Aixam eCity Bordcomputer versteht LiFePo Akku nicht.

Maxia

Mitglied
06.12.2013
102
Höheinöd
Hast du dich eigentlich schon mit der Sevcon Steuerung auseinandergesetzt? Ich habe mittlerweile etwas über den ABM Asynchronmotor herausgefunden. Die schreiben da was von 28V Eckspannung?
Das sagt mir überhaupt nichts. Kommt beim Asynchronmotor die Akkuspannung (48V) eigentlich nie am Motor an? Vielleicht kann hier jamand weiterhelfen.Gruß
Hallo,

mir sagt der Begriff Eckspannung auch nichts. Willst du Motorenmäßig umbauen?
In meinem eCity ist übrigends der 8/15 kW Motor von ABM eingebaut.

Gruß - Peter
 

Maxia

Mitglied
06.12.2013
102
Höheinöd
Hallo Kollegen,

wollte mich wieder mal hier melden.

Mein Tachostand ist inzwischen auf 36000 km angestiegen und 586 Teilladungen wurden gemacht.

Das neueste Problem - hat nichts mit Elektromobil zu tun:

Webasto AIR-Top macht zu Beginn der kalten Jahreszeit Mucken. Sie läuft zwar an und heizt ein wenig, dann geht sie aus und eine Störmeldung 5 x kurz und 2 x lang wird angezeigt.

Bin zum Boschdienst gefahren und um Hilfe gebeten. Ansage: Die Heizung müssen wir einschicken.
Also gut - getan. Nach zwei Wochen habe ich gefragt, wo meine Heizung bleibt. Antwort: Webasto repariert nicht mehr, verkauft nur noch neue Heizungen - zurückgeschickt!

Das wollte ich nun genauer wissen - die Anlage zum Testen auf der Werkbank in Betrieb genommen und gemerkt, dass kleine Luftblasen im Schlauch zwischen der Pumpe und der Heizung zu sehen waren.
Kurz und gut: Es war nur Dreck im Ansaugstutzen der Pumpe, weil kein Kraftstofffilter verbaut war.

Jedenfalls habe ich die Heizung verkauft und mir nun eine elektrische Heizung eingebaut.
1. Wechselrichter von 48 auf 230 V montiert.
2. Haarfön mit 1200 W so modifiziert, dass er die das bestehende Luftschlauchsystem passt.

Inbetriebnahme erfolgreich - Stromaufnahme ca. 22 A bei Volllast aus dem Fahrakku kann fast vernachlässigt werden, da ich durchschnittlich nur ca. 1/3 der Kapazität von 200 Ah pro Fahrt entnehme.

Die Kosten sehen so aus: Verkaufserlös für die alte Heizung: 320 €, Anschaffungpreis für Wechselrichter: 170 € - Föhn war vorhanden.

Zusätzlicher Nutzen: 230 V - 2 kW Schukosteckdose immer dabei...

Gruß - Peter
 

Adrian83

Neues Mitglied
04.01.2017
25
Hallo,

ich bin neu in der Runde. Mit Peter hatte ich bereits über E-Mail schon Kontakt.
Ich habe seit Anfang 2016 auch einen Mega E-City.
Seit etwa 1 Woche habe ich auch die Blei-Klötze raus geschmissen.

Das Heizungsproblem habe ich anders gelöst:

Ein zusätzliches PTC-Heizelement mit 1 KW Leistung ("PTC 48V" E-Bay), das direkt hinter das erste Passt. Im Register ist noch genug Platz dafür, da ja eigentlich für einen Wasserwärmetauscher konstruiert.
Ok, ohne Bastelei ging es dann doch nicht. Beide Rahmen mussten abgefräßt werden und dann gemeinsam verschraubt. Die Lüftersteuerung wurde so abgeändert, dass die Heizung immer "Vorrang" hat. Die Zwei vorhandenen Relais wurden auf die zwei Elemente aufgeteilt und der Kippschalter wurde durch einen 2 Stufigen Schalter ersetzt. Nun gibt es zwei Heizstufen:
1 = 1500W, 2 = 2500W, beide werden mit seperater LED angezeigt.

Zur Ladeanzeige:

Das Schätzeisen ignoriere ich seit Anfang an.
Ich verwende ein Viktron Energy BMV 700 zur echten Kapazitätsanzeige.
Die originale Blinkt munter vor sich hin. :)

Wenn dann doch mal das rote Ausrufezeichen kommen sollte habe ich folgende Lösung:

Ein Öffnerkontakt in die Versorgungsleitung (rote Leitung) des originalen EVE-System schleifen.
Ich habe mir dazu einen Taster in den Fußraum verlegt.

Vorgehensweise nun bei rotem Ausrufezeichen:
-Zündung aus
-Taster 20-25 Sek. gedrückt halten und anschließend loslassen
-Zündung an bis Balkenanzeige sichtbar ist
-Zündung aus und 5 Sekunden warten
-Zündung wieder an und weiter fahren (Balkenanzeige steht nun wieder auf "100%")
 

Maxia

Mitglied
06.12.2013
102
Höheinöd
@Adrian83:

Das mit dem Öffnerkontakt ist natürlich auch eine Lösung:xcool:

Schreib doch mal was über die jetzt verbauten Akkuzellen. Wie hast du das Problem mit der Ladeschluß-Spannung des Blei-Laders gelöst?

2,5 kW Heizleistung ist schon eine Ansage :mad:
Mir reichen die 1 kW vollkommen - die alte Dieselheizung hatte auch ca. 2 kW und da war Saunabetrieb möglich...

Gruß - Peter
 

Adrian83

Neues Mitglied
04.01.2017
25
@ Maxia

Ich muss zugeben, ich hatte den originalen Lader nie zu Gesicht bekommen.
Der war beim Kauf leider ausgebaut.
Mein Fahrzeug wurde als Bastlerobjekt verkauft und so wird es von mir auch verwendet. ;)
Das Laden übernehmen zwei CTEK XT 14000 (24V 14A Bleilader), wobei jeder Lader zweils eine Blockhälfte lädt. Das ist zwar nicht die schnellste Lademöglichkeit, aber wohl vorerst die günstigste.
Die Lader sitzen jeweils innen an den Seitenverkleidungen im Fond, unter den Fenstern, vor den Radhausschalen. Da nehmen sie nicht viel Platz weg und heizen mit der Abwärme den Innenraum mit.
Theoretisch entspricht die Ladeschlussspannung die der LiFePo. Naja, aber auch nur auf dem Papier.
Grundsätzlich muss man die Zellen eh über ein BMS schützen. Ich komme ursprünglich aus der Branche, da kann man ohne viel falsch machen.
Ich habe ein 16S BMS mit 60A verbaut, über das momentan nur ein 48V Relais läuft und die Lader bei Endspannung vom 230V Netz trennt. Später ist geplant, über dieses ein 48V LifePo4 HF Lader direkt laufen zu lassen.

Momentan ist durch den Umbau auf LiFePo alles noch wild verdrahtet.
Aktuell bin ich noch im Urlaub, aber Fotos vom Fahrzeug folgen zeitnah.

Noch ein wildes Gedankenspiel zur originalen Batterieanzeige: Wer diese total veräppeln möchte, könnte sich 16 kleine LifePo4 Rundzellen zu einem 48V-Pack zusammen bauen und diese über eine Diode parallel zu den großen Zellen schalten.
Die blauen Sensorleitungen vom Eve-System könnte man dann mit der Spannung vorgaukeln der Akku wäre immer absolut voll. Über die Diode würden die Zellen beim Laden immer voll geladen, bei Last aber nie entladen.
 

Adrian83

Neues Mitglied
04.01.2017
25
Hier die Bilder zum PTC-Heizgebläse. Diese stammen noch vom Umbau:

Heizung:
[attachment 2121 IMG-20161016-WA0002.jpg]
[attachment 2119 IMG-20161016-WA0004.jpg]
[attachment 2120 IMG-20161016-WA0003.jpg]
 

Adrian83

Neues Mitglied
04.01.2017
25
Und Bilder vom Innenraum:
[attachment 2123 20170104_201610.jpg]
[attachment 2124 20161229_163346.jpg]
[attachment 2125 20170104_201642.jpg]
 

Adrian83

Neues Mitglied
04.01.2017
25
Verbaut sind 16 Calb SE100 Ah Zellen. Diese entsprechen in der Höhe den originalen Bleizellen. Reichweite liegt wetterbedingt aktuell bei etwa 20 km. Ansonsten dürften es um die 40km sein, ein größerer Test steht noch aus. Die Zellen sitzen unter dem Beifahrersitz. Damit ist das Gewichtverhältnis bei den meisten Fahrten ausgeglichen. Nächster Schritt wird der Einbau einer Akkuheizung sein. Im Wohnmobilshop gibt es Fussbodenheiungsfolie mit 48V und 80W / m. Diese werde ich über einen gewöhnlichen Aufputz-Raumthermostatschalter direkt über das BMS speisen. Die Folie wird auf 1mm starke Aluminiumplatten geklebt. Die Platten kommen längs jeweils außen und eine mittig zwischen die Zellen, 3 Folien werden es insgesamt. Die Platten gewährleisten eine gleichmäßige Wärmeverteilung. Um die Isolierung der Zellen kümmere ich mich, wenn es soweit ist.
Durch die Heizung erhoffe ich mir eine höhere und stabilere Systemspannung und eine schonende Ladung.
 

Maxia

Mitglied
06.12.2013
102
Höheinöd
Bei dem Setup (Leichtgewicht) ist als nächstes eine weichere Federung von nöten.:)
Ich habe einen Satz Federbeine von der Kubota-Version eingebaut. Vorher war`s beinhart.:-(
Siehe auch: Umbau der Federung
Die Reichweite müßte aber doch deutlich höher sein - ohne Heizung. Ich komme mit 200 Ah mit Bleifuß 120 km weit - im Bergland.

Gruß - Peter.
 

Adrian83

Neues Mitglied
04.01.2017
25
@ Maxia

Vielen Dank für den Hinweis.
Ja momentan ist das Fahrzeug wirklich bretthart.
Hinten ist bei der Kälte bereits die Heckklappe eingerissen, obwohl diese gar nicht geöffnet wurde.
Ich gehe davon aus, dass die harten Stöße direkt an die Karosse abgeben werden.
Allerdings sind sämtliche Preise für Ersatzteile des Aixam jenseits von Gut und Böse.
Ich spiele bereits mit dem Gedanken, das Chassis (Fahrwerk und Bremsanlage) auf die ähnliche Technik des Renault Twizy umzurüsten.

Zu den Zellen. Diese sind anders als die Winston ohne Yttrium angereichert, daher brechen diese bei Tieftemperaturen viel stärker ein, als man das von Bleibatterien als Beispiel gewohnt ist.
Zudem kommt dann auch noch mein Heizgebläse mit 2,5KW Heizleistung dazu, welches ich bei den Außentemperaturen zwischen -5 - 0°C auch nicht missen möchte.
Meine Rechnung zur Reichweite:
8 kW (Motor) + 2,5 kW (Heizung) = 10,5 kWh auf 65 km (max. zurückgelegte Strecke in einer Stunde)
10,5 kWh / 0,65 = 16,15 kWh auf 100 Km
51,2 V (Systemspannung) * 100 Ah = 5,12 kWh
100km / 16,15 kWh * 5,12 kWh = 31,7 Km maximale Reichweite mit Heizgebläse.
Zudem kommt dann noch der Spannungsabfall durch die Kälte, der mir vorgaukelt die Zellen wären leer.

Ich denke wirklich aussagekräftige Ergebnise werden erst im Frühjahr vorliegen.
 

hallootto

Aktives Mitglied
03.11.2011
626
Hallo Adrian,

ich finde deine Rechnung ist sehr optimistisch, und mit der Konstellation würde ich nicht fahren. Die 8kW benötigt man für die Ebene, wenn dann die Heizung noch dazu kommt, und wenn man etwas beschleunigen muss, dann habe ich Angst um deine Akkus. Schon unter "Normal"-Bedingung mit 10kWh ist die Belastung mit 2C schon für die Akkus sehr hoch. Kalte Akkus sterben dann aber auch schnell.
Der nächste Fehler in deiner Rechnung sind die 52,2V. Unter Last, und das ist ja schon der Normal-Zustand, sind es bestimmt nur noch 48V, also nur noch 4,8kWh.
Ich schätze das Fahrzeug etwa so ein, wie meinen alten 2er KEWET, da hatte ich 16 x 160Ah-Winstons drin, die waren aber bei Kälte und mit 160A Anfahrstrom (das ist noch bei vorsichtiger Beschleunigung) mit 1C auch schon gut unter 3V. 2C würde ich keinem Akku länger als einige Sekunden abfordern.
Ich kann mir zwar vorstellen, dass die Kosten diese Konstellation erzwingen, aber auch wegen des Gewichts wäre die Verdopplung der Akkus auf 200Ah sicher die richtige Wahl.
Das wären dann ca. 10kWh und würde viel besser passen. Man sollte unter 1C bleiben.

elektrische Grüße
Peter (der andere)
 

Maxia

Mitglied
06.12.2013
102
Höheinöd
8 kW finde ich zu hoch angesetzt. Meiner zieht in der Ebene und Windstille bei echten 65 km/h 100 A. Das sind ca. 5 kW. Bergauf gehts dann allerdings hoch bis zu 250 A.

Gruß - Peter
 

Adrian83

Neues Mitglied
04.01.2017
25
@ hallootto

Vielen Dank für die Info. Mit 1C Entladung wäre ich wirklich am besten dran. Allerdings sprengt das Fahrzeug bereits mein Budget welches ich für dieses Spielerei ausgeben möchte.
Zu der Belastbarkeit der Zellen. Ähnlich wie Maxia bereits beschrieben liegt die Stromentnahme kurzzeitig bei etwa 270Ah und fällt dann mit dem Drehstrom Asynchron-Motor bei voller Drehzahl auf etwa 140Ah ab. Das entspricht dann max. 1,5C.
Die Calb Zellen unterscheiden sich in Chemie und Aufbau auch etwas von den Winston. Laut der Beschreibung des Händlers können diese kurzzeitig (10s) sogar 8C ab.
http://www.faktor.de/batterien-einzelzellen/einzelzellen/calb-china-aviation-lithium-battery/se100aha-lifepo4.html
 

R.M

Bekanntes Mitglied
24.12.2006
10.245
Hallo

Sehe ich auch so in dem Teil sind nicht umsonst bei den Bleiern 3 Stk parallel geschaltet.

Gruß

Roman
 

Adrian83

Neues Mitglied
04.01.2017
25
@ R.M

bei den Blei-Klötzen geht es eher um die nutzbare Kapazität, die ja reel bei etwa 50% liegt.
Bei den origanlen 4S3P Blöcken mit je 76Ah sind das in Summe effektiv 115 Ah oder etwa 5,5 kWh.
Zudem können Blei-Zellen nur mit 0,1 - 0,2 C geladen werden. Das sind dann die 30A die auch der Lader kann. Das ist eben ein Mittelweg zwischen Kosten und Nutzen.

Man kann ja bekanntlich Äpfel nicht mit Birnen vergleichen.
LiFePo4 sind an sich sehr gutmütig. Das einzige was beim Entladen (BMS vorrausgesetzt) passieren kann ist das der Unterspannungsschutz abschaltet oder die Zellen sich aufheizen und der Übertemperaturschutz sich meldet.
Wenn die LFP Zellen laut Papier konstant 2C können, werden sie auch so eingesetzt.
Zur Not kann man ja die Zelltemperatur konstant auf 25°C halten, damit sie ihre volle Leistung entfalten. Bis 28°C macht auch die Heizfolie mit bis diese sich selbst abregelt.

Klar kann man alles besser und eleganter lösen, da hat jede Meinung auch seine Berechtigung.
Aber man sollte bei aller Technikverliebtheit den Kosten-Nutzen Faktor nicht außer Acht lassen.
Das Fahrzeug ist meiner Meinung nach kein "vollwertiges KFZ" in dem Sinn, sondern eher ein Kabinenroller mit Ladefläche. Und in der L7e Klasse ist rigendwann ein preisliches Limit erreicht.
Für 17.000€ gibt es beispielsweise den VW E-Up gebraucht mit rund 20.000km auf der Uhr.
Dafür bekommt man dann auch ein vollwertiges KFZ (den besten in seiner Klasse), mit ner Crash-geprüften Karosse, mit echten 160km Reichweite, Klima und 130Km/h Spitze und die Möglichkeit in 20 Minuten auf 80% aufzuladen. ich will nicht wissen wie viele voller Enthusiasmus da schon mehr in ihre Projekte rein buttern, nur um des Projektes willens.


Um das eigentliche Thema nicht zu verfehlen:

zu Reindi - ja das EVE-Batteriemanagement hat 6 Batterie-Abgreifpunkte:
1 -> 0V , 2 -> 12V, 3 -> 24V, 4 -> 36V, 5 -> 48V, 6 Temperaturfühler
diese sind als Blaue Leitungen auf Bild 20170104_201642.jpg zu sehen

zur Software im EVE
Nach Rücksprache mit Aixam Frankreich, ist in der Programmierung der Batterietyp eingestellt mit den jeweiligen Parametern (z.B. maximal entnehmbare Ampere) Diese lassen sich theoretisch auch von einer Iseki-Vetragswerkstatt (die sich auf auf Mega-Elektrofahrzeuge spezialisiert hat) ändern, kostet aber auch nicht unerheblich.

Zum Assynchronmotor:
Nach Rücksprache mit ABM-Greiffenberger habe ich das originale Datenblatt erhalten:
[attachment 2129 _67160_D_38792_16387_191638701.pdf]
Man kann daran erkennen, das der Motor in seiner Drehzahl eigentlich voll ausgereizt ist.
Die angegebene Höchstgeschwindigkeit ist unter anderem ein Resultat daraus.
 

R.M

Bekanntes Mitglied
24.12.2006
10.245
Hallo

Komisch ich habe meine Bleier immer mit 60A geladen und das war 0,9 C und die haben 15000km gehalten länger als bei den meisten

Der empfohlene Ladestrom ist nur gut für die Maximierung des Gewinns der Hersteller.

Gruß

Roman
 

Adrian83

Neues Mitglied
04.01.2017
25
@ RM

Da gebe ich dir recht, in den meisten Anwendungen erreichen die Blei-Zellen kaum ihr Zyklenende.
Meist altern sie schon zuvor durch Sulfatierung.
Da drehen die Hersteller uns Konsumenten eigentlich schon ganz schönen Mist an.
Man muss allerdings auch sehen, dass in den Zellen, bei zu hohen Ladeströmen, das Elektrolyt regelrecht "verkocht" / ausgast. Ja sogar bei den AGM!
Und wenn man als Beispiel deine Zellen im Aixam sieht, entsprechen 15.000 Km gerade einmal knappen 200 (Voll-)Ladezyklen. Das ist für die AGM-Bleizellen wirklich keine Glanzleistung.
800 Zyklen können es durchaus werden.1200 Zyklen sogar wenn sie nur zu 30% entladen und danach sofort wieder geladen werden. Allerding nur innerhalb ihrer Lebenserwartung von etwa 8 Jahren, was ja das Dilemma der Bleibatterien schon zeigt. Denn die geringste Standzeit unterhalb der Vollladung erzeugt Sulfat in den Zellen, je tiefer die Spannungslage desto stärker.
Die Sulfatierung macht die Zellen irgendwann regelrecht unbrauchbar.

Aber da erzähle ich etwas vom Pferd sonst gäbe es das eigentliche Thema nicht. ;)
 

Reindi

Mitglied
29.11.2004
137
Servus Adrian,

zu deinem oberen Problem mit der Federung. Spar dir den aufwand mit dem Twizzy Fahrwerk. Der Aufwand ist nicht gerechtfertigt. Ich habe meinen auch umbauen müssen, weil mit der Bleiversion viel zu harte Federn verbaut werden. Allerdings habe ich den Standarddämpfern die Federn noch ein wenig mehr vorgespannt. War am Ende ideal. Eine Heizung für die Akkus ist nach meiner Meinung pflicht.
Dazu habe ich mich auch schon mal geäusert. Bei mir lief (bin gerade dabei die Bastelei mit meinem Aixam aufzugeben)
Die Heizung läuft mit ca. 45 Watt sobald ich am Netz hing. Ein Termostat regelt die Temperatur. Ein erhabenes Gefühl, ganzjährig gleich weit fahren zu können. Und die Heizung verbraucht nur einen Bruchteil von dem was du sonst an Kälteverlusten einfahren würdest. Die Akkus waren naturlich auch Isoliert. Mit der Reichweite hat Peter absolut Recht. Mit 200Ah sind um die 120km drin.
 

Adrian83

Neues Mitglied
04.01.2017
25
@ Reindi,

das mit der Federung klingt wirklich interessant. Kannst du bitte mehr dazu schreiben? Bilder wären auch super. Dazu hast du dich ja auch bereits im zugehörigen Thread geäußert. Aber Details wären hilfreich.

Ja, der Aixam ist eine "Technik" für sich. Ich bin normalerweise Großserientechnik vom VW und dergleichen gewohnt. Im Vergleich ist der E-City eher wie eine Designstudie oder ein Prototyp.
Da passen weder Spaltmaße noch gibt es einfachste Versteifungen. Überall lose Kabelstränge ohne Schutzmantel. Das Fahrwerk, (sehr übler negativer Sturz) lässt auch zu wünschen übrig und die polternde Geräuschkulisse trägt natürlich auch seinen Teil dazu bei...

Ich überlege, ob man nicht alle geammelten Erfahrungen in einem extra Thread speziell für dem E-City öffnen sollte, sodass allen und künftigen Besitzern damit geholfen ist. Ich finde es persönlich recht nervig, immer in Querverweisen zu lesen, meistens noch gemischt mit Informationen von anderen Fahrzeugtypen.

Zur Akkuheizung: Die 48V Fußbodenheizung habe ich bereits verbaut. Allerdings nicht als einzelne Folien, sondern als zwei "U"s, die sich jeweils um die Zellen legen.
[attachment 2132 20170112_150215.jpg]
[attachment 2133 20170112_215114.jpg]
[attachment 2134 20170114_090639.jpg]
 

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