge vom rauchen geplatzt !!!!!!!!!!!!!!!
Ich habe ihn dann alleine zurückgerufen und mit eine Anzeige konfrontiert - siehe obiges.
Seine Fehler gab er zu , kann er natürlich unter 4 Augen ohne Zeugen.

Nach meiner Entlassung aus dem KKH kam für die nächsten 6 Jahre im Durchschnitt 6 x im Jahr der Notarzt
um mich von irrsinnigen Schmerzanfällen und einem Liter kaltem Schweiß zu erlösen.
Diagnose "zwischenrippen Nervenendschmerzen " ?????

Übrigens ein " Dr.Dr. Prof. Prof "operierte mich , wauzi da fällt dir nichts mehr ein ?? Oder doch :
Er hätte lieber Tierarzt werden sollen .
Da wäre dann doch vielleicht der Tierschutzverein zuständig oder eine Meldestelle/Blockwart für Pfusch ?!

Ich biss also in den sauren Apfel und ging in Berufsunfähigkeitsrente , ( 4 Jahre Klagedauer )natürlich mit erheblichen finanziellen Einbußen - aber am Leben.(Alle Ersparnisse aufgebraucht , Familie nahe dem Ruin )
Finanzielle Erholungsdauer : 20 Jahre , ja ja Geduld bringt Rosen ( Sarkasmus )

Das ist die Realität , wäre ich nicht ebenfalls aus der Kirche ausgetreten würde ich hinzufügen
" sowahr mir Gott helfe "

So nun genug , was ich von Ärzten , Krankenhäusern und " Vater" Staat halte kannst du dir denken.
Jedoch - das Leben geht weiter.

Fazit :

Lieber Reich und gesund als arm und krank oder auch : lieber arm dran als Arm ab .....

LG

Walter
 
Zuletzt bearbeitet:

Sonja1981

Mitglied
28.05.2022
160
Nein, Walter, was ich meinte ist die nicht ferne Möglichkeit, dass er (mein Gatte) in ien Pflegeheim muss. Daher schrieb ich, dass es teuer werden wird. Ich wollte ihn bei uns zu Hause mit HIlfe des ambulanten Pflegedienst pflegen, aber da bei uns nun auch noch die Heizung ausgefallen ist wird daraus wohl nichts werden. Die Kosten liegen bei einem Pflegeplatz zwischen 2.900 Euro und 3.500 Euro
 

Sonja1981

Mitglied
28.05.2022
160
So, nun muss ich mich doch korrigieren: Wir bekommen nun in vielem Hilfe (zum Glück) und werden nicht alleine gelassen. Morgen kommt ein Team, dass sich um Umbauarbeiten kümmert und auch ein Heizungsunternehmen wurde gefunden, die sich der Heizung angenommen hat. Es war zum Glück nur ein Schieber kaputt. Und ich habe auch erfahren, dass mein Gatte (der kognitiv nicht eingeschränkt ist) erheblich mehr Zeit hat :) Danke an Walter und alle anderen Ihr seid super
 

Lomax223

Aktives Mitglied
16.09.2018
896
Hallo Sonja !

Das sind doch positive Nachrichten.
Klar , bei solchen Schicksalsschlägen ist man zuerst einmal konfus , aber wenn
man seine Gedanken geordnet hat tun sich auch neue Wege auf .
Mein Tipp : suche nach Gruppen die sich mit dieser Thematik beschäftigen und oft
wertvolle Hinweise für Anlaufstellen und Förderanträge z.B. für Zuschüsse beim behindertengerechtem Umbau
geben können .

Du kannst auch bei KI nachfragen - mit gezielter Fragestellung und hartnäckigkeit
"offenbart " die KI Anlaufstellen , Berechtigungen und Förderungen .und zeigt dir
deine Rechte "im bestem Deutschland aller Zeiten " auf.

Euch alles alles gute
 
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