Aixam eCity Bordcomputer versteht LiFePo Akku nicht.


Adrian83

Neues Mitglied
04.01.2017
25
0
#61
Hallo Sentry3,

Der Canbus ist ausschließlich für die Kommunikation Bordcomputer (EVE), Motorcontroller und Diagnose zuständig.
Der Tacho ist baugleich oder eine Abwandlung des Verbrenner-Modells.
Der Fehler CAN-Error entsteht durch eine fehlende Kommunikation zwischen den beiden zuvor genannten Controllern.
Das müsste ein grün und gelb verdrilltes Adernpaar sein. Eventuell ist ein Stecker nicht richtig draufgesteckt oder es fehlt eine gemeinsame Masseverbindung.
Auch ein Kabelbruch ist denkbar, eher unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen.
Ein Tool gibt es zum zurücksetzten, den Adapter hierfür kann man selbst herstellen.
Die Prozedur die dur bereits zum Füllstandsreset verwendet hast, sollte in dem Fall aber auch funktionieren.
Wichtig!: Beim Spannung wegnehmen des EVEs muss die Zündung aus sein!
Einfach mehrmals ausprobieren. Habe auch bereits versucht ohne das EVE zu fahren mit dem von dir genannten resultierenden Problem.
Ging dann auch ohne Tool wieder resetten.
Der Impulsgeber für den Tacho sitzt im Getriebe. Eventuell diesen überprüfen. Auch mal die Sicherungen durch schauen, klingt als würde eine für das Bordinstrument defekt sein.
 

sentry3

Neues Mitglied
16.10.2011
25
2
Kassel
#62
Ok, das macht Mut. Ich werde nach dem Impulsgeber suchen und auf der Instrumentenseite nach veränderten Kabeln, dort hat der Vorbesitzer einiges versucht und ggf. verändert...

Den CanBus mit der gelb-grünen Leitung werde ich ebenfalls nochmal überprüfen. Im spannungsfreien Zustand bei abgezogenem Sevcon-Ampseal Stecker müsste nach meinem Verständnis der andere Abschlußwiderstand von 120 Ohm von H zu L zu messen sein.
 
Zuletzt bearbeitet:

sentry3

Neues Mitglied
16.10.2011
25
2
Kassel
#63
Den Impulsgeber am Getriebe habe ich lokalisiert. Ich muss mich wohl auf eine Ölschweinerei einstellen, wenn ich diesen herausschraube. Kann ich an den 3 Kabeln vorab mit einem Oszi messen, ob die Spannungsversorgung ok ist und Signale abgegeben werden? Ich habe einen 3-pol. Stecker bn-ws-ws im Bereich des Hauptschützes entdeckt, das Kabel führt zum Impulsgeber.

Der CAN-Bus ist am Sevcon korrekt belegt, ich habe 112 Ohm einseitigen Abschluß gemessen. Vielleicht finde ich im Bereich gemeinsame CAN-Masse (ist das die Fahrzeugmasse?) den Fehler? Oder es gibt keinen Fehler und es ist nur ein gespeicherter ehemaliger Fehler?

Ist es so, daß der CAN-Bus-Error selbst nach Beheben der Ursache das System bis zum Reset des EVE (durch Prozedur oder Tool) zur Schleichfahrt zwingt?
 

Adrian83

Neues Mitglied
04.01.2017
25
0
#64
In der Regel sind die Impulsgeber sehr primitiv aufgebaut. Ich kenne diese Systeme von Industriemaschinen. An der Welle wird mittels Nocke der Näherungssensor betätigt, der dann pro Umdrehung einen Schaltimpuls abgibt. Meistens werden diese mit +12V und Masse versorgt und der Impuls gegen +12V geschalten.
 

Anhänge

sentry3

Neues Mitglied
16.10.2011
25
2
Kassel
#65
Ich möchte mich bei diesem Forum und insbesondere bei Maxia und Adrian83 herzlich bedanken.
Der Mega Multitruck läuft endlich wieder.
Nachdem er 1 Monat lang aufgrund des 6km/h Topspeeds mit gemeldetem CAN Bus Error 61 von mir nicht benutzt werden konnte, habe ich dem EVE Bordcomputer per Diagnosesoftware Mega Diag über RS232 den aktuellen Status ausgelesen. Tatsächlich meldete EVE nicht wie vermutet einen alten gespeicherten, sondern einen aktiven Fehler. Da habe ich nochmals die CAN Bus Verkabelung (gelbes und grünes Kabel) beidseitig vermessen - fehlerfrei.

Der Fehler lag woanders: Ich hatte mir inzwischen angewöhnt, die 50V Akkus beim Anklemmen zunächst über Vorwiderstand 3Ohm mit dem Fahrzeug zu verbinden, um die Kondensatoren in den Controllern sanft vorzuladen und den Einschaltblitz zu vermeiden.
Warum auch immer fährt der EVE Bordcomputer dann aber anscheinend nicht sauber hoch.
Mit einem ins Cockpit gelegten Schalter, der die rote 50V Betriebsspannungsleitung des Bordcomputers zum Akku auftrennt, kann ich jetzt die Akkus mit Ladewiderstand und nach ein paar Sekunden Vorladung direkt anklemmen und erst danach EVE einschalten (und dann die Zündung per Schlüsselschalter).
Und sofort nach Anwendung dieser Prozedur war das Fahrzeug endlich fahrbereit. Topspeed 45km/h. Ist halt ein Transporter, daran ändert auch das große Nummernschild nichts.
Mit dem EVE-Schalter kann ich bei Bedarf zukünftig auch einfacher die Akku-leer Meldung zurücksetzen, die aufgrund der entnommenen Stromaufnahme errechnet und unabhängig von der tatsächlichen Akkuspannung immer wieder angezeigt wird.

Ohne die Tipps und Hilfestellungen hier im Forum wäre ich wirklich nicht weitergekommen. Vielen Dank!!!

Gruß, Martin
 

sentry3

Neues Mitglied
16.10.2011
25
2
Kassel
#66
Bei Gelegenheit kümmere ich mich um den defekten Tacho. Ich weiß ja jetzt wo und wie ich messen kann, vielen Dank auch dafür.
Jetzt wo ich auch mal 45km/h ablesen könnte bin ich mehr motivert als nur bis 6km/h : )
 

Maxia

Mitglied
06.12.2013
93
1
Höheinöd
#67
@Martin: Freud mich, dass du den "Bock" zum Laufen gebracht hast.
Wenn die Aixam-Fahrer zusammenhalten, gelingt so manches...;)

Gruß - Peter - immer noch auf der Suche, wie man das Schraubenschlüsselsymbol weg kriegt.:geek:
 

sentry3

Neues Mitglied
16.10.2011
25
2
Kassel
#68
Ja, das leuchtet auch noch bei mir. Soweit ich weiß, kann man mit der Mega Diag Software die in EVE gespeicherten Fehler und den Wartungsrückstand zurücksetzen. Wenn man es versucht, wird man aber nach einem Freischaltcode gefragt, vermutlich muss man einen generierten Antwortkey auf den angezeigten Anfragecode eingeben. Wer bekommt den Antwortkey? Nur Aixam-Werkstätten oder auch freie Werkstätten?
 

sentry3

Neues Mitglied
16.10.2011
25
2
Kassel
#69
In der Regel sind die Impulsgeber sehr primitiv aufgebaut. Ich kenne diese Systeme von Industriemaschinen. An der Welle wird mittels Nocke der Näherungssensor betätigt, der dann pro Umdrehung einen Schaltimpuls abgibt. Meistens werden diese mit +12V und Masse versorgt und der Impuls gegen +12V geschalten.
Nachdem ich jetzt einige Kilometer mit dem Mega Multitruck glücklich, aber nur mit GPS Tacho gefahren bin, habe ich mich heute auf die Hebebühne begeben und mit dem Oszi am 3-poligen Stecker im Motorraum das Tachosignal gemessen. Die 2 weissen Leitungen führen unbelastet ca. 10V, die bei eingestecktem Sensorstecker auf 5V zusammenbrechen. Am braunen Signalkabel gab es (wie erwartet) kein Signal bei drehenden Vorderrädern. Somit verdichten sich die Hinweise auf einen defekten Sensor. Vielleicht mache ich mir die Mühe und spiele dort testweise ein Tachosignal ein, vielleicht ein Trittsensor vom Pedelec mit Magnetscheibe im Akkuschrauber? Dann würde ich sehen, ob der Tacho etwas anzeigt...
 

sentry3

Neues Mitglied
16.10.2011
25
2
Kassel
#70
Hallo Leute,

mit der Anpassung des Bordcomputers (BC) an die LiFePo Zellen bin ich immer noch nicht weiter gekommen.
Eines habe ich geschafft: Beim Laden wird nun rechtzeitig das Hauptladegerät abgeschaltet und die "Tankuhr" auf voll gestellt.

Aktuell bin ich dabei den BC bei der Zählung der Amperestunden zu überlisten, damit er nicht bei ca. entnommenen 100 Ah meint, der Akku sei nun leer.
In der Hauptzuleitung zum Motorsteller sitzt ein LEM-Stromwandler, der dem BC mitteilt, wieviel Ah entnommen wurden.
Der Wandler ändert seine Ruheausgangsspannung von 2,5 V je nach Stromrichtung. Hier setze ich an und baue ein Poti ein, damit nur etwa die Hälfte des Stromwertes an den BC gemeldet wird.
Gleichezeitig möchte ich damit erreichen, dass kurz vor Erreichen der Endgeschwindigkeit das ruckartige Abregeln verschwindet, wenn der Strom über ca. 140 A beträgt.

Gruß - Peter
Den Post greife ich mal auf. Ich habe zur Zeit 200Ah LiFePo4 im Mega Transporter und lange vor niedrigem Akkustand nervt EveBC mit Reserveleuchte und blinkender Akkustandsanzeige. Zur Lösung habe ich soeben den Stromwandler vom dicken Kabel abgezogen und ihn auf eine neu parallel gelegte etwas dünnere Leitung aufgeschoben. Somit müsste der Wandler nur noch in etwa einen Drittel des Stroms messen und entsprechend später die Anzeige anpassen. (Die stabile Spannung bei Entladung hat ihn nicht daran gehindert, die Balken abzuziehen.)
Das Ladestrom Massekabel werde ich noch direkt neu durch den Wandler ziehen, sodaß dieser den Ladestrom 2x gleichphasig wie in einer Ringleitung über das Ladekabel und über das neu gelegte Massekabel zum Akku messen kann. Dann müsste der EveBC den Ladestrom 1,3fach messen und die Entladung nur 0,3fach und hoffentlich die Reichweite passend kalkuliert werden. Jede Ladung sollte die Anzeige zurücksetzen. Ich bin gespannt ob es wirklich funktioniert, in den nächsten Tagen baue ich erst das neue Ladekabel ein...

Gruß, Martin
 

Maxia

Mitglied
06.12.2013
93
1
Höheinöd
#71
Hallo Martin,
wenn der Ladestrom nicht dem entspricht, was der BC erwartet, wird gemeckert...
Es sollten schon ziemlich genau die 25 A sein.

Wünsche dir Erfolg bei der Aktion - Peter.
 

sentry3

Neues Mitglied
16.10.2011
25
2
Kassel
#74
Normalerweise blinkt die Lade-Led langsam. Im Fehlerfall ist die Frequenz doppelt so hoch.
Achso, danke! Bei mir ist es sowieso anders. Ich lade ohne dem EveBC die Information zu geben, daß ich lade - ausser daß über den Ladeanschluß nahe des Controllers der Strom rückwärts über den Wandler in den Akku fließt. Auch bei ausgeschalteter Zündung bekommt der EveBC das mit. aber nach wenigen Zyklen war nach 100% soc immer schneller die Balkenanzeige auf leer zusammengeschrumpft, obwohl der Akku noch 50% soc hatte.
Deshalb versuche ich nun, dem EveBC nun immer mehr Ladeenergie (doppelt vorgegaukelter Ladestrom x Zeit) gegenüber wenig Entladeenergie (nur noch 1/3 des tatsächlichen anliegenden Stroms) zu messen zu geben.
 

Anmelden

Neue Themen