ADAC: Elektroautos sind jetzt schon günstiger als Verbrenner


Der ADAC hat verschiedene Elektroautos mit Verbrennungsmotorenmodellen verglichen. Das Resultat: Schon jetzt sind viele Elektroautos günstiger als vergleichbare Pkw mit Verbrennermotoren. Dabei hat der Automobilclub sämtliche Kostenpunkte bedacht, die ein Fahrzeug umfasst. Für den Vergleich waren zudem neben der Motorleistung auch Ausstattungsmerkmale ausschlaggebend.

Trugschluss Anschaffungskosten

Die meisten Autofahrer sind der Ansicht, dass Elektroautos schlicht und ergreifend noch zu teuer in der Anschaffung sind. Doch der ADAC hat jetzt eine Beispielrechnung vorgenommen, in denen die Stromer deutlich günstiger abschneiden. Für die Berechnung wurden die Gesamtkosten pro Kilometer im Vergleich zu Pkw mit Diesel- oder Benzinmotoren herangezogen. Um einen genauen Überblick zu schaffen, hat der ADAC 19 Fahrzeuge in acht Gruppen unterteilt und genauer inspiziert.

Beispiel: Das Elektroauto BMW i3s 94 Ah ist mit 53,6 Cent/km kostengünstiger als vergleichsweise der 218er Active Tourer (57,4 Cent/km). Noch günstiger kommt der Hyundai Ioniq Elektro Style mit 49 Cent/km weg. Der Hyundai i30 Kombi kostet als Benziner 1.0 T-GDI Premium ca. 51,4 Cent/km. Die Dieselversion benötigt sogar 52 Cent/km.

Noch erschwinglicher ist hingegen der e-Smart. Das Modell ForTwo Coupé EQ Prime benötigt nur 36,9 Cent/km, während das Benziner Cabrio 0.9 Turbo Prime Twinami 38,7 Cent/km verlangt.

Es wurden keine Mühen gescheut

Doch beim Test kamen auch die großen Marken zum Einsatz. So wurde das Tesla Model X 100D mit Audi SUV SQ7 TDI Quattro Tiptronic gemessen. Das Tesla Model war alles in allem mit 131,9 Cent/km günstiger als die Audi Variante, die 137,7 Cent/km verbrauchte.

Allerdings waren nicht alle Stromer erfolgreich. So haben die Verbrenner bei der Gegenüberstellung mit VW Golf, VW UP, Nissan Leaf sowie Nissan Micra und Renault ZOE und Renault Clio günstiger abgeschlossen.

Zusatz: Sämtliche Autos wurden in einem Ecotest ausgewertet. Dieser obliegt dem WLTP-Zulassungszyklus. Der ADAC hat weiterhin eigene Wertungskriterien beigefügt, wie erhöhte Zuladung oder höhere Geschwindigkeiten bei Autobahnzyklen. Weiterhin wurden für den Schadstoffausstoß und den CO2-Ausstoß strengere Richtlinien angesetzt. Die Liste des ADAC wird stets und ständig erweitert sowie aktualisiert.

Quelle:
www.heise.de
www.fr.de


Bild: BMW
 

Kommentare

Neue Themen

Neueste Beiträge

Anmelden

Neue Themen

Neueste Beiträge