20% Steigung - Perm oder Thrige - welche Untersetzung

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Manuel

Guest
Hallo zusammen,

wie ich ja schon öfters hier erwähnt habe muss mein El bis zu mir nach Hause ne 20% Steigung ca 200m lang hochkraxeln - das tut so weh!!

Im Moment hab ich noch den Orginalmotor mit Riemen drin.
Nun Frage ich mich, ob vielleicht ein Kettenantrieb (mit einem anderen Untersetzungsverhältnis?) besser wäre. Wie müsste das sein für eine Endgeschwindigkeit von 40km/h?
Ach ja - ist der Perm Scheibenläufer eigentlich für solche Steigungen besser geignet oder zieht der da eher schlechter? Welche Erfahrungen habt ihr damit?
Danke!

Manuel
 

Gregor

Neues Mitglied
05.05.2006
3
Für sehr viel Drehmomentbedarf kann ich erfahrungsgemäß folgendes empfehlen:
Thrige umbauen als Reihenschlussmotor, aber alle 4 Wicklungen in Reihe (und nicht, so wie sonst immer praktiziert, 2 in Reihe und davon zwei Stränge parallel).

Durch das große Feld ist die Endgeschwindigkeit (bei 36V) ungefähr bei 45 km/h, minimal weniger als mit dem originalen Compount-Motor.
Aber hervorragender Wirkungsgrad und Anfahrmoment satt!!!
 
M

Manuel

Guest
Hi Gregor,

muss man dazu den Thrige aufmachen oder kann man die Reihenwicklung extern ändern?

Gruß

Manuel
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
4.681
Filderstadt
www.elweb.info
Hallo Manuel,
der Thrige macht auch ohne Umbau 70 Nm Drehmoment im Stand, das reicht dick. Du könntest mal bei Kürten fragen ob es eine kürzere Kettenübersetzung gibt.

Ich würde an Deiner Stelle die Batteriestrombegrenzung hochdrehen um den Berg schneller hochzukommen oder temporär abschaltbar machen. Das sollte schon reichen. Wir haben in Stuttgart an der alten Weinsteige auch mini el Fahrer, die hat auch über 20 %.

Grüße
Ralf Wagner
 

Gregor

Neues Mitglied
05.05.2006
3
Natürlich muss man den Thrige dazu ausbauen, auseinanderschrauben etc.
Den Ansatz einer Umbauanleitung findest Du im elweb-Forum unter "Umbauten"...
 
M

Manuel

Guest
Hi Ralf,

an der Strombegrenzung will nichts ändern - der Geselle soll eben mit seinen 100A den Berg hochkommen :) Weil das nicht immer möglich ist, besonders an Ende der Entladung natürlich, hab ich an eine andere Untersetzung gedacht. Wie erreich ich Herrn Kürten?
Danke schonmal

Manuel
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.069
Da gibts gerade eine "Ketten-Frühjahrsaktion" ;-) :
http://www.kuerten-gmbh.de/Fruhjahrsaktion/fruhjahrsaktion.html

Gruß Jens
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Gregor, ich wüsste gerne den ohmschen Widerstand der Feldspulen mit der Angabe, in welcher Schaltung!
Meine Idee ist, statt Deiner guten, eine Wicklung fest am Motor zu lassen, die zweite parallel über einen diodenlosen Mosfet. Muss ich den Berg hinauf, lege ich an die abtrennbare Teilwicklung eine feste Spannung aus ein paar Nicadzellen von ca 10 Ah. Für ca 10 Minuten erhöhen mir diese den Gesamtstrom durch die Feldspulen auf 200 Ampere, obwohl nur 100 Ampere den Batterien entnommen werden. Dann ist der Berg ja wohl überwunden, auch mit 100 Ampere, und ich schalte die Zusatzbatterien wieder ab.
Vorteil dieser Vorgehensweise:
1.Die Feldspulen haben nicht dauernd die vierfache normale Verlustleistung, es steht fast die ganze Spannung zum Fahren zur Verfügung.
2. Das Ding rekuperiert bei Bergabfahrt und Einschalten der Nicads per Knopfdruck, ohne gleich die Achse durch zu harten Einsatz brechen zu lassen (auch mit dem kleinen Curtis).
3.Der Motor kann bei Riemenriss nicht durchgehen, weil dieses stets am Berg bei eingeschalteten Nicads geschieht. Solange die eingeschaltet sind, haben wir sozusagen einen sehr weichen Permmotor (drehzahlbegrenzt).
Hält die Feldspule auf Dauer die vierfacheVerlustleistung aus? Sollte man da nicht eine Thermosicherung vorsehen? Sinkt nicht die Reichweite unnötig?
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
4.681
Filderstadt
www.elweb.info
Hallo Manuel,
der Umabu auf 42V würde auch helfen. Durch die höhere Spannung kann man mit kleineren Stgrömen fahren. Der 42V Umbau geht ohne Steller und Ladertausch wenn man den Trafolader noch hat. Kürten würde auch das machen.


Grüße
Ralf
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Viel mehr, als in die Sättigung gehen, kann der Motor ja nicht. Deshalb würde mich ja doch sehr interessieren, was Deine Maßnahme am Motor ausmacht, um wieviel der Strom am gleichen Berg sinkt, Gregor.
Aber gleichzeitig wäre interessant, wie hoch der Spannungsabfall in der Feldwicklung wird. Ich werde mich wohl mit ein paar Messinstrumenten bewaffnet auf den Weg machen müssen, wenn niemand so wichtige Dinge, wie den ohmschen Widerstand eines Motors kennt...
Sollte es bei mir ein Cityel werden, werde ich sofort die Methode mit dem extern versuchten Feldbooster versuchen. Die passenden Nicads zu diesem Zweck habe ich ja schon und auch hier gäbe es zwei Schaltungen, einmal der nicht über den Curtis laufenden Süpannungserhöhung zur temporären Geschwindigkeitssteigerung und alternativ die Feldverstärkung zur stromsparenden Erhöhung des Drehmoments am Berg und zum Beschleunigen (Kickdown mit Sicherheitsverriegelung). Letzteres stellt gleichzeitig eine Rekuperationseinrichtung dar. Der Curtis bleibt dabei, bis auf die Flybackdioden, wirkungslos.
Der Wirkungsgrad dürfte bei Deiner Methode im normalen Fahrbereich sinken, Gregor. Ein Motor wird normalerweise immer so gebaut, dass das Verhältnis Feldspule/Anker optimal ist. Deshalb mein Vorschlag mit dem kleinen Zusatzakku.
Den beiden Schaltplänen auf den Curtis-Seiten nach müsste es funktionieren. John müsste ich da wohl noch vorher zu Rate ziehen.

Wenn Deine Methode bei z.B. 150 Ampere Strom auch nur 20% Drehmomenterhöhung ergäbe, hielte ich dies für die ideale Zusatzeinrichtung. Super wäre natürlich, wenn der Curtis ein Signal herausgäbe, dass den Eintritt in die Strombegrenzung meldet (John?).
 

Gregor

Neues Mitglied
05.05.2006
3
Ankerwiderstand inkl. Kohlebürsten: rund 70 mOhm
Widerstand einer Reihenschlusswicklung: rund 4,5 mOhm

Das heißt: Alle Feldwicklungen in Reihen: 18 mOhm.
Bei der eher gebräuchlichen Verschaltung: 4,5 mOhm (hoffentlich klar...)

Im Vergleich zum Ankerwiderstand beide male aber zu vernachlässigen.
 
M

Manuel

Guest
Hallo,

Danke schonmal für die Hilfe, was ich aber immer noch nicht weiß ist, wie der Perm sich bei solchen Steigungen schlägt... Besser oder schlechter. Ich bin mal mit einem Perm-El gefahren - da hatte ich den Eindruck der zieht besser, aber ich bin auch keine starke Steigung gefahren... Was meint ihr?

Gruß

Manuel
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Danke, Gregor, völlig klar. Die Daten fehlten mir. Für gebirgiges Gelände sicherlich die Methode der Wahl. Als bestgekühltes Teil dürften die Feldspulen die Verlustmehrleistung am allerehesten vertragen.
Ich persönlich werde dann, was ich nicht jedem empfehlen möchte, am unveränderten Motor eine zusätzliche, bei Bedarf zuschaltbare und stromgeregelte Feldverstärkung durch eine einzige Nicad-Zelle hinzufügen, verbunden mit einem Stromsensor für den Ankerstrom, der diesen mit der Fahrpedalstellung vergleicht. Herauskommen neben der bedarfsweisen Drehmomenterhöhung eine Überdrehzahlsicherung und eine mit Vorsicht zu behandelnde Rekuperationsvorrichtung. Warnen möchte ich, wegen der Regelungsschwierigkeiten, vor leichtsinnigem Eigenbau einer solchen Einrichtung.

Gregors Methode dürfte einfacher, sicher, und normalerweise, sinnvoller sein.
Klar, das Fahrzeug verliert im oberen Drehzahlbereich an Leistung, ist aber sehr viel batterieschonender und im unteren Bereich spurtstärker.
 

Gregor

Neues Mitglied
05.05.2006
3
Fakt ist: Der Perm (oder allgemein Scheibenläufer) haben nicht nur einen sehr hohen Wirkunsgrad, sondern auch noch einen hohen Wirkungsgrad über einen sehr weiten Drehzahlbereich.

Dein Eindruck war also richtig!
 
M

Manuel

Guest
und der Haken.... (hört sich so an als ob das noch was kommen könnte ...) ?
Hat der keine Nachteile gegenüber dem Reihenschlussmotor?

Gruß

Manuel
 

Gregor

Neues Mitglied
05.05.2006
3
Ein Scheibenläufer ist erstmal etwas teurer.
Leistungsfähige Scheibenläufer sind relativ neu auf dem Markt (im Vergleich zu den Fahrzeugen, z.B. City-El), so dass ein recht komplizierte Umbau hinzukommt.

Da haste Deine Nachteile... ;-)
 

peter

Neues Mitglied
12.08.2015
0
Hallo Manuel,
Dieses Problem habe ich auch, trotz Scheibenläufer und Lithium Batterien komme ich nach längerer Fahrt die letzten steilen 300 m bis zu meinem Haus fast nicht hoch. Wieviel % Steigung das bei mir sind, kann ich Dir nicht sagen, vielleicht sind es ja auch 20 %, ich weiß nicht, wie ich das feststellen kann.
Die Litium- Ionen-Batterien, 3 Blöcke = 12 Zellen sind nach nur 700 Km hin.
Mein El steht im Werk, mal sehen, wann ich es zurück bekomme.

Gruß

Peter
 

Gregor

Neues Mitglied
05.05.2006
3
Sorry, aber dass Du das mit Lithium auf Dauer nicht schaffst, war doch klar...
 
P

Peter Heck

Guest
Hallo Peter
Nimm eine Wasserwaage,am besten 1 Meter lang und messe die höhen differenz.
Mit der Winkelfunktion kannst Du dann die Steigung in Prozent ermitteln.
Aber beachte 100 % Steigung ist nicht senkrecht !!
Eine Steigung von 1 Meter auf 1 Meter in der Länge ist 100 %!!
Viel Spass beim messen und rechnen.
Gruss aus dem Schwabenland.
Peter
 
B

bernd

Guest
Hallo Peter,
wieso rechnen?
Nimm deine 1m Wasserwaage (oder eine 1m gerade Holzlatte mit einer Wasserwage)
Das eine Ende Liegt auf und das ander Ende hat
-zB 1cm bis zum Erdboden =>1Prozent
-zB 13cm bis zum Erdboden =>13Prozent
-zB 100cm bis zum Erdboden =>100Prozent (als 45° Steigung)

bernd
 

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