Altbatterien


Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Die Batteriehändler bekommen Geld dafür, selbst die Säure wird wiederaufbereitet. Was viele nicht wissen: Blei ist heute Mangelware, der Bleipreis ist im Moment sehr hoch, so bei 500 Euro pro Tonne.
Selbst für Autoreifen wird heute wieder Geld bezahlt. Die nordrheinwestfälische SPD/CDU-Müllmafia hatte einem angeblichen Entsorger das Monopol übertragen, es wurden 2,50 DM pro Reifen kassiert, aber anstatt die Kinderspielplätze mit giftigem und gefährlichem Belag auszurüsten, stapelte er diese ungestraft vielmillionenfach bei Quadrat-Ichendorf und setzte sich ab. Die wurden dann doch wieder, auch auf Weisung der Landesregierung, in den Zementwerken verbrannt, als der Betrug auffiel. Dem Plan, die Reifen, wie die riesigen Joghurtbecher, einfach anzuzünden, kam man diesmal zuvor. Die gleiche Landesregierung beseitigte auch das gut funktionierende Recyclingsystem für Altpapier der Industrie und versorgte ihre Freunde mit dem lukrativen Geschäft: Es wird jetzt zusammen mit dem teuer herantransportierten Stadtmüll Süditaliens in den milliardenteuren und für einen Euro weiterverauften Müllverbrennungsanlagen verbrannt, um Strom für unsere Elektroautobatterien daraus zu machen. Allein Cadmium soll nur eine geringe Wiederaufbereitungsrate(60%) haben, Anlass für das Verbot. Da es aber nur eine ähnliche Giftigkeit wie Blei hat, ist beim Einsatz in Elektroautos wegen der hohen km-Leistung, trotz der schlechten Wiederverwertungsrate, die Vergiftungsbilanz unterhalb der des Bleis. Cadmium hält zu lange.
 

Vera Kürten

Neues Mitglied
21.09.2002
34
Und schon wieder gibt es etwas klarzustellen:
Wir als E-Mobil-Händler (und damit auch Batteriehändler) bekommen nichts für die Batterien! Wir müssen einen Entsorgungsnachweis erbringen und können froh sein, dass der Entsorger die Altbatterien kostenlos (gilt nur für Blei und NiCd) bei uns abholt Der Transport ist nämlich auch ein Kostenfaktor.
Für die Reifenentsorgung müssen wir zum Teil zahlen und rechtlich gesehen sind wir verpflichtet sicher zu stellen, dass unser Entsorger das Zeug nicht in die Landschaft wirft. Nach dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz bleibt der Reifenhändler auch nach der Übergabe an ein anderes Unternehmen Eigentümer der Altreifen!
Aus Altreifen wird übrigens u.a. Gummimehl für den Straßenbau hergestellt.


Vera Kürten
Kürten GmbH
 

Bernd Rische

Mitglied
18.12.2003
225
Hallöchen,

aber da habe ich mal die Nachfrage zu der Entsorgungsnachweis bei Händlern.
Ihr seit doch auch eigentlich im Bereich Batterien Wiederverkäufer. Könnt Ihr die Batterien nicht an euren Lieferanten zurückgeben? :confused:

Ich muss das nun auch mal klären. Denn ich kaufe direkt beim Hersteller Vertrieb in München meine Batterien ein. Und es sammeln sich nun schon ein paar Batterien bei mir an, die irgendwann mal entsorgt werden müßten....:(

Bis denne

Berny
 

Bernd Schlüter

Aktives Mitglied
19.01.2004
322
Krefeld, 02151 9287045
Soll ich die Adressen im Raum Köln erfragen, die für , natürlich größere Mengen Altbatterien und auch für Reifen als Brennstoff ein wenig zahlen? Wenn man die Bleibatterien zerlegt, bekommt man für die Säure einen geringen, für die Bleiplatten den vollen Altmetallpreis. Dabei liegt doch München viel näher an den Bleischleudern in Kroatien! Also, ich würde mich mal beschweren, Vera.
Zement wird in hundert Meter langen Drehrohröfen gebrannt, Dabei verbindet sich der Problemstoff Schwefel völlig unschädlich mit einem Teil des CaO zu Gips. Dieser gewisse Gipsanteil ist erforderlich und lässt sich durch Zugabe von Autoreifen sehr komfortabel steuern. Diese enthalten einen sehr konstanten Schwefelanteil.
Allerdings, ein geringer Teil entweicht mit dem Abgas, das zumindest in Deutschland noch nass gewaschen wird (ebenfalls mit Kalkwasser) . Im nahen Belgien nimmt man es noch nicht so genau. Die rauhen gummihaltigen Straßendecken sind rauher und verschleißen schneller. Beim Abtragen der verbrauchten Decke ist das Problem nur größer geworden.
Klar, benötigst Du einen Entsorgungsnachweis. Die Müllmafia sichert sich ihre Pfründe. Heute darf hier niemand mehr, außer der Monopolist, Altpapier wiederverwerten. Der kassiert jetzt, von allen Seiten. Folglich wird auch ein weitaus größerer Teil heute einfach verbrannt. Unkosten zählen nicht. Zahlt eh der Staat.
Die Kartonagefabriken stehen vier km von mir im Neusser Hafen. Die haben sich jetzt wegen der unsicheren Monopolpolitik der Recycler mit riesigen Papierlagern eingedeckt. Das Papier kommt teilweise aus dem Ausland, das heimische wird oft verbrannt.
Das Cadmiumproblem ist übrigens durch die Beimischung von Cadmium zur Desinfektion, zum Korrosionsschutz, Beizen und Färben entstanden, nicht durch das Batterierecycling. Ich halte das vorzeitige Nicadverbot für einen Fehler. Aber vielleicht bekommt man tatsächlich die verbotsmäßige Beimischung von Cadmium ins Saatgut nicht unter Kontrolle, ohne uns die Nicads wegzunehmen...Die Beimischung von Blei ist schon lange verboten, die von Cadmium erst seit kurzem. Quecksilbersalz ist ebenfalls ein beliebtes Beizmittel.
 

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