Aircar mit neuen Erkenntnissen

Georg Schumacher

Neues Mitglied
04.03.2006
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#1
Hallo,

es gibt wieder mal eine neue Adresse von MDI für Deutschland.
Die Aircar AG hat wohl nix mehr zu sagen, das macht jetzt Hr. Alexander Lindner aus Ammerland.
Und weil mich das Aircar immer noch nicht in Ruhe läßt, hab ich versucht an neue Infos zu kommen. Leider bisher ein Flop. Nur wachsweiche Erklärungen. Hier ein Auszug (Dokument von MDI Germany):

WARUM ES DOOCH FUNKTIONIERT !!!


Immer wieder wird an der Realisierbarkeit der Reichweite von ca. 200 km für die MDI Druckluftfahrzeuge gezweifelt. Sie können sich wahrscheinlich sehr gut vorstellen, dass man nicht so viel Anstrengungen unternommen hätte, wenn es nicht machbar wäre. Wir werden also versuchen soweit als möglich die wesentlichen Prinzipien zu erklären.

Berechnungsmethode:
Wir bitten zu berücksichtigen, dass wir ein Stadtfahrzeug anbieten. Dies ist für einen Betrieb im Teilastbetrieb optimiert. Wenn also nun eine Reichweitenberechnung auf Vollastbasis stattfindet, also maximale Motorleistung bei ca. 800 ccm Hubraum und 300 Litern Luft bei 300 bar Druck, ist es unmöglich , auf eine vernünftige Reichweite zu kommen. Wie gesagt, wir möchten nochmals betonen, es ist ein Stadtfahrzeug. Jedes konventionelle KFZ hat bei Vollastbetrieb einen ca. fast doppelt so hohen Verbrauch wie bei einer optimierten moderaten Reisegeschwindigkeit.

Prinzip 1 )
Der MDI Motor, derzeit ein 4 -Zylinderboxermotor, ist mit einem Knickpleuelsystem ausgerüstet. Dieses System erlaubt es, den Kolben währen einer Drehung der Kurbelwelle von ca. 70 Grad im oberen Totpunkt anhalten zu lassen. Im Moment des angehaltenen Kolbens wird die Druckluft eingelassen, und erst bei kompletter Füllung des Zylinderraums mit der Energie der komprimierten Luft erfolgt die Rückwärtsbewegung. Die Energieausbeute ist fast doppelt so gut, als bei einem Motor mit starrem Pleuel. Dass es sich hier nicht um Fantastereien, sondern um bewiesene Fakten handelt, beweist ein Versuch der völlig unabhängig von MDI mit einem Mercedes 190 Diesel unternommen wurde. Der Verbrauch dieses Fahrzeugs lag bei 6 l / 100 km. Nach Umrüstendes Motors auf Knickpleueltechnik lag dieser Wert bei 3,5 l / 100 km . Im konkreten Fall des Druckluftmotors verbessert sich die Effizienz um ca. 100 % .

Prinzip 2 )
Bei der Expansion von komprimierter Luft entsteht große Kälte. Dieser physikalische Effekt wird dahingehend ausgenutzt, dass man die sogenannten " Abgase " ( In diesem speziellen Fall reine kalte Luft ) in einem geschlossenen System hält , diese über einen Wärmetauscher führt und durch die Umgebungstemperatur stark erwärmt. Gase die erwärmt werden dehnen sich aus , der Druck erhöht sich damit. Erhöhter Druck bedeutet mehr Energie, die zum Betrieb des Fahrzeugs zur Verfügung steht. Dieser Effekt erhöht die Effizienz des Druckluftmotors um nochmals ca. 100 % .


Fazit :
Wenn man diese Punkte bei der Berechnung der Reichweite mit einbezieht, ergeben sich völlig neue Aspekte. Diese Prinzipien sind nicht irgendwelche Fantastereien, sondern patentierte Anwendungen im Druckluftfahrzeug. Genaue Details entnehmen sie bitte , soweit zum jetzigen Zeitpunkt von MDI bereits veröffentlicht der Website : www.mdi.lu

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Lindner

Das stellt einem halbwegs technisch versierten Menschen doch die Nackenhaare, oder was meint Ihr??

Ein Hoffnungsschimmer bleibt: Mir wurde angeboten einen Termin zur Probefahrt in Nizza wahrzunehmen. Obs klappt werden wir sehen.

Gruß Schorsch

www.solar-mobil.de
 
07.12.2004
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#2
Hallo,

nun Physiker ist Herr Lindner sicher nicht... aber vielleicht reicht die Argumentationskette ja aus, um ein paar Euro von Investitoren abzuknöpfen.

Abgesehen von der sehr abenteuerlichen Rückgewinnungsargumentation (wenn man -200Grad kalte Luft bei 5 Bar in einem geschlossenen Behälter auf 20° erwärmt, kommen grade mal 15 Bar heraus - und ausserdem muss das Fahrzeug dann stillstehen bis die Erwärmung stattgefunden hat), hab ich folgendes gefunden:

Wenn man die Webseite anschaut, kann man nachlesen dass da noch ein Motor/Generator mit 5 kW eingebaut ist der beim Bremsen und Beschleunigen mithilft, also ein Hybridfahrzeug.
Ausserdem gibt es eine Variante bei der der Motor mit Luft /oder Benzin betrieben werden kann.
Also eine eierlegende Wollmilchsau in Sachen Antrieb. Ich hoffe meine französisch Kenntnisse haben dies richtig interpretiert.
Wie alle diese Optionen (da brauchts ja noch eine Batterie) in 690 kg eingebaut werden sollen ist mir schleierhaft.
Und das alles unter der Annahme dass der Motor bei -200 bis 1000 Grad (Kompressor/Verbrennungsbetrieb) einwandfrei funktioniert. Eine echte Herausforderung für einen Maschinenbauer.

Da bin ich mal gespannt.

Wolfgang Jenne
 

Stephan Hloucal

Neues Mitglied
01.05.2007
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#3
Soeben bei der Umweltbank folgende Info gefunden:

Zum Schluss eine Meldung über heiße Luft: Die Frankfurter Air Car AG hat Insolvenz angemeldet. Das nicht börsennotierte Unternehmen wollte das Druckluftauto, eine Erfindung des französischen Konstrukteurs Guy Nègres, in Lizenz bauen. Air Car und der französische Franchisegeber MDI werfen sich nun gegenseitig Vertragsbruch vor und verdächtigen sich des Betrugs. Jedenfalls ist die (Druck) Luft raus aus dem Projekt.

Ich fahr lieber elektrisch oder mit Pflanzenöl.
Stephan Hloucal
 
R

Roland Heumesser

Guest
#4
Hallo Schorsch,
wahrscheinlich laesst dich diese Geschichte deshalb nicht los, weil es einfach gail waehre eine Batterie zu haben, die nie kaputtgeht und keine Selbstentladung hat.

Warum gibt es eigentlich noch keine Kondensatoren, mit aehnlichen Kapazitaeten wie NC oder NiMH? Die koennte man verdammt schnell laden und das Rekupprieren waere wesentlich effectiver.

Ich traeume weiter.....schnief....

Mit sonnenelektrischen Gruessen
Roland
 
W

W. Meier

Guest
#5
Da wir uns für den Generalimport Schweiz beworben hatten, hatte ich noch Gelegenheit mit der Aircar in Deutschland zu reden. Laut dieser wollte Herr Guy Nègres, dass in jedem Bundesland und auch in der Schweiz Produktionsfirmen mit seinem Namen aufgebaut würden. Ein Import z.B. für die Schweiz (da Kapazität für eine eigene Firma zu klein) wollte er nicht zulassen, da er von jeder dieser Firmen um die € 2.5 Mio. Lizenbegühren kassieren wollte. Der Bau einer solchen Firma sollte sich anscheinend auf ca. € 6 Mio. belaufen.

So wie sich das anhörte, glaube ich, dass Herr Guy Nègres den Hals nicht voll kriegen kann und lieber noch ein paar Jahre zuwartet, bis ihm die Ölindustrie für sein Patent genug bietet. Schade, dass gerade immer die falschen Leute die besten Ideen haben.
 
T

Thomas Oberholz

Guest
#6
Auch wir haben schon vor Jahren eine unverbindliche Kauferklärung abgegeben und beinahe in die Air Car AG investiert. Wie so oft, bei solch "genialen"(?) Projekten, ist das drumherum jedoch mehr als unseriös. Noch nicht einmal die neue Homepage wirkt irgendwo glaubwürdig. Unsere Rückfragen wurden mit sehr wagen Behauptungen beantwortet. Den Physik-Skeptikern wollen wir gar nicht nachreden, aber alleine vom auftreten und agieren her, haben viele den Eindruck, dass man hier mit Geld anderer Leute arbeitet - ohne Gegenleistung.
Ähnliches gab es dieses Jahr schon mehrfach:
-Solarstrom-Farbe für Hauswände
-Atomstromfilter für die Steckdose
-Zirkulationspumpenvorschaltgerät, dass 1.000,00 Euro im Jahr einsparen soll....
Das Einfachste wäre doch ein Beweis in Form von ein paar fahrenden Modellen auf einem Autosalon..

Thomas Oberholz
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
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#7
Thomas Oberholz schrieb:

[...]
-Atomstromfilter für die Steckdose
Das war doch nur ein Gag :joke:, oder? Stand glaube ich sogar auf den BSM-Seiten...
[...]
Das Einfachste wäre doch ein Beweis in Form von ein paar
fahrenden Modellen auf einem Autosalon..

Thomas Oberholz
Das wäre auch der einzige Beweis der für mich zählt.
Laut Aussage von MDI auf der Pariser Autoshow Ende September soll der Aircar auf dem Genfer Autosalon Anfang März 2003 präsentiert werden, dort sollen dann auch Probefahrten möglich sein.
Das bisher keine öffentlichen Probefahrten stattfanden, soll daran liegen daß bisher keine den MDI-Anforderungen entsprechenden Kevlar-Drucktanks zur Verfügung standen und die Testfahrzeuge momentan noch mit kleineren & schwereren Stahltanks laufen (s. auch http://groups.yahoo.com/group/mdiaircar ).

Ich bin jedenfalls froh daß ich mein Geld in Nickel-Cadmium statt in Luft investiert habe :D .

Laut letztem Newsletter hat übrigens die deutsche Aircar AG Insolvenz angemeldet und will jetzt MDI Luxemburg und den deutschen Bevollmächtigten wegen Betrugs verklagen.
Vielleicht wird MDI ja vom Gericht gezwungen ein Fahrzeug vorzuführen :rp: !

Gruß Jens
 
#8
Na, da geht die Diskussion um den Aircar ja jetzt hoch her.

Ich habe als Co-Administrator dieser Foren eine Bitte zum Air Car, der doch nicht so ganz zur Technik der Elektrofahrzeuge gehört.

Diskutiert den Air Car doch im Elweb-Forum "Off Topic" weiter. Da steht sowieso schon fast mehr drin, und da gehört dieses Thema doch mehr rein.

Gruss, Roland Reichel, bsm

Und noch etwas zum Atomstromfilter: Da war vor vielen Jahren unsere Idee in Erlangen im Solarmobil Verein. Wir hatten es dann in der April-Ausgabe pünktlich zum 1. April veröffentlicht, mit sehr schönen Zeichnungen und Beschreibungen (funktioniert mit Kern-Spin Resonanz).

Die einfachen Farbfilter für grünen Strom haben nicht funktioniert. Außerdem: Warum denn einfach, wenn es auch kompliziert geht.

Das einfachste war das statistische Verfahren: Da in Bayern rund 2/3 der Energiemenge aus der Steckdose auf Kernkraft entfällt, nehmen wir hier nur 1/3 ab. Da die Steckdose rund 3,5 kW abgeben kann, beschränken wir uns sicherheitshalber auf 1 kW, also z.B. das handelsübliche City-El! Damit hatten wir damals den Nachweis erbracht, dass der City-El immer und sogar in Bayern atomstromfrei nachlädt!! Statistisch jedenfalls.
Übrigens haben wir damals nur einen bitterbösen Leserbrief erhalten, der sich über "den offensichtlichen Blödsinn, der doch gar nicht funktionieren kann" aufgeregt hat. Das Datum vom 1.4. hatte er wohl übersehen.
Die KWU in Erlangen hat dann ein Jahr später seinen "Atomsepp" vorgestellt, das ist die Abkürzung für Atomstromseperator.

Und wer erinnert sich nicht gerne an die Stromkennzeichnung von grünen, blauen und so Strom, ebenfalls in einer April Ausgabe veröffentlicht. Da man drei Phasen hat, kann man auf eine Phase die Farbe aufmodulieren, sogar in blau und weiss für die Herkunft (blau für die positive Halbwelle, weiss für die negative Halbwelle, trennen kann man das durch ein einfaches Diodennetzwerk).
Jetzt ist es aber genug...
 
K

Karl

Guest
#9
Hallo Roland!

Jetzt bin ich ganz traurig, ich lade zur Zeit mit 3,5 kW- also 100 % Atomenergie!

Meinen schönen grünen Solarstrom geben die Müchner Stadtwerke dafür unter Preis an nichtsahnende Kunden ab!
ich finde das gemein!
mit traurigen sonnenelektrischen Grüßen

Karl
 
#10
Hallo Karl,
nicht traurig sein, positiv denken.
Lade doch einfach von einer 3-Phasen Steckdose, die 10 kW max. kann. Dann liegst Du doch mit Deinem Pick-up bei rund einem Drittel, und nimmst statistisch auch in Bayern nur Nicht-Atomstrom.

Und in Österreich oder der Schweiz kannst Du dann mehr abnehmen und viel schneller laden. Die Kollegen aus der Schweiz hatten doch solche Ladegeräte schon bei der letzten Solarparade, erinnerst Du Dich? Brusa´s Booster-Ladegeräte, sind noch auf Ralfs Fotos von der Solarparade gut zu erkennen.

Also: denk Dir doch mal noch sowas gutes aus. Der nächste April kommt bestimmt, und wir suchen immer gute Beiträge für die Solarmobil Mitteilungen.

Gruss, Roland Reichel, bsm
 
19.01.2004
140
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Krefeld
#11
Die Düsseldorfer Stadtwerke gehen einmal wieder der Zeit voraus: Sie haben den Strom dem ISDN-Protokoll angepasst. Jede Halbwelle ist nun mit einem Datenpaket versehen: Man wählt die Nummer des Kraftwerkes an, dessen Strom man beziehen will. Nur dessen Halbwellen werden dann zu meinem E-car durchgelassen. Ich habe jetzt auf DSL umstellen lassen und schreibe gerade an einem Programm, das die Blitzeinschlagsdaten aus Freiburg blitzschnell mit meiner Steckdose korrelliert. Nicht nur, dass der Strom jetzt bei entsprechender Wetterlage völlig kostenlos aus der Steckdose kommt, nein, mein Auto macht einen richtigen Satz nach vorne, wenn ich nur auf das Stromregelpedal schaue.
 
19.01.2004
140
6
Krefeld
#12
Wie ich soeben glaubhaft erfahren habe, werkeln die Heinzelmännchen im Moment emsig in Carros, um unseren beißenden Spott loszuwerden. Die Armen. Die werden sich noch wundern, was auf sie zukommt. Das war ja der reinste Schwachsinn, mit dem sie sich bisher befasst hatten. Erst seit kurzem haben sie damit begonnen, das zu verwirklichen, was Alexander Lindner mir schon vor zwei Jahren ankündigte. Aber das ist leider nicht alles, was zu einem nur halbwegs funktionierenden isothermisch arbeitenden Luftmotor gehört...
Wie lange die Arbeitsphase anhalten wird, darüber werden bereits die ersten Wetten abgeschlossen. Preis: ein Fässchen Pastis.