Adapter von Typ2 (Stecker) auf Schuko (Buchse)


Kamikaze

Aktives Mitglied
24.08.2020
369
Hallo liebe Foristen,

ich bin für meinen neu erworbenen CityEL auf der Suche nach einer Möglichkeit, diesen an öffentlichen Ladepunkten laden zu können.
Die aktuellen "Stromtankstellen" sind üblicherweise nur mit einem Typ2-Anschluss ausgestattet. Mein CityEL braucht aber eine Schuko-Buchse, um laden zu können.
Nun gibt es für recht teures Geld (200€+) Adapterkabel mit nur 50cm Länge zu kaufen, die jedoch laut dazugehörigen Rezensionen eine Entriegelung der Steckdose per Hotline erfordern und dank der geringen Länge natürlich eine witterungsanfällige Schuko-Verbindung im Freien baumeln lassen.
Daher interessiert mich: wie macht ihr das?
Gibt es irgendwo sinnvolle Adapter fertig zu kaufen, oder gibt es wenigstens einen detaillierten Schaltplan um so etwas selber bauen zu können?

Besten Dank schon mal!
 

wchriss

Aktives Mitglied
30.12.2010
1.401
54
Egweil
Hallo Kamikaze,
du findest alles dazu im elwiki.

Wenn du es dir nicht selbst zutraust, ich glaube ich habe noch Material um einen Adapter zu bauen. Von Schuko würde ich aber abraten, da nicht so haltbar wie der CEE-Stecker in blau.
Gruß
Christian
 
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Kamikaze

Aktives Mitglied
24.08.2020
369
Danke für die schnelle Antwort!
Der Schaltplan ist ja super simpel! Ich dachte da wäre was mit Rechteckspannung und Co nötig gewesen...
Um die Schuko-Verbindung komme ich leider nicht wirklich rum, denn mein CityEL-Ladegerät hat eine Kaltgeräte-Buchse zur Energieeinspeisung.
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.208
91365 Reifenberg
Gibt es auch fertig zu kaufen.
Preise sind eigentlich ganz ok. Natürlich gehts mit Typ2 Steckern aus China per Direktimport und selber basteln noch billiger. Typ2 Stecker über Amazon rund 80 Euro, direkt über AliExpress noch günstiger. Die anderen Komponenten sind Standardkabel, Kupplung, Kleinteile und so.

Diese zwei Lieferanten liefern Dir fast jede gewünschte Länge. Einfach mal anfragen...



Mit solarmobilen Grüßen, Roland
 
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Hallo Kamikaze (Ist das dein Vorname?):)

Du fragst: "Wie macht ihr das?"

Also ich selbst, und viele El-Fahrer laden überhaupt nicht an solchen öffentlichen Steckdosen!
Wenn wir unterwegs (zu den Treffen) sind, verwenden wir das Drehstromnetz. Da hast du immer mindestens 11KW zur Verfügung und brauchst keine teuren Adapter.
Siehe https://drehstromnetz.de/
Vielleicht wäre das ja was für dich!

mfG
Peter
 

Kamikaze

Aktives Mitglied
24.08.2020
369
Besten Dank für die ganzen Infos!
Ich sehe schon - der Umstieg von einem kleinen E-Rollerchen (Reichweite ~20km) auf einen CityEL mit ~60km Reichweite bringt ganz neue Themen mit sich, über die ich mir erst klar werden muss.
Das Drehstromnetz klingt interessant - allerdings muss man um dieses nutzen zu können anscheinend selbst eine entsprechende Einrichtung betreiben.
Das wird bei mir leider mangels entsprechendem Stellplatz nicht möglich sein.
Außerdem brauche ich keine 11kW - meine kleine Rollbeule zieht maximal 2,5kW. Da reicht mir eine normale Schuko-Dose aus. Die gäbe es im Zweifelsfall nahezu überall, aber bei wildfremden Leuten zu klingeln und um Strom zu betteln ist für mich nur der allerletzte Ausweg.
Außerdem nimmt die Anzahl der öffentlichen Ladepunkte beständig zu - insbesondere an den Locations zu denen ich regelmäßig fahre (die ohne Lademöglichkeit leider gerade so außerhalb der Reichweite meines Gefährtes liegen).
Zwar wird die nächste Batterie bedeutend größer, aber bis dahin will ich mit den aktuellen Zellen noch so lange wie möglich weiter mobil sein. Also sind die öffentlichen Lader für mich durchaus interessant.
 

laase

Aktives Mitglied
08.10.2009
1.075
Hi Rick, den Schalter habe ich als Taster IM TypII Stecker ausgeführt. Mini-kleine Bohrung an der Unterseite (getestet: dort, wo das Regenwasser-Rinnsal von oben nicht langkommt) für den minikleinen Stößel. Der Stößelrand ist dann genau bündig mit der umgebenden Fläche, nur die Wölbung steht 0.5mm über und erlaubt spitzfingriges Drücken. Ich weiß schon, ist nicht IP6k9k und so, aber manchmal kann man ja auch mit gesundem Menschenverstand rangehen und muß nicht alles gleich immer kärchern. Soll aber auch Leute geben, die das mit einem Reedschalter und Magnetring, der auf dem Stecker verbleibt, machen.
Denk an eine Diebstahlsicherung der Verbindung zwischen Deinem neuen Adapter und dem Schukokabel! Soll ja auch Leute geben, die wegen weniger potenziellem Erlös klauen. Und wenns nur wegen dem Kupfer im Kabel ist. Ich habe an jedem "Ende" ein kleines Kettchen dran und dazwischen ein einfaches Zahlenschloß. Hoffe, das schreckt 9 von 10 Kabeldieben ab.
 
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Else

Neues Mitglied
29.01.2021
40
97247 Eisenheim
Ich check das nicht. Ich hab bei meinen Recherchen bezüglich eines Typ2-Adapter-Kabels auch sowas mit einem "Magnet" an einem Schlüsselring gefunden. Durchgestiegen bin ich da nicht. Hängt das mit manchen Säulen zusammen, die den Stecker nicht mehr freigeben wollen?

Ich suche einen Adapter für öffentliche Säulen und CityEl. Und ... blöde Frage: Verträgt das CityEl den ganzen Strom, den die Säule hergibt oder stellt man die Stärke ein? Oder geht das doch irgendwie (Hexerei) automatisch??

Was hats mit diesen RFID-Karten auf sich, die auf den Säulen aufgemalt sind. Ich dachte, man aktiviert die Säulen über "Ladeverbund+"-App oder dergleichen. Gibts da auch Karten vom Stromversorger oder gar "PrePaid" beim Aldi??

Geht demnächst los. Ich will gewappnet sein für meine täglichen 60km einfach.

Schönen Gruß derweil

Rudi
 

Bjoe10

Neues Mitglied
03.10.2020
31
Hi! ist nicht so einfach da man der Ladesäule ein "Richtiges" Elektroauto vorgaukeln muss.



Ich hab einen billigen Typ2 Schuko Adapter gekauft und umgebaut, Anleitung dazu im Link.

Du musst in den Typ2 Stecker Schalter einbauen um der Säule zu sagen "laden fertig, gib den stecker frei" und "bereit zum laden"

wenn man will kann man das über Schlüsselschalter oder Magnetschalter machen um eine Manipulation zu verhindern... das ist mit dem Magneten gemeint.

wenn man einen "dummen" Adapter benutzt kann sein das die Säule den Stecker nicht frei gibt und man die Hotline anrufen muss um ihn freigeben zu lassen. Manche Säulen starten auch den Ladevorgang nicht wenn man kein vehicle detected Signal hat.

achja, man kann auch die sperrzinke vom stecker auffräsen dann kann man ihn einfach abziehen, aber das ist selbst mir zu viel pfusch.

das freischalten der Säule, geht per app, RFID oder wie auch immer, das denken sich zur zeit noch die Betreiber selber aus wie sie das machen, gibt da keinen Standard. Hier bei mir gibt es z.B. auch Säulen wo man mit EC Karte zahlen kann.
 
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Kamikaze

Aktives Mitglied
24.08.2020
369
@Bjoe10 hat das schon sehr gut zusammengefasst.
Ergänzend noch in Sachen Leistungsbeschränkung:
Darum kümmert sich das entsprechende Ladegerät. Wenn du so willst stellen die Säulen/Wallboxen/etc. lediglich die Spannnung bereit und es fließt so viel Strom, wie das Ladegerät eben braucht, bis zu dem Maximum, das die Säule verkraftet. (Natürlich sehr vereinfacht ausgedrückt - steinigt mich also dafür nicht liebe Elektro-Fachleute!)
Da braucht es keine Hexerei dafür. Das kann buchstäblich jedes Ladegerät.

In aller Regel kommt ein EL mit <2,2kW Ladeleistung schon sehr weit. Das entspräche einer Ladegeschwindigkeit von rund 45km/h und kann von einer herkömmlichen Schuko-Buchse "gezapft" werden. Öffentliche Ladesäulen sind meist dreiphasig mit 3*16A oder 3*32A abgesichert. Mit entsprechend großem Akku (und Ladegerät/en) können also 11 bzw. 22kW Ladeleistung entnommen werden.
Hierbei ist jedoch zu beachten, dass Akkus es nicht "mögen" ständig mit >1C (also Volladung in einer Stunde oder weniger) geladen zu werden. Das beansprucht nämlich die Akkuchemie sehr stark.
Je nachdem, welchen Akku du also verbaut hast @Else solltest du deinen Lader daran orientieren.
Als kleine Hilfestellung: Bei meinem Akku (50Ah 36V) entspräche 1C etwa 50A bzw. 1.800W.
Aktuell lade ich meist über Nacht mit 500W, um die Akkuchemie zu schonen. Theoretisch wäre noch weniger sogar noch besser. Nur auf langen Reisen sollte man Schnelladungen durchführen.

Entsprechende Adapterkabel von Typ2-Buchse auf Schuko (fürs EL) gibt es übrigens z.B. dort: https://www.emobilshop.de/product_info.php?info=p621_ladekabel--ladeadapter--fuer-typ2-ladesaeulen.html
oder in den Links von @Berlingo-98 etwas weiter oben im Verlauf.

Habe auch eins davon im EL liegen. "Für alle Fälle". :)
 
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Else

Neues Mitglied
29.01.2021
40
97247 Eisenheim
Na, da wird schon einiges klarer. Vielen Dank erst mal. - Normal tanke ich an der heimischen Steckdose, aber könnte sein, daß man mal zwischentanken muß. - Und für´n Kopf gut, zu wissen, daß man sehr wohl doch könnte, wenn es wirklich sein müsst.

Rudi
 

citicar75

Mitglied
13.08.2018
189
... meine Erfahrung mit Adapterkabeln Typ2/schuko oder CEE ist nicht die Beste.
Das liegt an den Spielmätzen, die der “rumstromernden“ Mobilität nicht so recht ...
gesonnen sind. Ich habe schon oft den Fall gehabt, nach mehreren Stunden Ladezeit ein
nicht voll geladenes Fahrzeug vorgefunden zu haben. Ich war dafür „geladen“ weil nette Mitbürger die Schukotrennstelle gefunden hatten und sie (nicht bestimmungsgerecht) spielerisch geöffnet hatten.
Deswegen gibt es für meine „Citicar und PSA“ Flotte exakte und an beiden Enden verriegelbare Ladekabel. Der „Nottrennschalter“ (Bild) ist dann am MarechalStecker und somit unter der verriegelten Ladeklappe. Das hat bis jetzt jeglichen Manipulationsversuchen standgehalten ...

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wchriss

Aktives Mitglied
30.12.2010
1.401
54
Egweil
Ich hab da auch ein paar Type2 auf CEE ( rot ) rumliegen, für meine diversen Fahrzeuge. Klappt eigentlich problemlos, seit ich alle mit einem 2-Stufen-Schalter auf umgerüstet habe. Off ( zum Entriegeln der Dose ), Stellung 1 ( Fahrzeug erkannt ) , Stellung 2 (Laden). Die einfach Variante mit nur Off / Laden, funktionert immer häufiger nicht, das die neuen Säulen eigentlich alle vorher das "Fahrzeug erkannt" Signal wollen.
 

Else

Neues Mitglied
29.01.2021
40
97247 Eisenheim
Kann man mit dem Magneten den Ladevorgang starten, beenden und entriegeln? Für einen "sachkundigen" Störer gäbe dies ja auch die Möglichkeit, dies ohne mein Wissen zu tun. Ein Adapter mit Schlüssel oder abschließbarem Schalter wäre doch die Lösung. Wer hat Erfahrungen und was ist das für ein Teil (evtl. Link)?
Es tut mir leid, aber ich komme mit den zum Teil nicht funktionierenden Links oder den ausverkauften Teilen, die angeboten werden, derzeit nicht so wirklich weiter und nerve daher hiermit die Gemeinde weiterhin.
Rudi mit Else
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.208
91365 Reifenberg
Die Schlüsselschalter am Typ2 Stecker sind sicher die beste Möglichkeit, Unsinn in Form von unbeabsichtigtem Steckerziehen zu verhindern. Mir jedenfalls fällt nix besseres ein. Natürlich gilt, was Chriss schreibt: eine absolute Sicherheit wirds nie geben.

Und fürs andere Ende: Das Kabel sollte lang genug sein, um im CityEl zu enden. Also kein kurzer Adapter, sondern langes Kabel entweder direkt angeklemmt oder die Schuko Kupplung liegt im CityEl. Dann ist auch diese Seite am besten gegen Kinderhänder oder anderen Unsinn geschützt.

Dann könnte nur noch jemand mit einem Seitenschneider kommen und das Kabel durchzwicken. Und meine keiner, dass sowas nicht schon vorgekommen ist. Auf meinem eigenen Hof hat ein böser Bube vor vielen Jahren jedenfalls das Ladekabel zum Citroen AX unter Spannung durchgezwickt. Habs gleich gemerkt, weil der Fi Schalter das ganze Haus abgeschaltet hatte. Doof, denn er hätte auch einfach nur den Stecker ziehen können, dann hätte ich es nicht gleich gemerkt. So hab ich den Buben noch erwischt....

Ja, dumme Streiche und Vandalismus kommen leider vor. Bei allen Autos. In Berlin haben böse Buben ein TWIKE mal zwischen zwei Bäume gehoben. Der Fahrer kam alleine nicht mehr weg.

Kleine Schlösser an den Steckern sind wohl die beste Möglichkeit der Sicherung. Ich überlege, sowas elegant an meinem Typ1 Kupplungen (autoseits) nachzurüsten. Ein kleine Vorhängeschloss wäre jetzt schon möglich, ist aber bedienungsgsmäßig lästig und habe ich daher nie gemacht. Allerdings hat jetzt nach zwei Jahren noch niemand dran gefummelt. Ist also nicht wirklich nötig.

Mit solarmobilen Grüßen, Roland
 
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Wertungen: Kamikaze

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.208
91365 Reifenberg
Es gibt natürlich noch eine viel elegantere aber technich geringfügig aufwendigere Möglichkeit, ein unbeabsichtigtes Ziehen des Typ2 Steckers zu verhindern. Und zwar ganz genau so, wie es moderne E-Autos heute standardmäßig machen. Denn normalerweise beendet das Auto den Ladevorgang und gibt damit den Stecker frei. Geht über das Typ2 Kabel.

Die Verschaltung der Freigabe erfolgt damit nicht im Typ2 Stecker, sondern an der anderen Seite des Kabels. In der Schuko Kupplung über einen entsprechenden Taster bzw. dem Auto-Festanschluss. Man braucht dafür ein richtiges Typ2 Kabel oder jedenfalls ein Kabel mit einer Ader mehr für die CP Leitung. Dann machst Du Deinen CityEl auf, unterbrichst die Ladung und veranlasst dadurch die Ladesäule, den Stecker freizugeben. Das wäre für mich die eleganteste Methode.

Also Typ2 Stecker, dann mindestens vieradriges Kabel (L - N - PE und CP) und Freigabe autoseits. Sowas sollte angeboten werden, wäre besser als die bisherigen Adapter mit dem Gefummel im Typ2 Stecker.

Mit solarmobilen Grüßen, Roland
 
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Wertungen: wolfgang dwuzet

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