1997er Saxo Tacho und OBD ohne Funktion - Energieanzeige manchmal konstant 0%


dl3daz

Neues Mitglied
28.10.2018
16
Hallo,
ich habe seit November einen 1997er Saxo mit 25.000km Laufleistung.

Leider habe ich folgende Probleme:
- Tacho zeigt nicht an, Km-Zähler läuft nicht. (Energieanzeige, ECO-Anzeige und Kontrollleuchten offenbar ok)
- Am 30-poligen Diagnosestecker liegen die 12V nicht an (Adapter auf OBD-II).

Manchmal bleibt beim Einschalten der "Zündung" die Energieanzeige auf 0%, Auto fährt aber. Nach zwei bis viermal Ein-und Ausschalten ist die Anzeige ok.

Bevor ich jetzt anfange, Leitungen und sicherungen durchzumessen: Hat jemand eine Idee, was die Ursache sein kann?

Danke im Voraus,
Falk
 

Bernd Schlüter

Aktives Mitglied
19.01.2004
309
Krefeld, 02151 9287045
Nein, Citroen rückt keinerlei Schaltpläne heraus, sonst wäre die Sache einfach. Trotzdem, hier im Forum existiert Wissen und oft sind die Fehler sehr banal und nicht in den nicht mehr lieferbaren Mikroprozessoren der zentralen Steuereinheit verborgen. Safran, der große französische Militärkonzern, zu dem auch Sagem gehört, rückt keinerlei Informationen heraus. Damnächst werde ich versuchen, wieder einen Blick in die Verschaltung zu werfen. Leider benötige ich dabei extensiv meine nicht vorhandenen Französischkenntnisse, denn wir haben ein Partnerforum in Frankreich. Auch die deutschen Hersteller sind, trotz einer starken Gegenbewegung, keine Weltmeister in "open source". Ich habe Erfahrungen mit unseren Geheimdiensten gemacht und weiß, was uns teilweise an Informationen vorenthalten wird. Auch in Handwerkerkreisen wird viel Wissen nicht einfach herausposaunt und auch ich gehöre einer nicht offen farbentragenden studentischen Verbindung an...
Also, hoffnungslos ist die Lage nicht.
Die Steuereinheiten sind übrigens austauschbar!
 

citicar75

Neues Mitglied
13.08.2018
49
Hallo,
ich habe schon Kombiinstrumente (auch Verbrenner !) ausgebaut, bei denen einfach die Zeiger in der Nullposition "geklebt" haben.
Da die Kombiinstrumente modular aufgebaut sind, passen vom Verbrenner der Tacho (geht dann bis 200km/h !!,
aber zeigt richtig an) und der Drehzahlmesser, sind einfach auf dem Schrott zu bekommen und zu wechseln.
Mußt aber das Kombiinstrument auseinanderbauen und die Module Tacho und "Drehzahl/Ladeanzeiger" einzeln umbauen. Das ganze Kombiinstrument vom Verbrenner übernehmen - das geht nisch ...
Viel Erfolg
 

dl3daz

Neues Mitglied
28.10.2018
16
...
Damnächst werde ich versuchen, wieder einen Blick in die Verschaltung zu werfen. Leider benötige ich dabei extensiv meine nicht vorhandenen Französischkenntnisse, denn wir haben ein Partnerforum in Frankreich.
Wo finde ich das Partnerforum?

Die Steuereinheiten sind übrigens austauschbar!
Das klingt gut. Meine wurde zwar von Dieter Eckhard aufbereitet (sagt der Verkäufer, was ich auch glaube), sollte da aber trotzdem was sein, habe ich noch eine zweite.

Wie auch immer, Oszilloskop und Durchgangsprüfer liegen bereit....

Gruß,
Falk
 

dl3daz

Neues Mitglied
28.10.2018
16
Hallo,
ich habe schon Kombiinstrumente (auch Verbrenner !) ausgebaut, bei denen einfach die Zeiger in der Nullposition "geklebt" haben.
Da die Kombiinstrumente modular aufgebaut sind, passen vom Verbrenner der Tacho (geht dann bis 200km/h !!,
aber zeigt richtig an) und der Drehzahlmesser, sind einfach auf dem Schrott zu bekommen und zu wechseln.
Mußt aber das Kombiinstrument auseinanderbauen und die Module Tacho und "Drehzahl/Ladeanzeiger" einzeln umbauen. Das ganze Kombiinstrument vom Verbrenner übernehmen - das geht nisch ...
Viel Erfolg
Danke, ich werde erstmal messen, ob die Impulse am Tacho ankommen. Wenn ja, wird der getauscht, wenn nicht, ist die Verkabelung dran, dann der Hall-Geber am Differential.

Gruß,
Falk
 

Bernd Schlüter

Aktives Mitglied
19.01.2004
309
Krefeld, 02151 9287045
http://www.vehiculeselectriques.fr/
Das französische Forum von Philippe aus Besancon,. Philppe nennt sich "vehiculeselectriques"

Da das Forum schon sehr alt ist und Citroen als erste Firma Elektroautos in größerer Serie baute, ist das Forum sehr groß. Wäre schön, wenn einer das Forum mal übersetzen könnte...:love:

Es ist deshalb gar nicht so leicht, die Stelle zu finden , wo der Schaltplan (nicht vollständig!) versteckt ist. Ich hatte es mal hier ins Forum geschrieben, aber leider die Adressen verloren. Man muss sich registrieren, um alles zu sehen.

Irgendwo hier

Hier mal eine fette Liste von ganz vielen Foren:

Ralf, wo steckt das link dorthin?

Das Wissen um unsere Elektroautos sollte kein Geheimnis mehr bleiben. Ich beobachte aber auch in Deutschland eine zunehmende Heimlichtuerei, auch in unseren Kreisen.. Meinen Kampf für niedrigere Spannungen kann ich wohl aufgeben ,hoffe aber auf das Erscheinen von niedervoltigen vierrädrigen Fahrzeugen mit Antrieben aus dem Pedelecbereich, damit wir auch selbst gefahrlos Hand anlegen können und die Angestellten von Reparaturwerkstätten auch versichert werden können. Das 48-Volt-Projekt der Postfahrzeuge ist auch aufgegeben und Cityels werden weniger.
 
Zuletzt bearbeitet:

Dieter Eckhard

Neues Mitglied
16.02.2007
14
59
Ingelheim/Rhein
Hallo,
die fehlende 12V (Dauer plus) an der Diagnosebuchse könnte an der Sicherung F8 (20A) liegen. Da hängt u.a. auch das Autoradio, die Innenbeleuchtung und Zentralverriegelung dran. Die Sicherung befindet sich auf der Fahrerseite im Innenraum unter der Klappe.
Der Drehzahlgeber vom Motor kann nicht die Ursache sein, da das Auto dann nicht mehr Fahren würde. Fehlen nach Ansteuerung des Motors die Impulse geht der Bordrechner auf Störung und schaltet den Überstromschalter aus.
Für den Tacho und km-Zähler kommt die Stromversorgung über das Zündschloss und die Sicherung F1 (5A). Hier hängt auch die Steuerung für die Servolenkung, Heizungsbetätigung und Diagnosebuchse (Geschaltet) dran.
Der Tacho bekommt vom Bordrechner Pin 47 seine Impulse zur Instrumententafel am Stecker 9V VE links Pin 9. Pin 5 ist Masse und an Pin 1 liegt die 12V über Zündschloss und F1.
Nach der Fehlerbeschreibung könnte es auch am Bordrechner liegen. Insbesondere die ersten Version 3.01 neigt zu sporadischen Ausfällen. Ich rate zum Überprüfen der Sicherungen damit Diagnose wieder möglich wird und einen Test mit einem anderen Bordrechner. Achtung beim Wechseln des Bordrechners unbedingt Trennstelle der Traktion-Batterie ziehen.

Gruß, Dieter
 

Christian_B

Mitglied
08.10.2010
149
Teltow
... Einspruch aus meiner Fehlerpraxis: ich hatte mal beim Motorwechsel vergessen, den Drehzahlgeber anzustecken (schäme mich immer noch dafür ... ich war früher mal Flugzeugmechaniker...), das Fahrzeug lief, allerdings war die Rekuperation nicht geregelt sondern immer ein fixer Wert (SAGEM 3.5)
 

Bernd Schlüter

Aktives Mitglied
19.01.2004
309
Krefeld, 02151 9287045
Mit dem Dieter im Forum kann uns kaum noch etwas schrecken.
Der wichtige Beitrag im französischen Forum ist auch gefunden:
Message No 9564, sichtbar nach Anmeldung
Aber bitte nicht kopieren und veröffentlichen! Schlecht lesbar , einiges fehlt und ein paar unwesentliche Fehler. Gehören zum Berlingo. Die Abweichungen sind nicht groß, die kennt Dieter.
Der "calculateur" stammt von verschiedenen Firmen, hat also unterschiedliche Schaltungen. Die Funktion ist normalerweise die gleiche. Ich habe schon unterschiedliche Fabrikate ausgetauscht.
Und: nie den Zentralrechner mit dem Hochdruckreiniger abspritzen! Tut ihm nicht gut, ich spreche aus Erfahrung.
 

dl3daz

Neues Mitglied
28.10.2018
16
Hallo,
die fehlende 12V (Dauer plus) an der Diagnosebuchse könnte an der Sicherung F8 (20A) liegen.

...

Nach der Fehlerbeschreibung könnte es auch am Bordrechner liegen. Insbesondere die ersten Version 3.01 neigt zu sporadischen Ausfällen. Ich rate zum Überprüfen der Sicherungen damit Diagnose wieder möglich wird und einen Test mit einem anderen Bordrechner. Achtung beim Wechseln des Bordrechners unbedingt Trennstelle der Traktion-Batterie ziehen.

Gruß, Dieter
Hallo Dieter und die anderen,
Danke erstmal für die Tipps. Am Wochenende werde ich darangehen und berichten.

Gruß,
Falk
 

dl3daz

Neues Mitglied
28.10.2018
16
Hallo zusammen,
ist zwar ein Wochenende später geworden, aber ich habe neue Erkenntnisse:

Am 30-poligen Diagnosestecker liegen 12V an. Ich hatte den Stecker nicht richtig aufgesteckt.
Checkelec zeigt trotzdem "OBD-Error" an. Das liegt vielleicht auch am OBD-Dongle.

Das Tachosignal vom "Computer" zum Tacho kann ich an dem 55(?)pol. Stecker der Sagem-Box sehen.

An den runden Steckverbindern unter der Tachoeinheit (IC01A/IC01B) kann ich das Signal nicht sehen.

Zwischen dem Tacho-Signal aus Sagem-Box und den runden Steckverbindern im Motorraum (IC00A/IC00B?) konnte ich nirgendwo Durchgang messen.

Mich macht stutzig, dass auch der (Tages)kilometerzähler nicht läuft.

Bevor ich den Tacho ausbaue, wäre ich gerne sicher, dass der wirklich Ursache ist.

Kann mir jemand sagen, an welchem Pin an den runden Steckverbindern unter der Tachoeinheit das Tachosignal anliegen müsste?

Schönes Wochenende,
Falk
 

dl3daz

Neues Mitglied
28.10.2018
16
Noch ein Update:
OBD und Checkelec funktionieren!

Tachosignal geht bis zum 3-pol. Stecker in der Leiterplatte des Tachos. Der ist also doch die Ursache.

Da werde ich dann mal ein bischen messen...

Schönes Wochenende,
Falk
Nachtrag: Nach dem Austausch von ein paar Dioden und Transistoren läuft der Tacho wieder!
Details: https://www.mikrocontroller.net/topic/468415?goto=5731161#5731161
 

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dl3daz

Neues Mitglied
28.10.2018
16
Weiter geht's...
Hauptuntersuchung war jetzt ohne Mängel. Daher konnte ich jetzt die ersten Fahrten machen.
Nach einer ersten Fahrt über ein paar hundert Meter leuchteten die gelben Anzeigen "Batterie schwach" und "reduzierte Leistung" gleichzeitig auf.
Ich habe dann per Checkelec das Energiemeter von 100% auf 20% gesetzt (nutzt das überhaupt?) und eine Ausgleichsladung durchgeführt.
Danach bin ich 10km verhalten um den Block gefahren.
Nochmal normal geladen und 12km mit einer langen Steigung gefahren. Auf den letzten km leuchtete die Anzeige "Batterie schwach" bei 80% auf der Energieanzeige.
Das entspricht meinen früheren Erfahrungen mit NiCd: Lange Pausen machen die Akkus müde. Dagegen hilft das Wecken mit kräftigen Lade- und Entladeströmen.
Hier der Checkelec-Monitor von 15 Min. der zweiten Fahrt: Checkelec-Monitor.

Noch die Frage an die Experten: Wie bringe ich das Ladegerät dazu, die Akkus voll zu laden? Im Moment endet die Ladung bei weit unter 150V. Systeminfo:


Schöne Grüße,
Falk
 

Reiner106

Mitglied
07.05.2018
87
nahe Giessen / Hessen
Ich bin zwar kein Experte, aber vielleicht kann ich dennoch helfen :)

Was ist denn als Endspannung eingestellt bei Dir - hast Du den Temp - coeffizienten noch berücksichtigt?
Ich meine bei mir sind 164 Volt die Endsapnnung - also bei ca 20Grad Celsius... Beim Laden sieht man, dass er sich am Ende der ladung dann diesem Wert nähert und dann durch Umschalten zwischen in meinem Fall 6 und 4 Ampere zwischen diesen Werten rumpendelt... Auch bei einer "normalen Ladung"...
Das entspricht meinen früheren Erfahrungen mit NiCd: Lange Pausen machen die Akkus müde. Dagegen hilft das Wecken mit kräftigen Lade- und Entladeströmen.
Da bin ich mir immer noch nicht so sicher, ob das wirklich stimmt - was aber auf jeden Fall hilft: laangsam leer machen und dann wieder komplett volladen - voll nicht stehen lassen sondern wieder sanft leer fahren, so weit runter wie möglich - am Ende dann nur noch die 12V Verbraucher einschalten im stand... und ruhgi das eine oder andere mal eine Ausgleichsladung "erzwingen"....
Wegen "stark laden": An sich kann man ja auch einfach "flott" unterwegs sein .- mal käftig ins Pedal getreten zieht schnell mal über 100 A raus, den Berg runter gas geben und dann die Reku rein prügelt auch weit mehr Ampere in die Akus als die meisten LAdevarianten aller PSA Fahrer hier... Ich bilde mir ein, dass das was hilft - aber wirklich bewiesen sehe ich das nicht, dazu bin ich zu skeptisch und brauche genauere Beweise..
Das "leermachen und balancieren" bringt aber auf jeden Fall was... braucht aber ein bischen Gefühl am Anfang... Mein 106er wollte am Anfang keine 25km mehr weit, egal was wie wo... nach ein bischen "Kur" fuhr er dann 35km Autobahn mit fast vollgas hessisches Bergland rauf/runter und dann noch 15km in der Stadt - wo ich anfangs bei 75% Ladeanzeige schon die Lampe an hatte, konnte ich ihn später dann bis 10% runterfahren (sanft, aber ging)...
 
Wertungen: Berlingo-98

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
2.716
91365 Reifenberg
Hallo Reiner106,

Zu meinen eigenen Erfahrungen:
Deine Erfahrungen decken sich ziemlich genau mit meinen Erfahrungen. Bin seit 2003 bis heute Franzosen mit NiCad Akkus gefahren, und einen Berlingo mit NiCd habe ich noch. Ganz entladen die Akkus mit möglichst mäßigen Strömen, genauer um die 5 A herum bis unter 5 Volt pro Akku, und dann wieder vollladen scheint Wunder zu bewirken. Bin seinerzeit einige Male in einem passenden Kreis von rund 2 km solange rumgefahren, bis der AX nur noch schlich. Also wenig mehr als 40 km/h brachte. Dann aufgeladen mit Bordlader plus Zivan, also gesamt ca. 40A Ladestrom bis er richtig voll war. Hat gut die Reichweite wieder auf alte Höhen gebracht.

.... und die nächsten Tage muss ich das mal wieder bei meinem Berlingo 98 probieren. Die Akkus sind durch allerlei Fehler arg auseinandergelaufen. Hilft wahrscheinlich auch dies: Alles tief entladen auf Spannungen um die 5 Volt. Ich probier es mal Batteriebox für Batteriebox getrennt mit externen Widerständen und kleinen Strömen. Habe genug Geräte dafür mir im Laufe der Jahre geschaffen. Dann wieder aufladen mit manueller Spannungs- Leistung- und kWh Überwachung. Schaun wir mal. Das jedenfalls ist die einfachste Maßnahme, und sie hat bei meinen Wagen immer gewirkt (zweimal AX, zweimal Berlingo, davon ist nur noch ein Berlingo übrig geblieben).

Ach noch was: Die Ladeschlussspannung für die SAFT NiCd ist temperaturabhängig. Siehe dazu das SAFT technical manual.

Gruss, Roland
Jetzt aber mehr mit dem neuen Partner 2018 unterwegs. Ist einfach schöner.
 
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